23. April 2026 – Mit dem Kulturschiff Herne auf „Crashkurs Ruhrgebiet“. Wer kommt mit?

Verdelli, das ist eine „Kreuzfahrt“, auf die ich mich ganz besonders freue, und für die ich sehr gerne die Reklametrommel rühre!  Schon allein, weil sie über „meinen“ Rhein-Herne-Kanal führt, an dessen Ufer ich in meiner Jugendzeit so manchen Sommer verbrachte, ihn nicht nur unzählige Male durchschwommen bin, sondern dort verbotenerweise auch vorbeifahrende Lastkähne geentert habe, um auf ihnen von Erle bis Wanne mitzufahren, und von dort wieder mit einem anderen Gegenschiff wieder zurück. Wie gefährlich das war, haben wir verdrängt. Dicker, schmieriger Teer an Haut und Badebuxen war danach nur mit Benzin wegzubekommen, und zu Hause auch schwer zu verheimlichen.

Beim „Crashkurs Ruhrgebiet“ mit dem Herner Kulturschiff am Donnerstag, 23. April 2026 muss man sich keine Sorgen um seine Kleidung machen. Alles bleibt trocken, es sei denn, man verdrückt ein Freudentränchen über das, was der Abend an Bord an Heiterkeit verspricht.

Ewigkeitskosten, besondere Umgangsformen, Omma und Oppa und Verwaltungsfilz – diese und viele weitere ruhrgebietsrelevante Schlagworte behandelt der erfolgreiche Sammelband „Crashkurs Ruhrgebiet“, der im letzten Jahr beim Bottroper Verlag Henselowsky Boschmann erschien.

Zusammen mit den Autoren Adolf Winkelmann und Werner Boschmann führt der WAZ-Kulturredakteur Jens Dirksen das Publikum durch einen Abend voller Heiterkeit und neuen Perspektiven auf die Metropole Ruhr.

Donnerstag, 23. April 2026
Vorverkauf: 12 Euro (in den Bibliotheken Herne und Wanne)
Abendkasse: 14 Euro
Einlass: 18:30 Uhr | Abfahrt: 19 Uhr

Anleger Kulturpark Unser Fritz
Zur Künstlerzeche 10, 44653 Herne


Interessante Persönlichkeiten führen durch den Abend, während das Schiff über den Rhein-Herne-Kanal fährt:

Jens Dirksen

Jg. 1964, Chefreporter Kultur, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, NRZ, WP, WR, IKZ – schreibt seit Jahrzehnten über Kultur im Ruhrgebiet für die WAZ und über Literatur für text + kritik.


Adolf Winkelmann

Filmemacher, Regisseur, Autor und Erfinder, geboren 1946 im sauerländischen Hallenberg, aufgewachsen in Dortmund, Kunststudium in Kassel.
Auf Festivals in Knokke, Rotterdam, New York und Paris gilt Winkelmann als Protagonist des europäischen Experimentalfilms. 1967 überrascht er mit dem ersten Selfie-Video der Welt. Er gewinnt den Josef-von-Sternberg-Preis in Mannheim und den „Großen Preis von Oberhausen“.
1975 kehrt Adolf Winkelmann ins Ruhrgebiet zurück. Es entstehen seine ersten Kinofilme „Die Abfahrer“ und „Jede Menge Kohle“, beide ausgezeichnet mit dem Bundesfilmpreis.
1993 konzipiert und gründet er das erste digitale Filmtonstudio Europas in der ehemaligen Maschinenhalle der Zeche Dorstfeld.
1989-1996 Für seine internationalen TV-Thriller erhält er zweimal den Grimme-Preis.
EXPO2000 Winkelmann porträtiert in seiner Film-Installation “DEUTSCHLAND.PICT” auf 35 Leinwänden die deutschen Bundesländer.
2008 Der zweiteilige TV-Film “Contergan” wird mit dem Deutschen Fernsehpreis, der Goldenen Kamera und dem Bambi ausgezeichnet.
2010 Start der dreiteiligen Filminstallation „Fliegende Bilder“ am und im Dortmunder U.
2016 Spielfilm „Junges Licht“. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Ralf Rothmann. Hauptpreis beim Kirchlichen Filmfestival Recklinghausen im März 2016.

