Süffisantes Arschlecken.

Luja sog i! Zur Zeit genieße ich die Ammergauer Alpen bei herrlich bayerisch weissblauem Himmel. Wunderschön ist’s hier. Und vermutlich kommen alle Oberammergauer auch einmal in ihren Himmel, denn neben dem fleissigen Planen und Proben für die Passionsspiele (die ‚heuer‘ leider wegen Corona ausfallen) wird hier auf Deubel komm raus fromm gehobelt und herrgottgeschnitzt, was der Wald an Holz nur hergibt.

Das Kloster Ettal ist auch gleich umme Ecke, mit Klosterlikör und fromm klingenden, seligmachenden Schnäpsen. Und die Mönche brauen katholisches Benediktiner-Bier. Alles frommstens und vermutlich dem alten Herrn da oben im Himmi zum G’foin!

Ob aber der Inhaber des Oberammergauer Getränkemarktes einmal in den Himmi kimmt, dös glaub i net.

Schaut selbst, was der da im Angebot hat:

Mei, do legst di nieder.

Luja!, sog i!🥴

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Man muss dem Kopp ´ne Beschäftigung geben…

„Man muss dem Kopp´ne Beschäftigung geben,
damit der Körper keinen Blödsinn macht.“

Diesen Spruch hätte seine Omma immer gesacht, erzählt mir mein alter Freund Friedhelm, mit dem ich heute telefonierte.

Verdelli, und da is wat Wahret dran: früher – is noch gar nicht so lange her – als ich noch „anne Schüppe“ musste, da hab ich ´n Wartezimmer nur sehr selten von innen gesehen. Mein Leben lang hatte ich dat große, und mit Nix bezahlbare Glück, gesund geblieben zu sein, und ich weiss et auch, datt sowat ein großet, und vielleicht auch manchmal unverdientet Geschenk is.

Als ich meinen Ladenschlüssel vor wenigen Jahren an meinen Nachfolger übergab, um „in den wohlverdienten UnRuhestand“ zu treten, gab et von allen Seiten Glückwünsche für de Zukunft , und bei keinem davon fehlte dat Wort ´gesund`:  „Bleiben Se gesund!“ – „Und vor allem: Gesundheit!“ – „Gesundheit und Wohlbefinden!“

Jau. Und gezz?

Gezz happich Zeit, bin vogelfrei und am Staunen, wie schnell sonne Woche um is, obwohl ich donnix Richtiget gemacht habe. Und, wat ich mir nie hätte träumen lassen: datt et mir passiert, datt ich manchmal kurz raten muss, wat für´n Tach is!

Wo war ich stehengeblieben? Ach ja beie Gesundheit.
Also, schomma voab: ich hab nix. Also nix Schlimmet.
Aber gezz, wo ich mehr Zeit hab,  hab ich neuerding – so´n Behälter, für um Tabletten einzuteilen, und ich kenn mich gezz mit verschiedensten Einrichtungsstilen bei Wartezimmern aus.

Komisch. Früher hätt ich schon vom Kopp her für sowatt keine Zeit gehabt.

Wie kam ich gezz da drauf?
Ach ja: Freund Friedhelms Omma ihren Spruch.
Recht hat se, de Omma, oder?

Bissi Tage!
Und: bleibt gesund!
Lo


 

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Das Ruhrgebiet wird 17. Bundesland!


Mein lieber Scholli: dat is gar nicht so einfach!
Dieses tolle Buch kann man nicht erklären: man muss es in die Hand nehmen und sich genüsslich entführen lassen in die Zeit von 2020 bis 2051, der vergangenen Zukunft unseres Ruhrgebietes auf seinem spannenden, erfolgreichen Weg zum Bundesland 17 namens Emscherland.

Kann zu Lächeln und Erstaunen führen. Zugegeben: ich habe mitschreiben dürfen. Hat großen Spaß gemacht, mit Phantasie und Augenzwinkern unser Ruhrgebiet zum 17. Bundesland werden zu lassen.

