Ich guck doch nich aussem Fenster, ob der Sensemann mal vorbeikommt…

„Sie haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von 84 Jahren!“
Wer? Ich? Nö, hab ich nicht. Wer behauptet denn sowatt?
Hörnse mal: ich hab doch keine Lebenserwartung!
Wat soll ich denn damit? Ich bin doch am leben. Und dat sogar schon lange.
Meine Mutter, ja, die hatte vielleicht, als ich „unterwegs“ war, „Lebenserwartung“, weil se auf mich, auf dat kleine, neue Leben wartete. Und als ich dann da war, da war et vorbei mitte Lebenserwartung von ihr. Also…. von mir.
Ach, et geht um die Dauer? Meinen Se gezz Lebensdauer?
Ja, verdorri, dann müssen Se dat Kind doch auch mal beim richtigen Namen nennen: warum sagen Se nich „Sterbe-Erwartung“?
Nö, da hab ich aber auch keine Erwartung: wenn dat Leben et gut mit mir meint und mir nix weh tut, und ich Spaß hab, dann darf et gern richtig lange dauern. Und wenn et furchtbar und bescheiden ist, darf dat Lebenslicht von mir aus auch ´n bissken früher ausgehen. Aber da warte ich doch gezz nich drauf.
Hörn Se mal, ich sitz doch nich datt ganze Leben lang inne dunkle Stube und guck aussem Fenster, ob der Sensemann vielleicht mal vorbeikommt. Wissen Se wat? Der kommt auch, ohne datt ich auf den warte.

Und überhaupt: ich weiss sowieso schon ziemlich genau, wann ich sterbe!
Glauben Se nich?
Ich sach et Ihnen, aber behalten Se et für sich:
ungefähr drei Tage vor der Beerdigung!
Haha…., dat hätten Se gezz nich erwartet, wat?
Nee, war nur Jux. Könnte aber hinkommen.
Aber wissen Se, wat ich wirklich hab?
Dat is Rentenerwartung. Hörn Se mal: die spür ich am schlimmsten immer dann, wenn der Monat auffet Ende zugeht.
Und wissen Se, wat ich, solange dat mit mein Verständnis für meine Heimatsprache noch klappt, unbedingt erwarte?
Datt man die Dinge beim richtigen Namen nennt.
Lebenserwartung, tsss…
Wat ein Kokolores…
Is doch wahr.
Bissi Tage.

Lothar Lange Kohlenspott


Uhrenfoto von Michal Jarmoluk auf Pixabay, (Ausschnitt)
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Wo bleibt meine Bratwurst?

Verdelli! Irgendwat stimmt hier bei uns nich.
Gezz bin ich zum dritten Mal geimpft – und wat is?
Nix.
Inner Ostzone, also in Thüringen, da klappt dat.
Da kricht man zum Dank dafür, datt man sich impfen lässt, ´ne Bratwurst.
Und hier? Nix.
Bei mir wären dat schon drei Bratwürste.
Ich bin ja beie BEK versichert. Also beie Bratwurst-Ersatzkasse.
Ich frach da mal: wenn die mir meine drei Bratwürste nich bewilligen,
dann happich mich ja völlich umsonz impfen lassen!!!

Als ich zu ersten Mal las, dass man Bratwürste als Anreiz zum Impfenlassen einsetzt, und damit sogar einen gewissen Erfolg verbuchen konnte, baute sich ein Bild vor mir auf:

Ich befinde mich auf einer Brücke, die über den Rhein-Herne-Kanal führt, als ich plötzlich da unten im Wasser einen Menschen hilflos strampeln sehe.
Sofort ist mir klar: der kann nicht schwimmen!
„Keine Angst! Ich komme zu Ihnen, und hole Sie da heraus!“, rufe ich ihm zu.
Doch bevor ich zu ins Wasser springe, winkt der ab und brüllt mir entgegen:
„Wat krich ich denn dafür, datt Sie mich retten dürfen? Haben´se wenigstens ´ne Bratwurst für mich?“
„Nee, hab ich nicht dabei!“, antworte ich.
„Tja,“ brüllt der Ertrinkende zu mir hoch, dann ham´se Pech gehabt“!

