KINO PUR „VONNE RUHR“: Wieder zwei neue Filme der Literaturwerkstatt.Ruhr!

Kameras, Scheinwerfer, Tontechnik, dazu kreative Menschen „vonneRuhr“ mit und ohne Lampenfieber im weltweit einzigen Filmstudio mit eigenem Taubenschlag unterm Dach bei Werner Boschmann in Bottrop:
Das ist die Literaturwerkstatt.Ruhr!
Eine Initiative des Ruhrgebietsverlages Henselowsky Boschmann.

Jeden Samstag lässt die Literaturwerkstatt.Ruhr auf ihrem YouTube-Kanal einen neuen Film mit gelesener, besprochener, zelebrierter, leibhaftiger „Literatur vonne Ruhr“ frei.
Anschliessend folgt noch ein leckerer “Klopps für Genießer”
oder bekannte “Klassiker (vonne Ruhr)”

Nach der jeweilig ersten Veröffentlichung sind die einzelnen Filme jederzeit über YouTube zu sehen. Und es folgen noch weitere…


Tipp: einfach den YouTube-Kanal der LITERATURWERKSTATT.RUHR abonnieren!

Alle bisher ausgestrahlten Beiträge sind ⇒ hier zu sehen


 Neu! Ab Samstag, 23. Januar 2021

Hermann Beckfeld

Hauptprogramm
Hermann Beckfeld
ehemaliger Chefredakteur der Ruhr Nachrichten,
über Begegnungen mit kernigen Typen und außergewöhnlichen
Frauen, denen „Beckfelds Briefe” gewidmet sind.

Auf YouTube anschauen? >>>HIER

„Beckfelds Briefe“ – Das Buch:

 


Heinz H Menge

Klassiker (vonne Ruhr)
Heinz H. Menge
über Namensänderungen polnischer
Familien, die ins Ruhrgebiet zogen.
Buchhandlung Platzer, Essen-Steele, 2013.

Auf YouTube anschauen? >>>HIER

Heinz H. Menge:  „Mein lieber Kokoschinski“  Das Buch:


Programmvorschau für
Samstag, 30. Januar 2021

Rene Schiering Stetson Five Ruhrpott-Köter

ab 20.15 Uhr – Hauptprogramm
René Schiering,
Autor der beiden „Ruhrpott-Köter“-Bücher,
Drehbuchschreiber, Sänger und Gitarrist der Country-Band
„Ramblin‘ René & The Stetson Five“.
Er liest „Westwärts vom Schwarzen Meer nach Karnap“
und spielt „German Guy in Dixie“ von der neuen CD „II“
der „Stetson Five“.

Thomas Althoff Kusselkopp
ab 22.00 Uhr – Klassiker (vonne Ruhr)
„Macht 80 Pfennig!“
Eine Minute mit Thomas Althoff
und seinem Roman „Komm, wir schießen Kusselkopp“
im März 2016 in der Buchhandlung Polberg in Essen-Steele.



Viel Vergnügen – und: bissi Tage!

Lothar (Lo) Lange


www.literaturwerkstatt.ruhr ist ein Service
des Ruhrgebietsverlages Henselowsky Boschmann.
Produziert von [hebo] im Studio für Literatur im Ruhrgebiet, Bottrop.
Mit: Benjamin Bäder, Hermann Beckfeld, Jens Dirksen, Sigi Domke, Michael Hüter,
Hubertus A. Janssen, Margit Kruse, Lothar Lange, Elke Schleich, René Schiering, Siggi Stajkowski, Ilse Straeter, Ulrich Straeter, Adolf Winkelmann, Joachim Wittkowski.
Für Vorschläge, Tipps und Ideen sind wir dankbar.
post@literaturwerkstatt.ruhr

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Anrüchiges aus der Literaturwerkstatt.Ruhr: der Köttelbecken-Traum.

Achtung, jetzt wird es etwas anrüchig, denn es geht um die „Köttelbecke“.
So nennt man bei uns im Ruhrgebiet die schmalen, offenen Abwasserkanäle,
aus denen es – ganz besonders im Sommer – nicht gerade nach Veilchen duftet.
Eines Nachts hatte ich einen Traum.

Den Köttelbeckentraum.

