Friday for Pläte!

Verdelli, et is zum Haare-Raufen!
Also für den, der noch welche hat.

Gut, ich habe noch welche auf dem Kopf, doch die meisten haben mich schon längst verlassen, und ich fürchte, der Rest trägt sich auch bereits mit Fluchtgedanken.

Dabei bin ich wirklich gut zu meinem Haar: ich wasche es täglich und lasse es auch regelmässig fachmännisch/fachfrauisch stutzen, damit es gepflegt aussieht.

Vielleicht aber nimmt mir mein Haupthaar übel, dass ich nachts darauf liege
Darum benutze ich – sozusagen als Friedensangebot – gern auch das teurere Shampoo „für strapaziertes Haar“.
Hilft alles nix.
Reisende soll man nicht aufhalten.

Vielleicht bleiben mir ja noch zwei Haare treu. Dann hätte ich immer noch die Möglichkeit, mir einen schönen Mittelscheitel zu kämmen – und ich würde den beiden auch Namen geben. Bruno und Haarald vielleicht, obwohl ich ja eigentlich ein blonder Typ war, bevor ich silber und weise wurde.

Und so tröste ich mich mit dem Ergebnis einer Studie der Barry Universitäty in Pennsylvania, demzufolge Männer mit Glatze nicht nur als intelligenter, sondern auch als attraktiver, dominanter, sexier wahrgenommen werden, immerhin schreibt Bild der Frau das, und die haben Ahnung von sowas.

Gezz hab ich aber ´n bisschen Schiss,, dass sich diese schmeichelnde Anmutung von Sexy-sein und Attraktivität schon bald ins Gegenteil dreht. Und schuld ist der aktuelle Hype um Klima und Umweltschutz.

Hier, ganz neu – bei ALDI:
Shampoo, das die Umwelt schützt, wenn man sich damit die Haare wäscht.

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Schön doof jetzt für Männer mit Pläte.
Wir haben´doch gar keine Chance, die Umwelt durch Haarewaschen zu schützen!
Und vermutlich wird man uns ächten wir Raucher, Dieselfahrer, Vielflieger und flatulenzbegabte Hülsenfruchtvertilger.

Mit Fingern wird man auf uns zeigen: „Guck mal: der Plätekopp da, zwar attraktiv und sexy, aber leider wäscht er sich nicht die Haare, der Umweltsünder!“

Dagegen muss unbedingt etwas getan werden.
Wir Männer mit beginnender oder vollendeter Pläte sollten eine Männerbewegung gründen und weltweit auf die Straße gehen.
„FRIDAY FOR PLÄTE.“

Wär´doch mal ein schönes Motto, oder?

Bissi Tage!
Lo

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Da isser ja!

 Der August!

August 2019

Hoffentlich wird´s kein Dummer!

😉

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Gezz is gut.

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Kannz´n Ofen ausmachen:
Bei sonnem Wetter hat man sowieso keinen Appetit.

Bissi Tage!

 

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Die ersten Hitze-Gefangenen.

Verdelli, dat is ja ein dicket Dingen!

Da flüchten Menschen vor der Hitze in die schattenspendenden Wälder des Niederrheins – und nun dürfen die armen Leute nicht mehr nach Hause!

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Gefunden in der Rheinischen Post

Hoffentlich haben sie genug zum Essen und Trinken dabei.
Die Wildfütterung beginnt nämlich erst immer am 1. Dezember.


 

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Pork on the fork! Schweine im Sommerloch.

Verdelli, jetzt entzieht man den armen Kindergartenkindern das gesunde Schweinefleisch. Schweine finden das übrigens richtig gut.

Doch ich wette, dieses Ansinnen wird eine neue Protestbewegung auslösen:
Kinder meiden künftig Dienstags den Kindergarten, denn
„Dienstag ist Schwienstag!“

Ich habe schon mal was vorbereitet:

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Und ich hatte schon Sorge um das Sommerloch.
Nochmal Schwein gehabt.
😉

 

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Unterwegs im Pott: abgefahrene Begegnungen.

Seit ich nicht mehr „an die Schüppe“muss, liebe ich es, mit dem Fahrrad „Heimatkunde“ zu betreiben. Ich, der ich mich immer gern als Kind des Ruhrgebietes sehe, erkenne dabei, wie viel mehr ich von der Region, in der ich geboren und aufgewachsen bin, erst durch das Radfahren kennenlerne.

