Himmlisch. Backfrisch.

Damit auch pünktlich im August das Weihnachtsgebäck bei Aldi im Regal liegt, fangen die Engelkes schon jetzt mit Backen an.

Abendhimmel über dem Ruhrgebiet

Die geflügelte Bäckertruppe ☁️ 😇 ☁️im Himmel überm Ruhrgebiet ist übrigens ausschließlich für die schwatten Dominosteine zuständig.

Und Aldi macht die Kohle.

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Willkommen bei den Jüngern der Schwarzen Kunst! (Buchempfehlung)

Bloggerfreund JULES VAN DER LEY  beschenkt die Welt wieder mit einem neuen Buch.

Wer seine Blogbeiträge unter https://trittenheim.wordpress.com/  kennt, wird mir zustimmen: seine Art, zu schreiben, ist bewundernswert und unterhaltsam.

Hier nun sein druckfrisches neues Werk:

Willkommen bei den Jüngern der Schwarzen Kunst!


Hinweis Unbezahlte Werbung:
Das ist mir wichtig: wenn ich hier hin und wieder ein Buch beschreibe, das mir gefällt, so geschieht dieses stes ohne wirtschaftliches Interesse meinerseits, ohne Beeinflussung meiner Meinung und grundsätzlich ohne Gegenleistung, ausser vielleicht, dass die Freude der Autoren/ der Autorin/nen darüber mein ach, so altes Herz erfreut. Alles klar?

Bis die Tage!

 

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Gemeiner Bankbeschiss im Allgäu!

Verdelli, is dat schön: die Landschaft hier im Allgäu ist in den Tälern sanft hügelig, grün, umgeben von hohen, teilweise noch schneebedeckten Bergen, von denen kleinere Wasserfälle herunterrauschen, es murmeln Bäche, Kühe grasen friedlich, der Himmel: bayerisch weiss blau. Die Bauern nutzen die Sonnentage, ihre Wiesen zu mähen, das Schnittgut zu wenden und es trocken in die Scheunen zu bringen. Es duftet nach Wald und Heu.

Idylle pur – möchte man meinen. Doch auch hier im weissblauen Almenparadies schlägt das Verbrechen zu.

Tatort: eine Bank der Gemeinde Ofterschwang im Allgäu. Tatvorwurf: Schlimmer Bankbeschiss. Täter: unbekannt. Vermutlich aber kein Einzeltäter.

Hier der Tatort kurz nach der Entdeckung:

Eindeutig: Bankbeschiss.

Dreist: der – oder die Täter scheinen sich kackfrech weiterhin in Tatortnähe aufzuhalten.

Hier der vermutete Unterschlupf der kriminellen Bande:

Sachdienliche Hinweise zur Ergreifung der Täter an jede waldpolizeiliche Behörde Bayerns.

Lo.

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Helmut Rahn – Mein Hobby: Tore schießen. Spannend und lesenswert.

Verdelli, es kommen schwere Zeiten auf mich zu.
Die Droge Fußball wird die ansonst normalen, liebenswerten Menschen um mich herum in ihrem Griff haben: sie werden den Kick beim Kickengucken erleben, ihre Gesichter bemalen, wehrlose Kleinkinder und Hunde in bunte Trikots zwängen, ihre Autos beflaggen, hoffen, zittern, schreien, fluchen, sich in den Armen liegen, und wenn´s ganz schlimm kommt, ihre Fernsehgeräte aus den Fenstern werfen.
Und ich?
Was macht man nur an diesen Tagen, wenn man von Fußball nur wenig versteht?
Auswandern? Wohin?
Werde ich ab Mitte Juni von der Gesellschaft überhaupt wahrgenommen?
Droht mir die Vereinsamung?
Ich würde gern teilhaben an der Leidenschaft der anderen. Klappt aber nicht.
Ich würde nur dumme Kommentare abgeben oder an der falschen Stelle jubeln.
Gut, ich könnte mich nützlich machen: Bier holen und Knabbergebäck, am Grill auf die Würstchen aufpassen, aber so richtig würde mich das nicht ausfüllen.