Produziert von [hebo]-Studio für Literatur im Ruhrgebiet Bottrop und ist Teil der www.literaturwerkstatt.ruhr.
Ein Service des Ruhrgebietsverlages Henselowsky Boschmann.

Ich träumte von der Köttelbecke,
dass bis zum Hals ich in ihr stecke.
Scheiße! schrie im Schlaf ich noch,
weil alles schlimm auch danach roch.

Ich hatte Angst, hinabzusinken
und in der Brühe zu ertrinken,
ich spürt im Mund schon den Geschmacke
von diesem Sud aus Schlamm und Kacke,
Erbrochnem, Schleim und Klopapier,
Tampons und totem Kleingetier.

Ich merkte, wie ich tiefer sank,
in die Kloake, den Gestank!
Ins Wasser, dass so bräunlich schäumt…
Ich hab noch nie so´n Scheiß geträumt !

Lothar Lange (2008)

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des Ruhrgebietsverlages Henselowsky Boschmann.
Produziert von [hebo] im Studio für Literatur im Ruhrgebiet, Bottrop.
Mit: Benjamin Bäder, Hermann Beckfeld, Jens Dirksen, Sigi Domke, Michael Hüter,
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FILM AB! Die nächsten zwei Filme der Literaturwerkstatt.Ruhr sind online!

Kameras, Scheinwerfer, Tontechnik, dazu kreative Menschen „vonne Ruhr“ mit und ohne Lampenfieber im weltweit einzigen Filmstudio mit eigenem Taubenschlag unterm Dach bei Werner Boschmann in Bottrop:

Dat ist die Literaturwerkstatt.Ruhr!

Jeden Samstag lässt die Literaturwerkstatt.Ruhr auf ihrem YouTube-Kanal in ihrem Hauptprogramm einen neuen Film mit gelesener, besprochener, zelebrierter, leibhaftiger „Literatur vonne Ruhr“ frei.
Anschliessend folgt noch ein leckerer “Klopps für Genießer”
oder bekannte “Klassiker (vonne Ruhr)”

Nach der jeweilig ersten Veröffentlichung sind die einzelnen Filme jederzeit über YouTube zu sehen. Und es folgen noch weitere…

Tipp: einfach den YouTube-Kanal der LITERATURWERKSTATT.RUHR abonnieren!

Alle bisher ausgestrahlten Beiträge sind ⇒ hier zu sehen


Ab Samstag, 16. Januar 2021




Lothar Lange
 „Dobsche, dobsche, tralala.”
Über Heimat, dicke Duppas und Gelsenkirchen-Erle.

Guck mal >>> HIER!

und…



   "Schwein gehabt!"
Benjamin Bäder (links), Illustrator des Buches
Tiergeschichten aus dem Ruhrgebiet,
plaudert mit Werner Boschmann über seine Haustiere.

GUCK MAL! >>>> HIER!


Programmvorschau
Samstag, 23. Januar 2021  

Hermann Beckfeld
20.15 Uhr – Hauptprogramm
Hermann Beckfeld 
Der ehemalige Chefredakteur der Ruhr Nachrichten
liest aus „Beckfelds Briefe”, erzählt von Begegnungen
mit Prominenten und Persönlichkeiten.

Heinz H Menge22.00 Uhr – Klassiker (vonne Ruhr)
Heinz H. Menge über Namensänderungen polnischer
Familien, die ins Ruhrgebiet zogen.
Buchhandlung Platzer, Essen-Steele, 2013.

Viel Vergnügen – und: bissi Tage!

Lothar (Lo) Lange


www.literaturwerkstatt.ruhr ist ein Service
des Ruhrgebietsverlages Henselowsky Boschmann.
Produziert von [hebo] im Studio für Literatur im Ruhrgebiet, Bottrop.
Mit: Benjamin Bäder, Hermann Beckfeld, Jens Dirksen, Sigi Domke, Michael Hüter,
Hubertus A. Janssen, Margit Kruse, Lothar Lange, Elke Schleich, René Schiering, Siggi Stajkowski, Ilse Straeter, Ulrich Straeter, Adolf Winkelmann, Joachim Wittkowski.
Für Vorschläge, Tipps und Ideen sind wir dankbar.
post@literaturwerkstatt.ruhr

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Der Jogginghose Sinn.