Und versinkt…

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Jetzt auch zum Hören: Der verhinderte Weihnachtshase

Der verhinderte Weihnachtshase

Die gereimte Geschichte vom verhinderten Weihnachtshasen gibt es nun auch zum Hören:

© Lothar Lange 2021

…oder HIER zum Vorlesen.

Viel Spaß!


Ganz lieben Dank an Brigitte Fuchs für´s Nutzendürfen des schönen Dachhasenfotos, das auch auf ihrem lesenswerten Lyrik-Blog „Quersatzein“ zu finden ist.

Ein kleiner Hauch Ruhrdeutsch ist mit in die Reime eingeflossen. Allet, aber auch wirklich allet über Ruhrdeutsch gibt et hier:
Das Lexikon der Ruhrgebietssprache

 

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Papiermangel, Bücherstau und ein volles Pfund für die Tonne.

Als ich am vergangenen Freitag mit einer Mitarbeiterin eines Buchverlages telefonierte, beklagte sie, dass viele Bücher, die gerade jetzt im letzten, für das Jahresgeschäft so wichtigen Quartal im Buchhandel zu finden sein müssten, noch gar nicht gedruckt werden konnten, weil es schlicht an Papier fehlt, auch an Pappe für die Buchdeckel. Und wenn etwas zu bekommen sei, dann zu hohen Preisen, weil die Nachfrage es zulässt, diese zu nehmen.

Am frühen Morgen darauf fischte ich, wie gewohnt meine Tageszeitung aus dem Briefkasten, die samstags immer etwas dicker daherkommt, zum einen wegen der zusätzlichen Wochenendseiten, zum anderen aber, weil sie prall gefüllt war mit vielen bunt und laut schreienden Werbebeilagen und Flyern, mit denen man mir klar zu machen versucht: „Wer günstig will, muss Penny!“ oder mich mit dem „Hammerpreis der Woche!“ locken will. Ich brauche aber kein Werkzeug. Und mich lockt auch kein „Knallerangebot“. Ich will morgens meine Ruhe haben.
Mittags kam auch noch die Gratis-Samstagszeitung, der bedruckte Anzeigenfriedhof mit hauchdünnem Alibi-Lokalteil, dafür aber gleichfalls dick bestückt mit den bekannten Flyern und Prospekten, unter anderem auch mit einem, der mich zum Sparen durch Trinken auffordern will.

Ich hab mir nun einfach einmal den Stapel der bunten Flyer dieses einen Samstags genommen, und ihn auf die Waage gelegt: 686 Gramm!
Also mehr, als ein „Vollet Pfund“ bunt bedrucktes Papier mit sehr kurzlebigem Informationsgehalt für die (bestenfalls Altpapier-) Tonne!
686 Gramm pro Haushalt an einem Samstag.

Und dann fragte ich mich, wie viele Bücher man wohl aus mehr als einem vollen Pfund Papier herstellen könnte. Ich nahm mir einfach zwei zufällig griffbereite Ruhrgebietsbücher (ertappe mich soeben beim vermutlich ungewollten Productplacement…) – und was zeigt die Waage?  584 Gramm!

584 Gramm, über 100 g leichter! Aber mit Inhalten, die deutlich mehr hergeben, als nur Hammer, Knaller, Sauf & Spare, sondern Lies, Entspanne & Genieße.

Man liest sich!
Bissi Tage!

Lothar Lange Kohlenspott

 

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Der verhinderte Weihnachtshase

 

Der verhinderte Weihnachtshase

Erster Teil
Wie es zu Ostern begann…

Frühling isset, doch verflixt,
et is noch kalt, et blüht noch nix.
Und dat vor Ostern, watt´n Mist!
Doch irgendwat is komisch heute.
Auf der Straße stehen Leute.
Noch mehr Menschen bleiben stehen:
auf  einem Haus is wat zu sehen!