Neugierig? Stöbert doch mal rein.
Bissi Tage! Lo

Siebzehn spannende Erfolgsgeschichten über die Zeit von 2020 bis 2051 des Werden des ehemaligen Ruhrgebietes zum Bundesland 17

„Fürwahr keine Sage, keine Erdichtung, sondern der Beginn einer einzigartigen Entwicklung. Die manche sogar als „Revolution“ bezeichnen. Die am 1. Mai 2021 mit dem „Sternmarsch auf Schnöseldorf“ begann: Weit mehr als 200 000 von uns zogen recht friedlich vor den damaligen Landtag und forderten Freiheit und Selbstbestimmung.
Seitdem hat die Emscher viel Wasser gesehen, und es ist an der Zeit, die Erfolgsgeschichten
der letzten drei Jahrzehnte (Februar 2020 bis April 2051) zu erzählen. Selbstbewusst, ehrlich, unabhängig.“


Bundesland 17 Start 1

Atlantis rückwärts Neuerscheinung

Atlantis rückwärts
Bundesland 17 (ehemals unser Ruhrgebiet)
gebunden mit Schutzumschlag
Lesebändchen
144 Seiten
14,90 Euro
ISBN 978-3-948566-03-6

Gibt es ab sofort im Buchhandel und hier:

Bücher vonne Ruhr / Verlag Henselowsky Boschmann


Mehr über dieses aussergewöhnliche Buch?

Ebenfalls hier: Bücher vonne Ruhr / Verlag Henselowsky Boschmann


Natürlich kümmere ich mich um die Zukunft.
Ich habe vor, den Rest meines Lebens darin zu verbringen.
Mark Twain (1835 – 1910)

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Kulturkniften! Sowat von lecker!

„Die Sonne schien ihm auf die Kniften, da ging ihm die Sanella stiften!“

Wat ’ne Knifte is? Dat is ’n bei uns im Pott ein Butterbrot mit „ordentlich wat drauf“ (Wurst, Käse oder auch schomma wat Süßet). Egal. Hauptsache richtig gut belegt und schön zusammengeklappt. Für unterwegs, für auffe Arbeit – oder überhaupt: zum Mitnehmen – für´n Hunger zwischendurch. Kannze Dich drauf freuen, macht satt und zufrieden.
So ´ne Knifte, dat is einfach wat „Ährlichet“.

Und genau so isset auch mitte Kulturkniften.
Dat sind literarische Spezialitäten, die et nur hier beim Bottroper Literaturversorger Henselowsky Boschmann gibt, dem Verlag mit den besonderen Büchern vonne, anne und umme Ruhr:

Wie bei ´ner richtig guten Knifte, is bei den Kulturkniften nich nur dat, wat drumherum is, lecker und mit Herz gemacht, sondern auch dat, wat drauf is (auf die Bücher vonne Ruhr übertragen natürlich – wat „drin“ is):
saftig, appetitlich, herzhaft, anregend, humorvoll, geistreich und dabei 100% kalorienarm.
Bis auf die lecker Klümkes, die der Verleger Werner Boschmann bei der Buchbestellung gerne mit dazupackt.

Verdelli, wat soll ich hier weiterschwärmen; am besten, Ihr guckt selbst mal da vorbei:

Klick mal: > KULTURKNIFTEN – BÜCHER VONNE RUHR

prospekt Kulturknifte

Also: lasst et Euch schmecken!
Bissi Tage!
Lo


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August 1961 und der erste Fernseher.

Ich erinnere mich noch sehr genau an diesen 13. August 1961.
Es war ein Sonntag
– und ich war gerade zehn Jahre alt und wohnte mit meiner Mutter in Gelsenkirchen-Erle in einer kleinen Dachgeschosswohnung – ohne Bad, aber mit Klo auf halber Treppe, das wir uns mit anderen Nachbarn teilten.

Nur wenige Tage vor dem 13. August 1961 kaufte meine Mutter beim Erler Radiohändler Heitjohann unseren ersten Fernseher – auf Raten.

Solch eine Neuanschaffung hatte damals etwas von großartiger Erstmaligkeit.

Klar, dass dieser Flimmerkasten schlagartig unser Leben veränderte: endlich waren wir nicht mehr darauf angewiesen, von anderen zum Fernsehgucken eingeladen zu werden oder gar danach zu fragen.
Also verbrachte ich in diesen ersten Augusttagen 1961 beinahe jede mögliche Minute zu Hause – vor dem Fernseher.

Lothar Lange

Und dann überschlugen sich die Ereignisse: schon am frühen Sonntagmorgen war`s im Fernsehen zu sehen: in Berlin ist etwas passiert!

Etwas Furchtbares, etwas, was Angst machte, denn der Generation meiner Mutter und den noch Älteren steckten die Nachwirkungen des Krieges noch spürbar in den Knochen. Man hatte immer Angst davor, dass eines Tages doch noch „der Russe“ kommen könnte.