So, liebe Nation, damit niemand sagt, er sei nicht rechtzeitig informiert worden: am Donnerstag, den 21. Januar 2021 begeht die Welt wieder einmal den  TAG DER JOGGINGHOSE

An diesem Tag, weltweit als „International Sweatpants Day“ bekannt, zeigt sich Frau / Mann /  Kind von Welt den ganzen Feiertag über in diesem wunderbar bequemen Freizeit-Beinkleid. Auch – und besonders – in der Öffentlichkeit.

 Wer eine Jogginghose trägt,
hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

Karl Lagerfeld

Die Meinung des Modeschöpfers sollte niemanden davon abhalten, diesen Tag würdig in bequemer Kleidung zu begehen. Zu Ehren dieses Tages widme ich ich allen Jogginghosenträger/innen der Welt dieses Gedicht:


Der Jogginghose Sinn.

Der Nutzen einer Jogginghose?
Sie dämpft den Schall und das Getose
von Winden, den warmen und den leisen,
die müffelnd das Gesäß umkreisen.
Sie hält mit Gasen, frisch vom Darm,
viel länger die Gebeine warm.

Schön dicht umschliesst ihr Gummizug
und schützt den Mann vor kaltem Zug,
die Knochen und auch sein Gemächt:
die Manneskraft bleibt ungeschwächt.

Dank Gummizug steigen auch Gase
nicht gleich hinauf bis in die Nase,
jedoch, zieht man die Hose aus,
haut´s einen um vor lauter Graus.

Doch mancher liebt die eignen Gase,
und wünscht, er hätte noch ´ne Nase,
um seinen Duft sich wegzuschnuppern.
Notfalls hilft auch, ihn einzutuppern.
So´n Furz hält länger in der Dose
als in der besten Jogginghose.

Mit ihr kann man auch unverholen
Kartoffeln aussem Keller holen,
sich auch mit ihr aufs Sofa legen,
man könnt mit ihr sich auch bewegen,
schön joggen – und recht sportlich sein,
doch das tritt sicher selten ein.

So quäl´ ich mich bei Nacht und Tage
mit dieser einen großen Frage:
Was ist der Jogginghose Sinn?

Ich weiss es nicht.
Ich steck´ nicht drin.
_________________________________________
© Lothar Lange…
…gestern noch dicht.
Heute Dichter.

 


Dieser Beitrag ist eine Wiederholung aus dem Jahre 2019 und daher gebührenfrei.
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Vom Grüßenmüssen.

 

Vom Grüßenmüssen.

Hand LoLange

Leute, die früher ich ungern nur grüsste,
obwohl ich es doch vom Anstand her müsste,
die grüsse ich heut´ gern – weil mit Abstand! – von weitem.
Danke Corona!
So ändern sich Zeiten!

Lothar Lange
Gestern dicht. Heute Dichter.


 

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Ich sammle Schritte.

Ich sammle Schritte.

Ich sammle Schritte.
Und wenn ab und zu
ein Rückschritt dabei ist
ist es gut
etwas ein weiteres Mal zu betrachten.

Schritte sammeln macht erfahren.
Ist ein Mensch, der schon viele Schritte gemacht hat
ein erfahrener Mensch?
Müsste es nicht erschritten heißen?
„Schau mal: das ist ein sehr erschrittener Mensch!“

„Sieh mal: er macht Fortschritte!“
„Aha? Wo will er denn hin?“

Nicht wichtig ist mir
Schritte zu zählen,
wie es viele es tun
um stolz sagen zu können,
dass sie sich bewegt haben.

Na, wenn sie mehr nicht bewegt…

Ich muss weiter.

Lo


..aufgeschrieben im Januar 2019
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Kamera läuft. Und: „Action!“ Die nächsten Filme der Literaturwerkstatt.Ruhr!

Kameras, Scheinwerfer, Tontechnik, dazu kreative Menschen „vonne Ruhr“ mit und ohne Lampenfieber im weltweit einzigen Filmstudio mit eigenem Taubenschlag unterm Dach bei Werner Boschmann in Bottrop:

Dat ist die Literaturwerkstatt.Ruhr!