Ein lieber Freund, um einige Jahre älter als ich, dabei fit und mit viel Wissen über unsere Industriekultur, aber auch mit Neugier, Spaß am Entdecken und einem ähnlichen Humor, wie ich ihn habe, ausgestattet, ist dabei meist mein Begleiter. Vom Ruhrgebiet bis zum Niederrhein sind wir schon recht vieles mit unseren (immer-noch-nicht-elektrischen) Rädern abgefahren.

So auch gestern wieder einmal: von Oberhausen nach Kaiserswerth. Das Wetter war trübe – nicht aber unser Sinn.
Und so gab es neben neben neuen Entdeckungen auch, wie fast immer – herrlich „abgefahrene“ Begegnungen:

Der ältere Herr, der uns im Wald bei Duisburg-Rahm mit aufgefalteter Radkarte erblickte, und uns von sich aus mit seiner Ortskenntnis einen tollen Weg mit kleinem Abstecher zum Schloss Heltorf empfahl – und mit dem wir ins Plaudern über Politik, den Unterschied zwischen Komikern (neudeutsch Comedians) und Kabarettisten kamen, und der uns zum Schluss noch das Tucholsky-Zitat: Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie schon längst verboten“ mit auf den Weg gab.

Der etwas kräftige Frührentner kurz vor Wittlaer, der uns auf seinem Elektrofahrrad entgegenkam, und den wir eigentlich nur fragten, ob man schon einen Feldweg früher als geplant in Richtung Rhein abbiegen könnte – dieser sich leider aber nicht davon abbringen  ließ, umzukehren, und uns die ganze Zeit wortreich über die Vorzüge der Anschaffung seines E-Bikes und der dabei zu beachtenden Unterschiede aufklärend bis zum Rhein zu geleiten.  Gut gemeint….

Das sympathische Düsseldorfer Pärchen am Berliner Grill in Kaiserswerth, das aus unserem Gespräch bei einer köstlichen Currywurst das Wort „Mülheim“ aufschnappte – und schon mit Erinnerungen an die ehemalige Heimat der beiden dienen konnte, bis alles aufgegessen war, und man sich fröhlich noch einen guten Weg wünschte.

Der junge Mann auf seinem voll bepackten Tourenrad, der uns am Rheinradweg vor  zwischen Wittlaer und Serm entgegenkam, und uns riet, dort nicht weiterzufahren, weil der Weg weiter hinten gesperrt sei – und der sich bei der Frage nach dem Woher und dem Wohin die Zeit nahm, uns zu erzählen, dass aus Hamburg stammt, und nun schon zwei Wochen unterwegs ist: vom Rheinfall in Schaffhausen immer am Rhein entlang,, Richtung Norden. Ganz allein. „Das ist mein persönlicher Jakobsweg…“, sagte er. Er habe einen recht anspruchsvollen Job, und es sei eine tolle Erfahrung, eine Zeitlang nur mit sich allein unterwegs zu sein. Früher habe er noch größere Radtouren allein gemacht und zählte ferne Länder auf. Nun beschränkt er sich auf Flüsse.

Eine wirklich tolle Begegnung, die uns später noch zum weiteren „Nach“-Denken brachte: wann sind wir jemals in unserem Leben eine längere Zeit mit uns ganz allein gewesen? Wie mag das wohl sein?

Und dann noch die beiden Damen, die im Duisburger Wald drei Hunde in sehr unterschiedlichen Größen und undefinierbaren Rassen an der Leine hatten. Die drei Hunde waren wirklich von riesig bis winzig. Als ich den Damen spaßeshalber zurief: „Na, dat sind doch bestimmt keine Geschwister, oder doch?“, lachten beide Frauen – und eine davon antwortete belustigt: „Nee, aber wissen Se wat? Dafür sind dat aber allet Kinder der Liebe!“

Dat is Heimatkunde: nicht nur Landschaft – auch Begegnungen gehören dazu.

War wieder mal schön.
Schön abgefahren.