Und auch wenn ich erst Zehn war, so spürte ich doch an diesem Sonntag, dass die Bilder aus Berlin Angst machten: überall Soldaten, Militärfahrzeuge, LKW mit Stacheldraht. Am Brandenburger Tor wurde die Straße quer aufgerissen. Auf der einen Seite Soldaten aus dem Osten, mit Maschinengewehren – auf der anderen Seite die Berliner Polizei. Dann auch Panzer!

Unser neuer Fernseher blieb nun bis zum späten Abend eingeschaltet, und auch in all den Tagen danach. Es gab nur noch dieses eine Thema: die Ostzone sperrt alles zu – zuerst mit Stacheldraht, und schon wenige Tage später mit Mauersteinen – und lässt niemanden aus dem Osten auf die andere Seite!

Man sieht Panzer, Maschinengewehre – und Menschen, die sich von beiden Seiten hilflos, erschüttert, weinend zuwinken.

Ich erinnere mich noch an dieses Gefühl der Hoffnung darauf, dass „der Ami“ doch bald kommen wird, um in Berlin zu helfen. Und schon wenige Tage später war dann auch der amerikanische Vizepräsident in Berlin an dieser neuen Grenze – und dazu viele amerikanische Soldaten mit Panzern.

Irgendwann später standen sich amerikanische und sowjetische Panzer in Berlin gegenüber, Bilder, die mir unvergessen geblieben sind. Und die Angst der Erwachsenen vor einem möglichen neuen Krieg übertrug sich in gewisser Weise auch auf uns.

Einige Jahre später passierte ich diese „Zonengrenze“ als Westbesucher immer wieder einmal. Hintergrund war, dass ich einen Halbbruder hatte, der 1959 – also lange vor dem Mauerbau – mit seiner Braut von Erle nach Hoyerswerda in die „Ostzone“ zog, dort als Bergmann im Braunkohlengebiet Arbeit fand und eine Familie gründete.

So fuhr ich mit meiner Mutter in den Sommerferien mit Passierschein einige Male in die „Ostzone“. Das Passieren der streng bewachten Zonengrenze mit dem Zug über den Grenzübergang Oebisfelde (Grenzbahnhof der DDR /BRD) war immer spannend, bedrückend und angstmachend zugleich: die Grenzsoldaten hatten ein für uns fremdartiges, feindselig wirkendes Benehmen, es herrschte ein kalter Kommandoton. Und wir spürten, dass wir ihnen ausgeliefert waren: alles, was wir dabei hatten, war zu öffnen, selbst Kaffeebohnen mussten auf die Abteilsitze ausgeschüttet werden, Hosentaschen waren zu leeren. Alle Reisenden hatten den Zug dann zu verlassen und wurden in eine Baracke geführt, während die Grenzer nun den Zug mit unserem Gepäck darin vermutlich auf links drehten.

Diese bedrückende Atmosphäre an der DDR-Grenze hat sich nie verändert, auch später nicht – per Auto – bei Helmstedt. Man hatte stets das Gefühl, für irgendetwas verhaftet, bestraft, oder zurückgeschickt zu werden.

Immer waren es Reisen – wie in ein anderes, wirklich fremd wirkendes graues, ärmliches Land, dessen einzige Farbtupfer die weißen Parolen auf rotem Grund, wie: „Vaterland – Frieden. Sozialismus – wir siegen!“ waren, die an den grauen, tristen Fassaden hingen. Dafür waren aber die Menschen, Nachbarn und Freunde meines Bruders von einer angenehmen Fröhlichkeit, bescheiden und pfiffig zugleich, und manchmal auch flüsternd aufmüpfig…. Man wusste ja nie, wer mithört.

Die Mauer – der 13. August 1961.
Unglaublich, dass das nun schon 59 Jahre her ist.
Meine Freude über die Bilder des Mauerfalls 1989 war unbeschreiblich.
Gänsehautgefühle mit Kloß im Hals.

Und das war gut so.

Lo.

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Geile Strippen.

Ui ui ui !
Ich habe ganz stark den Verdacht,
dass Kabel und Stecker ein stark ausgeprägtes Sexualleben haben – und dieses auch ausleben. Heimlich.

Sie treiben es in der schützenden Dunkelheit verschlossener Schubladen.
Jedes mit jedem!