Jeden Samstag um 20.15 Uhr lässt die Literaturwerkstatt.Ruhr auf ihrem YouTube-Kanal in ihrem Hauptprogramm einen neuen Film mit gelesener, besprochener, zelebrierter, leibhaftiger „Literatur vonne Ruhr“frei.
Im Spätprogramm folgt dann um 22.00 Uhr ein leckerer “Klopps für Genießer”
oder bekannte “Klassiker (vonne Ruhr)”

Nach der jeweilig ersten Veröffentlichung sind die einzelnen Filme jederzeit über YouTube zu sehen. Und es folgen noch weitere…

Alle bisher ausgestrahlten Beiträge auf YouTube ⇒ hier.

 



Ab Samstag, 9. Januar 2021 

Jens Dirksen Hubertus A. Janssen
ab 20.15 Uhr – Hauptprogramm
Schiere Wortzauberei:

Hubertus A. Janssen und Jens Dirksen
fuhrwerken wortmobil
am Lesetisch

Auf YouTube –>HIER!

 

 Lothar Lange Kohlenspott

ab 22.00 Uhr – Klopps für Genießer
Lothar Lange

liest „Köttelbeckentraum”.
Waschechter 
Kohlenspott

Auf YouTube –>HIER!



Programmvorschau
Samstag, 16. Januar 2021 

Lothar Lange Kohlenpott

 20.15 Uhr – Hauptprogramm
Lothar Lange

„Dobsche, dobsche, dralala.”
Über Heimat, Duppa und Gelsenkirchen-Erle.

 

Heinz H Menge

22.00 Uhr – Klassiker (vonne Ruhr)
Heinz H. Menge

über Namensänderungen polnischer
Familien, die ins Ruhrgebiet zogen.
2013 in der Buchhandlung Platzer, Essen-Steele



Programmvorschau
Samstag, 23. Januar 2021  

Hermann Beckfeld
20.15 Uhr – Hauptprogramm
Hermann Beckfeld

Der ehemalige Chefredakteur der Ruhr Nachrichten
liest aus „Beckfelds Briefe”, erzählt von Begegnungen
mit Prominenten und Persönlichkeiten.

 

Zepp Oberpichler

22.00 Uhr – Klassiker (vonne Ruhr)
Zepp Oberpichler

singt „Bea aus seinem
Rock-and-Roll-Roman „Gitarrenblut”.
2009 in der Stadtteilbibliothek Duisburg-Rheinhausen.



Nach der jeweilig ersten Veröffentlichung sind die einzelnen Filme jederzeit über YouTube zu sehen. Und es folgen noch weitere.

Viel Vergnügen – und: bissi Tage!

Lothar (Lo) Lange


www.literaturwerkstatt.ruhr ist ein Service
des Ruhrgebietsverlages Henselowsky Boschmann.
Produziert von [hebo] im Studio für Literatur im Ruhrgebiet, Bottrop.
Mit: Benjamin Bäder, Hermann Beckfeld, Jens Dirksen, Sigi Domke, Michael Hüter,
Hubertus A. Janssen, Margit Kruse, Lothar Lange, Elke Schleich, René Schiering, Siggi Stajkowski, Ilse Straeter, Ulrich Straeter, Adolf Winkelmann, Joachim Wittkowski.
Für Vorschläge, Tipps und Ideen sind wir dankbar.
post@literaturwerkstatt.ruhr

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LITERATURWERKSTATT RUHR. Zweiter Teil.

Kameras, Licht, Mikrophone und das weltweit einzige Filmstudio mit einem echten Taubenschlag unterm Dach bei Werner Boschmann in Bottrop: Das ist die Literaturwerkstatt Ruhr! Literaturwerkstatt Ruhr – Studio für Literatur im Ruhrgebiet Willkommen in der Literaturwerkstatt Ruhr! Jeden Samstag um … Weiterlesen

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Wenn die Bude gerammelt voll ist… …mit Zuschauern, deren anwachsendes Gemurmel man auf der Bühne hinter dem noch geschlossenen Vorhang hören kann, wenn sich das Lampenfieber durch einen höher werdenden Puls bemerkbar macht – und es dann mit einem Schlag … Weiterlesen

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Dieset Jahr is allet anders.