Und doch hat mich das Thema Fußball seit einigen Wochen nun tatsächlich auf ungewöhnliche Weise erreicht. Nicht das aktuelle Kicken, sondern die absolut spannende Geschichte eines jungen Mannes aus Essen – drei Brüder, Vater auffem Pütt, Fußball im Kopp – und der nicht „auf Zeche“ musste, weil er so gut kicken konnte. Der sich mit einem einzigen Torschuss unsterblich gemacht hat: Helmut Rahn mit dem 3:2 im Weltmeisterschafts-Endspiel 1954 Deutschland gegen Ungarn. Ich war damals Drei…

Dass ich einmal ein Buch über einen Fußballer lesen würde? Unmöglich.
Aber das, was Helmut Rahn über sein Leben so lebhaft beschrieben zu Papier gebracht hat, ließ mich an diesem Buch förmlich kleben: da ist so viel Ruhrgebiet von damals drin, so viel Leben. Ich habe kaum bemerkt, dass auch Fußball mit dabei war. Und ich bin „drangeblieben“, bis zur letzten Seite, auf der jemand nach Helmut Rahns Beerdigung in Holsterhausen beim Pils murmelt: „Er war zwar Weltmeister, aber doch einer von uns.“

Meine sportkundige Familie wunderte sich: „Oh, er liest ein Fußballbuch, passt auf, bald will er mitreden!“
Nö, aber die Lebensgeschichte von Helmut Rahn, den sie den „Boss“ nannten, hat mich schon ganz schön in ihren Bann gezogen.

HELMUT RAHN
Geboren am 16. August 1929 in Altenessen;
1953 Heirat mit Gerti;
1954 Geburt seines Sohnes Uwe;
1956 Geburt seines Sohnes Klaus;
1965 Ende der Fußballerkarriere.
Gestorben am 14. August 2003;
Helmut Rahn ist auf dem Margarethenfriedhof in
Essen-Holsterhausen begraben.

Helmut Rahns Autobiografie, die 1959 zu ersten Mal unter dem Titel „Mein Hobby:Tore schießen“ erschien, ist – 2014 als neue Auflage beim Verlag Henselowsky Boschmann erschienen. Aufrichtige Empfehlung.

Hier eine kleine filmische Vorstellung des Buches:

Helmut Rahn
„Mein Hobby: Tore schießen“
Die Autobiografie vom „Boss“

Mit Vor- und Nachwort von Hermann Beckfeld
264 Seiten | gebunden mit Lesebändchen |
14,90 €
ISBN 978-3-942094-40-5

Verlag Henselowsky Boschmann


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Das ist mir wichtig: wenn ich hier hin und wieder ein Buch beschreibe, das mir gefällt, so geschieht dieses stes ohne wirtschaftliches Interesse meinerseits, ohne Beeinflussung meiner Meinung und grundsätzlich ohne Gegenleistung, ausser vielleicht, dass die Freude der Autoren/ der Autorin/nen darüber mein ach, so altes Herz erfreut. Alles klar?

Bis die Tage!

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Doris war billiger. Und die Haare länger. Damals.

Wat ein Glück:
ich hab et nich so mit dem Alter – oder mit dem Älterwerden. Wirklich nich.
Selbst, als ich zum zweiten Mal fümmendreissig wurde: et machte mir wirklich nix aus.
Gut, schöner wirsste nich, dafür aber gelassener. Und datt sich dat Haupthaar so langsam verdünnisiert hat, is auch nich schlimm. Und auch da hab ich Glück: et ist bei mir nich, wie bei Anderen, auffen Rücken oder inne Ohren abgewandert, sondern einfach nur nich mehr da, bis auffen kleinen Rest, der sich nich trennen kann.
Damals hatte ich – et war die Zeit der Beatles – eine richtige Matte. Und immer `n Kamm inner Tasche. Die Matte musste ja liegen. Die etwas Älteren, die mit Elvis aufgewachsen sind, hatten auch immer ´n Kamm inner Tasche, und „Brisk“ für die Tolle vorne. So ´ne fettige Haarcreme aus der Tube. „Brisk“ – auf Englisch bedeutet ja „lebhaft“. Komisch, dabei wurde die Elvis-Tolle von dem Zeug allet andere, als lebhaft, nämlich bretthart und absolut unzerstörbar.
Wem „Brisk“ zu teuer war, der nahm „Doris“. Doris war wie Brisk, aber vom „Albrecht-Diskont“ und billiger. Und bei Doris war mehr „Kletsche“ inner Tube. Der eingeschmierten Tolle war dat egal: die stand. Und dat war wichtig.
Meine Beatles-Matte war jedenfalls fettfrei, und die musste ich ganz schön gegen die Erwachsenen verteidigen, weil et sich nich gehörte, datt Haare über die Ohren wuchsen: „Geh ma nachem Friseur!“
Mit Matte krissteste automatisch den Stempel „Gammler“ aufgedrückt: aus so einem konnte donnix werden. Ja früher, da hätte et sowatt nich gegeben! Da gab et noch Ordnung! – Gehorrsamm! – Disziplin!
„Warte mal ab, wenn erssma nachem Barras kommss, da lernste dat!“