Oder wie ist es zu erklären, dass Kabel, wenn sie einfach so, lose in eine Schublade gelegt werden, schon nach kurzer Zeit – ohne äußeres Zutun – immer wieder so eng umschlungen und miteinander verknotet anzutreffen sind, wenn man die Schublade öffnet?

Verdelli! Diese kleinen geilen Strippen…!

 

 


Header-Bild von Jiradet Inrungruang auf Pixabay

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Gescheitert?

Tja, ich weiss et nich:
ich dachte, datt dat eine coole, zündende Geschäftsidee gewesen wäre,
aber momentan scheint dat Geschäft nich richtig zu klappen.

Brennholzverleih

Muss am Wetter liegen.


 

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Maria? Mia? Oder watt?

Uff, soeben bin ich zurück – und immer noch völlig ergriffen.
Ich war noch nie in meinem Leben an einem Wallfahrtsort – zumindest nicht dann, wenn Pilger zuhauf ehrfurchtsvoll und andächtig diese ihnen heiligen Stätten aufsuchten, denen ja besondere Wirkung zugesprochen wird, wie Heilung von Krankheiten oder rätselhafte, lebensverändernde Erscheinungen.

Header Spirit

Ich, der 1978 amtlich meinen Unglauben an die Wirkung von Kirchensteuer habe feststellen lassen, muss zugeben, dass ich mich beim Betreten der heiligen Stätte still verhielt – und mich beinahe nicht traute, einen Fuß vor den anderen zu setzen, um nur keine Geräusche zu machen. Immerhin wollte ich die besondere Stimmung dieses Raumes nicht durch meine unwürdige Anwesenheit zerstören. Es hat auch mit meinem Respekt für Andersgläubige zu tun.

Und so beobachtete ich meine Mitmenschen, die vermutlich so viel auf sich genommen haben, um aus der ganzen Republik hierher zu kommen.
Und ich sah ihnen ihre Freude, ihre Ergriffenheit, ihr Glück und ihren Glanz in den Augen an: Junge und Alte, Väter mit ihren Kindern, auch Mütter – wie sie die dort angebotenen Devotionalien betrachteten, zaghaft berührten und ganz bei sich waren, vermutlich mit dem inneren Bild vor den Augen, einen – oder mehrere – dieser heilsversprechenden Gegenstände zu erwerben und heimzubringen, um sich dort an ihnen zu erfreuen, sich mit ihnen nahe derer zu wissen, die sie verehren und deren Bilder hier an diesem Ort überall zu sehen sind.

Und: las ich da in großen Letter nicht: „Maria! Santa Maria!“???
Als ich näher hinsah, stand dort nur  „Mia san Mia!“
Vermutlich eine moderne Kurzform der Anbetung – von der ich als Heide natürlich nichts wissen konnte.

Wat soll ich sagen? Ich kaufte auch etwas.
Nicht für mich, sondern für einen Freund, der mich darum bat, weil er weit weg von Oberhausen wohnt, dem einzigen Wallfahrtsort dieser Art außerhalb des weiss-blauen Freistaates im Süden.
Eine Devotionalie, die ihm Schutz und Sicherheit schenkt, wenn er sie bei sich hat und trägt. So glaubt er – und ich wünsche es ihm von Herzen, dass sie wirkt.

Bayernschutz

Bissi Tage!


 

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Tofften Buchtipp: Ruhrgebietssprache

„Kumma, da kommt der Willi – und gezz hatter auch noch seine Kampfschnake im Arm. Kär, wat hat die dünne Kackstelzen, an die is donnix dran, dat is ja´n richtiget Luftkottlett, aber wat willze machen: dat muss Liebe sein, wenne mich frachss!

Jau! Die Ruhrgebietssprache ist schon ein wenig deftig. Dafür auch ehrlich und sehr herzlich. Keine Frage: sie ist der schönste Dialekt der Republik.

Ich bin mit ihr aufgewachsen. In Gelsenkirchen – mit langezogenem „iiiieee“.  Im Schatten der Zeche Graf Bismarck. Ärmlich, aber nicht unglücklich. Mit Pisspottschnitt, Kohleofen, Zinkbadewanne für Samstachs, Gemeinschaftsklo auf halber Treppe und „nix inne Mauken“ (ein bissken schwächlich), einerseits frech wie Dreck, andererseits mit ordentlich Schiß vor dem Bullemann. Und mit Zuckerbrot (auf Margarine).