Bissi Tage!
Lo

Radtour Lo


P.S.: Das Huhn da oben befindet sich in einem alten Rolls-Royce, der seit vielen Jahren als Blickfang auf dem Burghof in Kaiserswerth vor sich hinrostet.
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Gaffgier.

Man sieht es deutlich: der armen Frau da vorne geht es nicht gut, sie zittert. Sie braucht Hilfe. Doch niemand hilft. Wie auch, wenn man doch mit Filmen und Fotografieren beschäftigt ist? Und wer nicht dabei war, dem präsentiert das private und das öffentliche Fernsehen diese Szene bis zum Übelwerden immer und immer wieder.

Übrigens die gleichen Sender, die das widerliche Gaffen bei Unfällen mit ernster Miene „aufs Schärfste verurteilen“

Gaffgier. Quote kennt keinen Anstand.

gaffer Lo

 

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Lasst die Bücher frei!

Verdelli, wat bin ich stolz auf mich: zwei große Kisten mit etwa 60 Büchern habe ich heute wieder in den öffentlichen Bücherschrank gestellt. Und anders, als beim  letzten Mal  war der innere Kampf, sich zu trennen, schon wesentlich kleiner.  Zugegeben: das eine oder andere Buch hätte durchaus auch noch etwas bei mir bleiben dürfen, nur: hätte ich es wirklich noch einmal gelesen? Nö. Ich lese so gut wie nie ein Buch zum wiederholten Mal. Zumindest keine Romane.

Immerhin bleiben mir ja noch die vielen Bücher, von denen ich mich wirklich nicht trennen würde. Bücher, deren Autoren ich kenne, meine Ruhrgebietsliteratur, Gedichtbände, Reclambändchen, Bücher, in die ich an mir bedeutsamen Stellen einen kleinen Knick in die Seite gemacht, oder mit Bleistift etwas angestrichen habe.

Header Buecher freilassen Lo

Jetzt bin ich froh, wieder etwas mehr Platz zu haben. Das befreit wirklich und macht ein schönes Gefühl. Vielleicht auch deswegen, weil ich weiß, dass sich nun andere über neue Fundstücke im öffentlichen Bücherschrank freuen können.

Bissi Tage mal wieder!

Lo

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Berge, Hütten und Büstenhalter

Verdelli, es gab einmal eine Zeit, da steckte ich Menschen, die zum Urlauben wiederholt an den selben Ort fahren, in die Schublade „Absolute Langweiler, frei von Phantasie und Neugier auf die Welt“. Gleich neben Opel-Fahrern mit Hut und Blödzeitungsleser.

Und gezz bin ich selbst so einer.  Aber ohne Opel und Blödblatt.

Seit vielen Jahren schon. Vor langer Zeit war es Formentera, die legendäre Hippie-Insel, auf der man wirklich noch einen Hauch von Freiheit erleben und nachspüren konnte, mit Feuer am Strand, Stockbrot, Käse, SanMiguel, Gänsehautmusik am ebenso legendären PirataBus und auf den Caminos das Born-to be-wild-Gefühl auf gemieteteten Motorrollern. Und immer wieder Formentera. Jahrelang.

Dazwischen stets mindestens einmal im Jahr unsere autofreie Insel in der Nordsee. Auch schon…. Jahrzehnte. Wat mutt – dat mutt. Und Langeoog mutt!

Nun Südtirol. Auch schon sehr viele Jahre.  Immer wieder.  Diese Berge, die Natur, der meterologische, aber auch der kulinarische Einfluss des Südens, das Bäuerliche, wie auch das Traditionelle, die Menschen dort und ihre Sprache….. Eine Mischung, die es in sich hat. Glücklicherweise sind wir mit Gesundheit beschenkt und fit genug, uns nicht vor ordentlichen Bergtouren zu fürchten, weil wir wissen: da oben wartet immer wieder eine Hütte auf uns, mit einfachen, heimischen Köstlichkeiten und netten Leuten: über tausend Metern sagt man DU.