Nix da! Et kam die ScottMcKenzie-SanFrancisco-FlowerPower-Zeit, da wurde die Matte noch viel länger und unsere Buxen hatten Blümchenmuster. Jawoll!

Metamorphose :-)

Wir trampten von Gelsenkirchen nach Amsterdam und probierten aus, wat verboten war.
Mein erstet Probieren ging im wahrsten Sinne fast in die Blümchenhose, so kotzübel war mir. Mein Glück! Nee, nie wieder! Aber ich konnte mitreden. Mit meiner qietschgelben Ente (Citroën „Döschwo“) schaukelten wir sommer-wochenends zur holländischen Küste nach Zandvoort, feierten am Strand die heiße Musik der weit draußen auf der See ankernden Piratensender* bei lekker Patat speciaal, Grolsch oder Heineken.
Dat war unser San Francisco!!!
Kerl inne Kiste, wat war dat eine wilde Zeit!

Wie komm‘ ich überhaupt auf die Erinnerungen?

Ach ja, weil mir neulich diese knuffige Postkarte vor die Linse kam:

Gezz mal ehrlich: da stimmt doch wat nich, oder?


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Jesse Krauß – Gasometerträume

Vor zwei Jahren stellte ich hier den Gelsenkirchener Künstler Jesse Krauß vor, der sich als Grafiker, Zeichner, Designer, Filmemacher, Illustrator und sogar als Schauspieler nicht nur im Ruhrgebiet einen Namen gemacht hat, vor. Ich mag und bewundere, was er mit Tusche aufs Papier zaubern kann.


Als ich heute das aktuelle Magazin „Metropole Ruhr“ durchblätterte, fand ich zu meiner großen Freude auf der Seite 30 eine ganzseitige, herrlich gelungene Karikatur von Jesse Krauß, die den Oberhausener Gasometer im Jahre 1953 zeigt, auf dem sich zwei Arbeiter gerade bei ihrer Butterpause ziemlich „verrückte Zukunftsgedanken“ zurechtträumen: was man wohl alles mit der „Tonne“ machen könnte, so irgendwann, in ganz ferner Zukunft…

Und alles ist wahr geworden…

Großartig. Oder?

Bis die Tage!

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Weltuntergang und Klopapier.

Verdelli! Wenn heute wirklich der Weltuntergang stattfände, wäre es doof:
ich hab noch so viel Klopapier aus der Coronazeit übrig.

Vielleicht geht ja alles gut.

Falls ja:
dann bis die Tage!

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Bücher.

 

 

BÜCHER.
von Hermann Hesse

Alle Bücher dieser Welt
bringen dir kein Glück,
doch sie weisen dich geheim
in dich selbst zurück.

Dort ist alles, was du brauchst,
Sonne, Stern und Mond,
denn das Licht, wonach du frugst,
in dir selber wohnt.

Weisheit, die du lang gesucht
in den Bücherein,
leuchtet jetzt aus jedem Blatt –
denn nun ist sie dein.


 

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Lachen, Streiten & Lauschen. Am 7. Juni 2024 – in der Buchhandlung Platzer in Essen-Steele. Wer kommt?