„Kumma, Willi: ich werd schwach!
Da issen Hase auffem Dach!“

Alle blicken zum Kamin:
wie kommt der Hase nur dahin?
Hat der nicht heute´nen Termin?
Er muss doch durch die Lande zieh´n.
Mit bunten Eiern und Geschenken
die kleinen Menschen zu bedenken.

„Herr Lampe! Woll´n Se nicht bald starten?“

„Nein, mein Herr – ich muss noch warten.
Ich warte auf den Nikolaus,
der trägt mit mir die Eier aus.
Er hilft mir heut´ mit seinem Schlitten
ich musste ihn darum sehr bitten.
Man sacht, et käm noch Winterwetter,
da hilft er mir – dat ist ein Netter!
Dann brauch ich nicht so arg zu frieren.
Will Weihnachten mich revanchieren,
und sehr gern ihm dann assistieren.“

„Herr Hase, dat is allerbest!
Ich wünsch´ ein frohet Osterfest


Der verhinderte Weihnachtshase

Zweiter Teil
Winterliche Fortsetzung

Die Zeit, sie rast und rennt und rennt
Dezember isset – und Advent.
Schubbich wird et, kaum noch hell,
Herr Lampe hat´n Winterfell.

Und wieder sitzt er auf dem Dache,
spitzt die Löffel und hält Wache,
wartet auf den Nikolaus,
der half ihm ja zu Ostern aus.
Herr Lampe hat zum Dank versprochen,
dem Nikolaus in den Winterwochen
auch mal als Helfer beizustehen,
und mit ihm zu den Kindern gehen.

Von weit her hört er ein Gebimmel,
und da: da leuchtet wat vom Himmel!
Er lauscht: kommt da wat angeritten?
Dann sieht er ihn, mit seinem Schlitten!
Da kommt der liebe Nikolaus,
und hält direkt vor Lampes Haus!

„Hoho! Herr Lampe auf dem Dache!
Dat ist ja eine tolle Sache!
Sie woll´n mir wirklich assistieren?
Nicht, datt Se mir dabei erfrieren!“

„Ach nö, ich friere ´nicht so schnell,
ich habe doch mein Winterfell!
Und freu´ mich, lieber Weihnachtsmann.
datt ich mal Ihnen helfen kann.“

„Na gut, Herr Lampe, darf ich bitten?
Dann kommse rauf auf meinen Schlitten!
Den hab´ ich heute vollgepackt.
Viel Plätzkes, Spielzeug eingesackt.
Dat wollen wir zu den Kindern bringen,
die auf uns warten, Lieder singen,
die fleissig und die artig blieben
und die mir ihre Wünsche schrieben.“

Herr Lampe lässt sich nicht lang bitten,
Hopps! Und schon sitzt er auf dem Schlitten.
Nikolaus zieht fest an den Zügeln,
rauschend über Täler, Hügeln
fliegt der Schlitten über Stunden,
bis dat erste Haus gefunden,
aus dem Kinderlachen dringt
und Nikolaus vom Schlitten springt.
Hoho hooo! ruft er ganz munter
und nimmt sich gleich´nen Sack herunter.

„So, Herr Lampe, wolln Se´t wagen,
mit mir die Geschenke tragen
und sie zu den Kindern bringen?
Hör´n Se mal, wie schön die singen“!

Lampe schleppt, so wie gebeten,
eins von den Geschenkpaketen.
Jedoch dieset is – oh weia! –
schwerer als die Ostereier,
die zu Ostern er verteilt.

Und beim zweiten Päcksken dann ereilt
ihn die Müdigkeit mit Macht.
Und ratzt ein – et ist schon Nacht.

Nikolaus sieht dat – und er lacht,
legt den Hasen leis und sacht,
damit dieser nicht erwacht,
auf die weiche Kuscheldecke
in des Schlittens wärmste Ecke.