Und wir wissen auch, dass das alles nicht selbstverständlich ist: gesund zu sein, die Möglichkeit, seiner Neugier auf die Welt nachgehen zu dürfen und reisen zu können.  Wenn es vielleicht eines Tages nicht mehr möglich ist, verbleiben doch Erinnerungen, vorausgesetzt, der Grips hat keinen Schaden…

Vielleicht erinnere ich mich dann auch an die herrlich schmeckende Heublumensuppe auf der Gompn-Alm oder an diesen herrlichen roten Büstenhalter, der auf der Mittager Hütte oberhalb Hafling auf 2.260 m mit wunderschönem Ausblick auf die Dolomiten an einem Geweih in der Herrentoilette hängt:

Mittager BH

Mittager Hütte
Die Heimat hat uns wieder: schön war´s.
Es ist aber auch schön – wieder zu Hause zu sein.

Also: bissi Tage!
Lo

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München: „An schenan Doog no“

Vorweg: ich habe vom Fußball soviel Ahnung, wie `ne Kuh vom Rückenschwimmen.  Obwohl meine Kindheit präzise dort stattfand, wo heute die Schalker Arena steht und ich von absolut weisen Rasensport-Experten umgeben bin:  sobald das Thema Fußball aufkommt, bin ich raus.
Denn ich bin fussballdumm. Hört selbst:

Seit vielen Jahren fahren wir zum Bergwandern nach Südtirol und suchen, wenn uns danach ist, auch gern auf halber Strecke dorthin einen schönen Ort zum Übernachten. Oftmals ist es dann München. Und weil wir dieses Mal mit FCB-begeisterten Freunden unterwegs waren, lag die Besichtigung der aufgeblasenen Knallfolien-Arena wie selbstverständlich nahe.  Also rein in die U-Bahn (U6) und hin ins Fussi-Mekka.

Zugegeben: dieses riesige, in der Sonne weißleuchtende Luftpolstergebilde macht schon was her. Noch bevor man es über rote Treppenstufen betreten kann (darf?), lockt ein großes, von der Sonne aufgeheiztes Verkaufszelt mit allerlei Devotionalien, die der geneigte Fan unbedingt haben muss: die FCB-Grillschürzen („Mia san mia“), FCB-Bettwäsche, FCB-Schlafanzüge, FCB-Bierbecher, FCB-Feuerzeuge, FCB-Gartenzwerge, FCB-Gummibärchen, FCB-Erdnüsse, FCB-Zapfanlagen, FCB, FCB, FCB, FCB…. Es gibt vermutlich nichts, was mit dem FCB-Logo versehen, für richtig gutes Geld zu erwerben gibt. Sogar FCB-Paddelboote für nur € 299.- und FCB-Rasierapparate.
Ganze Familien kaufen mit Ehrfurcht und Scheckkarte tütenweise ein, und ich glaube, etwas religiöses in ihren Gesichtern zu erkennen.

Quatsch: natürlich haben die Leute einfach nur ihren Spaß. Ich bin gnädig und gebe zu: nur, weil ich mit Fußball nix am Kopp habe, springt bei mir der Funke nicht über.

Viel mehr Interesse fand ich dann aber an dem Imbiss-Angebot in der Arena selbst: Currywurst, stets 9 abgezählte kleine Stückchen zu „nur“ € 4,50. Und auf keinem der edlen Wurststückchen war das FCB-Logo zu finden. Vermutlich bin ich einer Fälschung aufgesessen.

Wie schön, dass man die Menschen aus der Ostzone so freundlich in der Arena willkommen heißt!

Eine nette Geste,  Menschen aus der Ostzone so freundlich in der Arena willkommen zu heissen!

 


Wie schön, dass München selbst noch auf uns wartete. Auf der Fahrt mit der U-Bahn musste ich unvermittelt an Bloggerfreundin Mitzi denken, die viele ihrer Geschichten aus ihren Beobachtungen in der Münchener U-Bahn einsammelt.

Unsere Freunde waren ganz angetan von der Atmoshäre dieser quirligen, aber auch gemütlich wirkenden Stadt mit ihren vielen Biergärten, dem Viktualienmarkt, den edlen Geschäften an der Maximilianstrasse, oder dem Dallmayr, der u.a. eine Flasche Whisky für nur € 5.900.- im Angebot hat, in der Vitrine gleich rechts am Ausgang.

Verdelli! Wie viel Currywurst man dafür in dem Arena-Bistro bestellen könnte…..

Bissi Tage!
oder:
„An schenan Doog no!“

Lo

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