Am 7. Juni 2024, einem Freitag, darf ab 20 Uhr in der Essen-Steeler Buchhandlung Platzer herzlich gelacht und leidenschaftlich gestritten werden.

Adolf Winkelmann ist Filmemacher, seine „Abfahrer“ und „Jede Menge Kohle“ sind Klassiker, und seine „Fliegenden Bilder“ auf dem Dortmunder U sind das Wahrzeichen der Stadt.

Lothar Gräfingholt, seit kurzem grauhaariger Jungautor („Die Colliers der Kanzlerin“) lebt in seiner Geburtsstadt Bochum. Sein beruflicher Mittelpunkt befand sich in der Nachbarstadt Essen. Hier war er mitverantwortlich für den Bau des Wahrzeichens „RWE-Turm“. Er stellt dazu fest: „Die Antenne ist keine Antenne…“

Werner Boschmann, engagierter Taubenzüchter und Buchverleger, hat sein Leben weitestgehend in Bottrop verbraucht.

Winkelmann, Gräfingholt und Boschmann lachen und streiten echt gerne und möchten dies mit den Gästen der Veranstaltung in der wunderbaren Buchhandlung Platzer tun, und zwar über Behauptungen, die unser Ruhrgebiet betreffen.

Lachen und streiten Sie mit?

Dann melden Sie sich bitte bei Annemarie Platzer unter Info@platzer-buch.de
Oder telefonisch 0201-511145.

Freitag, 7. Juni 2024  ab 20.00 Uhr.
Westhoffsche Buchhandlung Platzer
Paßstr. 32
45276 Essen-Steele

PS: Kleiner Vorgeschmack, über welche Behauptungen wir* lachen und streiten möchten:

1) „Das Land zwischen Rhein und Ruhr wird eine einzige europäische Großstadt werden, in der alles Neue, alles Entscheidende geboren wird, nicht nur auf dem Gebiet der Technik, sondern auch auf dem der Kunst.“
(Lisa Tetzner: „Im Land der Industrie zwischen Rhein und Ruhr“)

2) „Das Ruhrgebiet hatte immer Lust auf Zukunft, um dann festzustellen, wie schnell die Zukunft Gegenwart wurde und bald schon Vergangenheit war. Allein auf die Industriekultur können wir die Zukunft nicht aufbauen. Es braucht mehr.“
(Lothar Gräfingholt, aus dem Buch „Ruhrgebiet. Über uns!“)

3) „ Kann mir mal einer sagen, warum ich überhaupt noch hier bin?
’Das ist eine Dialogzeile aus ´Die Abfahrer’, die mich über Jahrzehnte begleitet hat. Wer hier lebt und es sich leisten kann, der denkt in regelmäßigen Abständen ans Abhauen. Das Ruhrgebiet ist einfach nicht für Künstler gemacht. Als Filmemacher ist man in einer Stadt wie Dortmund der Exot und wird nicht unbedingt liebgehabt.“
(Adolf Winkelmann, im Buch „Die Bilder, der Boschmann und ich“)


Das alles verspricht, ein herrlich lebhafter Abend zu werden, denn:
die Mischung* macht’s!
Sehen wir uns?

* Winkelmann, Boschmann, Gräfingholt

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Kennze noch Connebeff?

Verdelli, manche Begriffe aus der Kindheit bleiben für immer im Kopf
und fallen einem irgendwann spontan auch wieder ein.
Zum Beispiel „Connebeff!“
Genau so sprachen wir es damals im Ruhrgebiet aus.
Gab, und gibt es auch immer noch, in eckigen Dosen.

War wohl auch billiger, als richtiger Wurstaufschnitt.
Mochte ich als Kind sehr gern: ´ne Knifte mit Connebeff.
Knifte, Dubbel oder auch Butterbrot.
Obwohl da nie Butter, sondern Margarine drauf war.

Connebeff.

Mag ich immer noch. Hin und wieder.
Aber nicht mehr aus der Dose.
Und heute natürlich als Corned Beef.

Man hat sich ja zwischenzeitlich weitergebildet…

 


Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Corned-beef-1.jpg   CC BY-SA 3.0
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