Winkelmann ist Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, Mitglied der European Film Academy, Gründungsmitglied der Deutschen Filmakademie in Berlin.
Für seine außergewöhnliche Medienarbeit wird er 1996 mit dem Verdienstorden des Landes Nordrheinwestfalen und 1999 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.


Werner Boschmann


lebt seit seiner Geburt im Jahre 1951 in Bottrop; Leidenschaften: Bücher über das Ruhrgebiet und Brieftauben. Autor und Verleger. Bücher vonne Ruhr. Literaturversorger fürs Ruhrgebiet. Mehr verrät er nicht.



Ich freue mich drauf, und bin gespannt.
Vielleicht sehen wir uns ja an Bord?

 


*Unbezahlte Werbung.


Donnerstag, 23. April 2026
Vorverkauf: 12 Euro (in den Bibliotheken Herne und Wanne)
Abendkasse: 14 Euro
Einlass: 18:30 Uhr | Abfahrt: 19 Uhr
Anleger Kulturpark Unser Fritz
Zur Künstlerzeche 10, 44653 Herne
Karten im Vorverkauf gibt es hier:
Bibliothek HERNE
Willi-Pohlmann-Platz 1 (Kulturzentrum)
44623 Herne – Telefon: 0 23 23 / 16 – 28 01
E-Mail: stadtbibliothek@herne.de
Bibliothek HERNE-WANNE
Wanner Straße 21
44649 Herne – Telefon: 0 23 23 / 16 – 32 61
E-Mail: stadtbibliothek@herne.de
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„Buchhandlungen sterben leise…“ Die wunderbaren Wärmestuben für den Geist werden immer weniger.

Ich gestehe, ich habe einen Tick.
Und: „nein Danke!“ – ich wünsche keine Hilfe, keine Tipps, wie ich ihn wieder loswerden könnte, denn ich mag meine Macke: schon seit meiner Kindheit liebe ich es, in Schreibwaren- und Buchläden zu stöbern.
Meine „ersten Male“ waren die Buchhandlung Franz Weber und das Schreibwarengeschäft Lechtenberg in Gelsenkirchen-Erle. In beiden Geschäften versorgte ich mich schon als Kind mit alledem, was ich für die Schule oder zum Schmökern brauchte.
Das erste „richtige“ Buch, dass ich mir als sieben-jähriger Knirps ganz alleine bei Franz Weber aussuchen durfte, handelte von einer Familie, die mit ihrem Volkswagen in Urlaub fuhr. Ich hütete es wie einen Schatz.
Später kamen auch viele andere Bücher hinzu, und es war immer so schön still in der Buchhandlung. Dazu der heimelige Duft von bedrucktem Papier und Tinte. Eine Atmosphäre, die ich schon als Kind als behaglich empfand, obwohl ich diesen Ausdruck damals bestimmt noch nicht kannte.
Diese beiden Läden meiner Kindheit gibt es schon sehr lange nicht mehr, und es ist so traurig, dass immer mehr dieser kleinen Buchhandlungen ihre Türen für immer schließen. Weil sie es müssen.

Geruch ist ja ein besonders starker Erinnerungsträger, und es gibt ihn ja noch, diesen wunderbaren Bücherladenduft.
Doch ich fürchte, die Möglichkeiten, ihn weiterhin zu genießen, werden immer seltener.
Die persönliche, maßgeschneiderte Beratung, das Austauschen über Lesevorlieben, beinahe wie ein Gespräch mit einem Freund oder einer Freundin. Und nicht zu vergessen die Veranstaltungen: Lesungen mit Autoren, signierte Exemplare, Gespräche hinterher, in denen man über das Gelesene ins Gespräch kommt.

Wie seelenlos dagegen ist doch die Abwicklung beim Onlinehandel: Suchen, bestellen, bezahlen, warten. Kein persönlicher Austausch , kein Duft, kein nettes Gespräch über einen Lieblingsautor.
Der Preis für diese Bequemlichkeit ist hoch, denn wenn unsere kleinen Buchläden vor Ort schließen, gehen uns geliebte Treffpunkte für Lesefreude, Inspiration und Nachbarschaft für immer verloren.
Der Onlinehandel, der aktuell sogar viele Tausend Menschen entlassen will, kennt keinen Bücherladenduft, keine Atmosphäre oder nachbarschaftliche Begegnungen.