Jeder Tacken (Groschen) wurde anne Selterbude (Trinkhalle/Kiosk) in Klümmkes (Bonbons) umgesetzt. Und wenn einmal im Monat bei den Erwachesen „Kapinskifest“ war (Geldtag/Lohnauszahlung), dann stand Bier und Schabau (Schnaps) auffem Tisch – und et fiel auch immer igendwat Süßet für uns Blaagen ab. Verdelli, lange her.
Huch! Ich schweife ab.

Wo war ich stehengeblieben`? Ach ja: Ruhrgebietsdeutsch.

Wer auf sehr amüsante Art (fast) alles über die Ruhrgebietssprache erfahren möchte, dem lege ich dieses tolle Werk von Werner Boschmann ans Herz. Es enthält nicht nur eine riesige Sammlung hiesiger Ausdrücke, sondern durchaus auch Liebliches, oder „die zehnstufige Liste der ruhrdeutschen Trunkenheitsgrade“,  sowie „die wichtigsten Beleidigungen“ – und sooooooo viel mehr. Herrlich.

Für mich ist es ein Buch, das ich lange schon stets griffbereit in meiner Nähe habe, wenn ich mich erinnern (oder mal „beömmeln“) möchte…

Kurzum: dat Buch is wirklich wat für´t ganze Leben, kostet beim Verlag selbst nur € 9,90 – kein Porto – und: Werner Boschmann legt noch ´ne Tüte „Klümmkes“ dazu.

Gibt es hier: BÜCHER VONNE RUHR

Ruhrgebietssprache BUCH

Werner Boschmann
Lexikon der Ruhrgebietssprache
von Aalskuhle bis Zymtzicke
Mit einer Revier-Grammatik und
den Höhepunkten der deutschen Literatur
– in reinem Ruhrdeutsch –

144 Seiten, gebunden, mit vielen Fotos;
ISBN 3-922750-01-X
12. veränderte, Auflage
9,90 €

Dieses Standardwerkes spiegelt die aktuellen und aktuellsten Veränderungen des wichtigsten Dialektes, den der deutsche Sprachraum besitzt, wider. Und so enthält die Neuauflage des Lexikon der Ruhrgebietssprache unter anderem:

• Vollständige Grammatik der Ruhrgebietssprache
• Erstmalig die zehnstufige Liste der ruhrdeutschen Trunkenheitsgrade
• Die Revier-Beleidigungsstufen mit 241 exakt zugeordneten Beleidigungen
• Liebliche Bezeichnungen von Lappes bis Etteken
• Wichtige Gesprächsregeln für Anfänger und Fortgeschrittene
• Die Höhepunkte der deutschen Literatur
• Eine kleine Geschichte des Ruhrdeutschen von Dirk Hallenberger
• NEU Ratgeber für Lauschepper – Erfolgreich bestechen im Ruhrgebiet

Fotos: Verlag Henselowsky Boschmann

Ich empfehle das Buch privat und unentgeltlich,
weil ich es einfach so gelungen finde
und meinen Spaß daran teilen möchte.

Bissi Tage!

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Freispruch für die Hexen.

Hexenhut Verdelli, war dat ´ne schlimme Zeit!
Und dat Oberschlimme dabei is, datt ich ´n ganz falschen Verdacht hatte!
Jau! Und der Schuss ging ja sowatt von daneben!
Wobei: et war ja keiner.
Also: kein Schuss!
Und auch keine Hexen.
Et fand überhaupt kein Schusswechsel statt!
Ich lag aber wochenlang Tach und Nacht wie angeschossen mit Schmerzen inne Gegend rum, hab mehrere Ärzte vor ein unlösbaret Rätsel gestellt, die mich in laute Röhren stoppten und mir dann mit Morphinen die buntesten Träume verschafften, aber die Piene!*), die krichten se – auf Deubel komm raus – nich weg.
Und die waren nich ohne.
Verdelli, wat happich da auffe Hexen geschimpft!
Gezz muss ich mich aber bei alle Hexen entschuldigen: Ihr wart dat gar nich.
So gerne mir dat auch Leid tut – aber Ihr seid unschuldig.
Nix für ungut.
Könnt weiterfliegen.

Bissi Tage!


*) Piene (auch: Pinne)
Schmerzen; z. B. Zahnpine/Zahnpiene = Zahnschmerzen;
Kopppine/Kopppiene = Kopfschmerzen
Guck mal hier:
Auszug aus: Ruhrgebietssprache.de

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