Quo vadis?
Oder, wie man bei uns im Ruhrgebiet sagt:
„Wo gehsse? – Wo willze hin?“

So waret doch, oder?
Jedesmal, wenne früher um diese besinnungslose Zeit durche City gegangen biss, hasse nur noch gehetzte Menschen gesehen: jeder musste ja noch unbedingt irgendwat Wichtiget vor Weihnachten erledigen! Und datt Weihnachten von Jahr zu Jahr immer plötzlicher kommt, dat war ja schon immer is ein echtet Phänomen.

Der Unterschied aber inne Weihnachtszeit is, auch gezz, inne Corona-Zeit, datt die Dunkelheit am Nachmittach einem dat Gefühl gibt, dattet kurz nachem Frühstück schon wieder Abend is.
Und dann denxe: Kerl, is der Tach schon rum?
Verdelli! Ich happ doch noch so viel zu erledigen!
Vor die Feiertage.
Und dann wirsste orientierungslos. Wo fänxe an?

? Dat is dieset Jahr allet anders.

Und wat war et doch früher ein Problem, dat allet inne Reihe zu kriegen, wer die Feiertage inne Familie zu wem kommt!
Sind wir gezz ersten Feiertach bei die Omma? Oder warn wir voriget Jahr bei ihr?
Dann wärn wir gezz dran mitti Omma bei uns.
Gipptet eigentlich noch Kölnisch Wasser oder schenken wir ihr dieset mal Doppelherz? Die Pulle Klosterfrau Melissengeist von letztet Jahr hattze noch gar nich angebrochen. Die Omma. Die brauch auch nix elektrischet.

?Dat is dieset Jahr allet anders. Omma bleibt im Heim.

Jedet Jahr gab et wat neuet Elektrischet.
Watte unbedingt haben musstes!
Ein Jahr waren et die Digitalkameras, danach musstet so´n Plattbildschirm sein, und gezz, passend zur Hektik bis kurz vorm Blutsturz ein Plasmafernseher…
Da blixe nich mehr durch.
Dat kostet nich nur Kohle, dat verbraucht doch auch Strom!

? Dat is dieset Jahr allet anders. Krisse nich mehr: Läden sind zu.
Dat Leem is schwer.

Der Renner aber inne letzte Jahre, dat waren ja die Navigationsapparate, wo man sich von einer freundlichen elektrischen Trulla sagen lassen kann, wo man hin will.
Die Dinger werden nich nur gekauft, sondern auch ausse Autos geklaut auf Deubel komm raus.
Und dat beweist doch, datti Menschheit sich komplett hilflos am verlaufen is – oder se is zu schlicht im Kopp, für um ’ne Straßenkarte zu lesen!
Und ich erinnere mich gezz noch genau daran,  wie noch im vorigen Jahr dat ganze orientierungslose Volk so durche Fress- und Einkaufsmeilen hetzte, und dattet da ein richtigen Bedarf für diese Navigationsapparate gab.
Keiner wusste doch vor lauter  ich-muss-noch-u n b e d i n g t“,
wo er im Leben wirklich hin will.

? Dat is dieset Jahr allet anders.

ehu-21

 

 

 

 

 

 

 

? Dieset Jahr gibtet kein SALE-LUJA.
Dieset Jahr sind die Läden zu. Omma bleibt im Heim, ohne Klosterfrau, aber mit Maske, die sie hochschieben kann, damit man nicht sieht, wie traurig sie ist… Nich wegen der ausgefallenen Pulle Klostergeist, sondern, weil sie einsam is. Und dat tut weh.

? Dieset Jahr is allet anders. Gezz is Besinnung angesacht.

Besinnung?  Ja, Scheibenkleister: wie geht Besinnung?
Hatten wir doch bisher nie. Und Kurse gibtet dafür auch nich.

Gut, datt die Regierung an die Weihnachts-Stress-Süchtigen gedacht hat.
Die stehen gezz alle vore Apotheken inne Schlange, um sich Gratis-Masken abzuholen.

Tja, da hilft auch kein elektrischer Navigationsapparat.
Oder vielleicht doch? Man schaltet verzweifelt dat Gerät ein, tippt dat Wort „Besinnung“ ein, drückt auffen Knopp, und die Trulla sacht dann auf elektrisch:
„Wenn möchlich – bitte entspannen!“

Jau!
Bissi Feiertage!


 

Dieser Beitrag enthält einige gebrauchte Elemente aus dem Vorjahr.?
Man muss ja nicht immer allet wegwerfen. Dieset Jahr is eben anders.

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