Nur, wenn wir unsere Bücher vor Ort kaufen, besteht die Chance, uns diese wunderbaren „Wärmestuben für den Geist“ in denen Stille, Duft und Austausch weiterexistieren, zu erhalten.

Als vor einiger Zeit ein traditionsreiches Gelsenkirchener Buchgeschäft Kunden, Autoren und Freunde einlud, um mit ihnen gemeinsam den letzten Tag dieses mehr als achtzig Jahre existierenden Ladens zu begehen, hatte ich die Idee, ganz viele dieser kleinen Mini-Glasfläschchen, die man mit einem Korken verschließen kann, mitzubringen, damit jeder dort noch einmal diesen wunderbaren Duft für sich einfangen kann. Denn dieser Duft wird immer seltener, wenn wir nichts dagegen tun.

Und: was mache ich dann mit meinem Tick?
An der Tastatur zu schnüffeln, ist bestimmt kein Ersatz, oder?

Bis die Tage!


Hinweis: das Bild des „eingemachten Buchladens“ ist KI-erzeugt.
Lothar Lange
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Tipp vom Wassermann persönlich.

So ist es, wenn man einmal für wenige Tage nicht nach seinem Blog schaut:
schon verpasst man so tolle Reaktionen, wie diese hier von Blogfreund Lutz Prauser, der Bücher schreibt – und „mal als Zwetschgenmann – mal als Wassermann“ seinen lesenswerten Blog Zwetschgenmann.de betreibt.

Sein Beitrag https://zwetschgenmann.de/mediatipps-59-crashkurs-ruhrgebiet/ erfeut mein ach so altes Herz derart, dass ich ihn mit Freude gern weiterempfehle:

Mediatipps (Teil 59): „Crashkurs Ruhrgebiet“

Herzlichen Dank an den Zwetschgen- Wassermann Lutz! 😉

Wie immer: bis die Tage!

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Tipp: Wer im Winter die Fott nich hochkricht, muss innen Drogeriemarkt!

Verdelli: wattet nich allet gibt!

Et is ja momentan so: die Tage sind kurz, oft trübe und dunkel, wat dazu führt, datt bei vielen Menschen die Stimmung dort zu finden is, wo früher bei uns die Kohlen lagen: im Keller. Sie werden schlapp, müde und antriebslos. Früher war so einer dann bei uns ein „Muffkopp“ oder ein „Schlappen Knochen, der die Fott nich hochkricht!“
Heutzutage heißt dat Winterblues und is vonne Gesellschaft anerkannt.

Wie? Wat? Winterblues?
Nö. Krisse ganz schnell wech! Musse nur im DroMarkt geh´n.

Da gibt et  Lebensfreude in Tuben! Mit Wirkformel! Wirklich. Und dat für billich Geld!

Lebensfreude in Tuben

Neulich endeckt und gleich einen guten Vorrat angelegt, und die Kellertüre schomma abgeschlossen. Man weiss ja nie.
Der Winter kann ja noch lang werden.

Bissi Tage!

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Grönland gehört…

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Pottwinter.

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Der echte Ruhrgebiets-Schneemann, und wie man ihn erkennt.

Beim Ruhrgebiets-Schneemann handelt es sich um eine eigene Gattung.
Typisch sind die erdige Patina, die natürliche Laubbeimischung und die robuste Erscheinung. Hier exemplarisch ein Original aus dem Oberhausener Kaisergarten.

WARNUNG! Bei Schneemännern außerhalb des Ruhrgebiets, die ähnlich aussehen, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um billige Fälschungen. Ein rein-weisser Schneemann ist garantiert nicht von hier. Nur der echte Ruhrgebiets-Schneemann kommt mit Erde, Gras und Geschichte. Alles andere ist Dekoschnee.

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Arsch hoch! (auch zum Hören)

Froos Neuss! 

Gezz mal ehrlich:
isset nich komisch, wenne gefragt wirss,
oppe auch gut “rübergekommen” biss, in dat neue Jahr?