Warm und kuschlig eingemuckelt
merkt Herr Lampe nicht, wie´t ruckelt,
wie der Schlitten weiterzieht,
träumt wat Schönet – und wird wach.
Guckt sich um – und sieht dat Dach,
auf dem gestern er noch saß.
Nikolaus schaut mit großem Spaß,
wie Herr Lampe, noch benommen,
fragt, wie er dorthingekommen?

Nik´laus sprach:
„Mein lieber Lampe,
Sie halfen mir – und ich sag Danke.
Ich glaube wohl, Sie ahnten´t nich:
so´n Päcksken, dat hat schon Gewicht.
Sie ratzten fest von all der Mühe
bis heute in der Morgenfrühe.
Und noch, bevor der Tag anbrach
fuhr ich Sie heim – zurück auf´t Dach.“

„Et tut mir Leid, Herr Nikolaus,
doch meine Kraft reicht wohl nicht aus,
all die Geschenke mit Gewicht
zu schleppen – nee, dat schaff ich nich…“

Halb so doll – lieber Herr Lampe,
allet ist gut – denn ICH sach Danke!
Sie halfen mir, so wie versprochen.
Und haben nich Ihr Wort gebrochen.
Ihr Einsatz, der war ehrenhaft!
Dat zählt, und nich, wie viel man schafft!

Und wird et Ostern wieder winterlich?
Anruf genügt – dann komme ich
herab von meinem Weihnachtsstern
und helfe Ihnen wieder gern.
Ho hoho! Versprochen.“

Und ehe Herr Lampe noch etwas erwidern kann,
rauscht der Nikolaus sternenstaubsprühend mit seinem Schlitten davon.
Lampe schaut ihm noch nach, bis nichts mehr zu sehen ist. Täuscht er sich, oder hört er wirklich noch ganz leise die Rentierglöckchen? Als er sich noch etwas benommen von alledem, was er erlebte, auf seinem Dach umsieht, entdeckt er neben dem Schornstein ein kleines, hübsch weihnachtlich verpacktes Päckchen mit rotem Schleifenband und einem kleinen Kärtchen daran, auf dem zu lesen ist:
Für Herrn Lampe
* Frohe Weihnachten und DANKE! *

© Lothar Lange 2021

 


Ganz lieben Dank an Brigitte Fuchs für´s Nutzendürfen des schönen Dachhasenfotos, das auch auf ihrem lesenswerten Lyrik-Blog „Quersatzein“ zu finden ist.

Allet, aber auch wirklich allet über Ruhrdeutsch:
Das Lexikon der Ruhrgebietssprache

 

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15 Jahre Gelsenkirchener Geschichten!

Irgendjemand gab mir 2007 den Tipp,
doch einmal im Internet bei den Gelsenkirchener Geschichten nachzuschauen:
dort würde ganz viel über Gelsenkirchen zu finden sein, vielleicht wäre das was für mich….

22. September 2007
Ich tippe www.gelsenkirchener-geschichten.de in die Tastatur.
Ich konnte doch nicht ahnen….

… dass ich dort in den darauffolgenden Jahren ein gutes Stück meiner Lebenszeit verbringen werde.
Und das auch noch mit nie nachlassender Begeisterung!

… dass ich dort mit meinem Schaffensdrang – vom Schreiben, Gestalten, Sprechen, Erzählen, Dichten, Reimen, Verbreiten von Nonsens, vom Radio-Live-Gespräch bei WDR5 bis hin zur traurigen Pflicht des Haltens einer Trauerrede für einen verstorbenen lieben Users an die richtige Adresse geraten bin.