Na, logo, bisse rübergekommen!
Wahrscheinlich haben et sogar alle geschafft.
Jedenfalls kenn´ ich keinen, der da noch im alten Jahr hängen geblieben is,
et sei denn, er hat Silvester nich überlebt.

Ja, und dann is man ja gespannt, wat dat neue Jahr wohl so bringt…

Wie?
Dat Jahr?
Dat bringt wat?
So, wie der Weihnachtsmann?
Oder eher so, wie Amazon?
Amazon bringt nämlich nur dat, watte auch selbs bestellt hass.
Meistens jedenfalls.
Ob dat allerdings so, wie bestellt geliefert wird, dat is ´ne andere Frage.
Aber nur darauf warten, datt dat Jahr wat bringt, dat is zu einfach!

Und so is dat auch mittem neuen Jahr.
Da musse Dich schon en bissken selbs drum kümmern,
datte ordenlich Lebensfreude und richtich Spass im neuen Jahr kriss!

header kohlenspott Exfrauen

Also – Arsch hoch, runter vom Sofa!
Dat Jahr is jung – lasst uns wat draus machen!

Aber wat richtig Schönet!

Froos Neuss!
Euern

Lothar Lange Kohlenspott



Hier auch zum Hören:
„Arsch hoch!“

Kohlenspott: Arsch hoch  / Jingle: Cleric – In the moment of inspiration / Jamendo.com (free)

 

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2026 ? Kann kommen!

So, die Sonntachsbuxe und dat Hemd „für gut“ sind gebügelt,
die Rolle Luftschlangen liegt bereit, und die mittem Bürolocher eigenhändig gestanzten Konfetti auch, Pülleken Rotkäppchen-Sekt is kalt…

…bis gerade eben noch schnell die neue Jahreszahl geübt: Fettich!

Kann kommen, dat neue Jahr! Ich bin schomma soweit!

Rutscht gut rein – und ein ganz dicket DANKE! für Euer treuet Lesen!

Bis nächstet Jahr!


 

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„14 Tage Scheißerei, kurze Arme und kein Klopapier!“ Böller-Angriff auf Straßenbahn in Duisburg und andere Abscheulichkeiten

„Weisse, wat dieset Pack verdient hat? 14 Tage Scheißerei, kurze Arme und kein Klopapier!!“, schimpft einer meiner Bekannten am Telefon.

Recht hatter:

Unbekannte haben nämlich in der vergangenen Nacht in Duisburg-Hochfeld eine Staßenbahn mit Böllern angegriffen. „Bei der Leitstelle gingen an dem Abend mehrere Meldungen über die Angriffe ein. Aufgrund der Häufung entschied die DVG, den betroffenen Bereich vorübergehend zu umfahren“, so Radio Duisburg.

Verdammt noch mal! Das ist so widerlich! Immer öfter werden Rettungskräfte, Feuerwehrleute, Bus- und Bahnmitarbeiter von Unbekannten verbal und körperlich angegriffen, sogar bespuckt!
Verflixt! Menschen, die in ihrem Job ihr Leben riskieren, um anderen zu helfen, oder sie zu schützen, die verdienen verdammt noch mal Respekt!  
Die Angriffe auf Einsatzkräfte müssen empfindlich hart bestraft werden. Wer eine Rettungskraft angreift, bedroht bewusst das Leben von Menschen. Es ist höchste Zeit, klare gesetzliche Folgen zu schaffen, die solche Taten abschrecken und die Sicherheit der Helfer garantieren.
Was ist bloß  los mit den verrohten Menschen, die solche Taten begehen? Fehlender Respekt, Entsolidarisierung und eine Kultur der Gleichgültigkeit gegenüber anderen: ist das schon unser Normalzustand?

“ 14 Tage Scheißerei, kurze Arme und kein Klopapier!!“

Ja, und zur Abschreckung obendrein noch ein paar Tage Mitfahrgelegenheit auf Feuerwehr- oder Rettungswagen, um mit eigenen Augen sehen zu können, wie es ist, schwerst verletzte Menschen zu bergen, sie aus Fahrzeugen herauszuschneiden, Gliedmaßen zu suchen, schockierten Betroffenen zur Seite zu stehen, zu trösten…

So, das musste mal raus!

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