…dass ich dort so viele interessante Menschen kennenlernen werde: schräge Vögel, Künstler, Musiker, sympathisch Verrückte, Politiker, Schriftsteller, Maler, Wortbegabte, Misanthropen, Philanthropen, Verstrahlte, Liebenswerte, Nervensägen, Schauspieler, Ballettmeister, Bergleute, Fußballer, Fotografen, Karikaturisten, Journalisten, und gaaanz viele einfach nur sympathische Menschen ohne Amt, ohne Titel, aber mit Würde und dem Spaß daran, ihre persönlichen Gelsenkirchener Geschichten zu erzählen, ihre Bilder und ihre Erinnerungen zu teilen.

…dass mir die Gelsenkirchener Geschichten auf Jahre meine Brücke zu meinen Wurzeln werden würden.

…dass ich – über 14 Jahre nach meinem ersten Kontakt zu den GG – heute, am 24. November 2021
nicht die richtigen Worte finden werde, für alles Danke zu sagen, obwohl ich ja sonst ´ne große Klappe habe.

Danke.
Lo

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Schnelle Zeit verlangsamen? Das geht.

Verdelli,
seit Aldi im September mit Spekulatius die Vorweihnachtszeit eingeläutet hat, rast die Zeit noch schneller.
Und gefühlt seit der Uhrumstellung durch´s frühere Dunkelwerden sowieso.
Ich wundere mich, wie schnell Tage, Wochen und Monate an mir vorbeirauschen.

Wobei es Orte gibt, an denen man dieses Tempo rapide drosseln kann.
Zahnartzstühle sind solche wundersamen Orte.
Setzt man sich drauf, können sich schon wenige Minuten qualvoll wie Stunden langziehen.
Vielleicht eine Möglichkeit, langsamer zu altern?

Ich weiss nicht – so ohne Zähne wirkt auch eine glatte Gesichtshaut nur wenig jugendlich.
Da bekommt man nachher nur so komische Komplimente, wie:
Oh, toll, Deine Haut: wie ein siebzehnjähriger Pfirsich!“

In Oberbayern fotografierte ich vor einiger Zeit
eine Lüftlmalerei mit diesem weisen Spruch:


 

 

 

 

 

 

 

 

Genießen wir unsere Zeit!
Aber dalli!

Bissi Tage!
Lo

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Herbstgeflüster

Still ist es,
und herbstlich draussen.
Doch da!
Vom Laptop her – ein Rauschen!
. . .
Sein Lüfter will wohl mit mir plauschen.

Lothar Lange
Gestern dicht. Heute Dichter.

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„Wenn der Mutter mal wat passiert…“

Verdelli:
heute bekam ich unfreiwillig beim Einkaufen einen Gesprächsfetzen mit:
„Mein Mann sacht, wenn der Mutter mal wat passiert, dann will er ihre Wohnung verkaufen…“

Und spontan kommt mir so in den Sinn, was wohl wäre,
wenn der Mutter wirklich mal wat passiert,
datt ihr zum Beispiel vielleicht beim Backen ein Ei oder gar die ganze Schüssel aus der Hand fällt,
oder sie den Bus verpasst, oder sie ihr Portemonnaie verliert?

Muss sie dann ausziehen?
Dat is doch herzlos, oder?

Meint
Lo

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Zeitumstellung ohne Stuhlgang.

Wat denn nu? Zeiger eine Stunde vor oder zurück?
Für diese Frage gibt es ja bekanntlich die Stuhlgang-Lösung:

Im Frühjahr stellen Strassen-Cafébetreiber ihre Stühle VORS Cafe,
im Herbst ZURÜCK in den Innenbereich.

Ich habe keine Caféhaus-Stühle.
Und so helfe mir auf meine Weise,
indem ich beim Wegtrinken meines Weinvorrates sehr genau darauf achte,
dass ich am Abend des 30. Oktober die letzte Weissweinflasche leere.
Wenn anderntags nur noch Rotwein da ist, weiss ich, dass dieses der Tag ist,
an dem ich meine Uhren um eine Stunde zurückstellen muss.
Falls ich keinen Kater habe.

Sach ich doch: et geht auch ohne Stuhlgang.

Bissi Tage!
Lo

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