An unsichtbaren Schnüren…

 An unsichtbaren Schnüren
gezogen von Gerüchten
lässt mancher sich verführen,
statt zu flüchten.

Lothar Lange

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Mutierte Klamottentrullas im CentrO? Ein Shoppingerlebnis.

Ich weiss ja nich, wie et Euch geht,
aber durch dat ganze Downlocken kam man ja nich dazu, sein Geld auszugeben.

Ja, und dat sammelte sich dann so richtich an. Dat wurde so schlimm, datt meine Bank mich anrief, ob ich nich vielleicht mal ein zweitet Konto eröffnen könnte, weil – dat eine war schon am Überquellen – also voll.
Verdelli, dat war mir dann doch ein bissken unangenehm. Und so´n zweitet Konto, dat wär nix für mich. Ich kann mir schon den Pinn und die Nummer von dem einen Konto nich merken, da wär ich mit ´nem Zweiten überfordert.

Also: wat hilft?
Richtich: schnell noch ´n negativen Nasentest machen – und ab mitte dicke Patte* zum CentrO, dem Oberhausener Konsumtempel, und die Kohle wegschoppen, bevor schon wieder die neue Rente kommt, so´n Monat is ja schnell rum.

Au ja! Mal wieder so ganz normal Geschäfte gucken und einkaufen, ohne Termin oder Hygienewächter am Eingang, dat is ja wirklich wat ganz Ungewohntet. Ein schönet Gefühl, dat hatte schon fast ein bissken wat von Erstmaligkeit.
Da merksse erst, wat dat normale Leben vor Klorolia doch für´n Wert hatte, wenne Dich gezz schon über sowatt, wat früher normal war, freuss. Vielleicht ist dat dat einzich Positive an dieser Pannemie.

Ja, und dann happich gemerkt, dat die Pannemie nich nur an uns Menschen, sondern auch anne Kleiderpuppen ihre Spuren hinterlassen hat! Die standen ja alle die ganze Klorolia-Zeit irgendwie downgelockt, nutz- und klamottenlos rum. Kam ja keiner, um se zu begucken. Da is nix mit Puppenlustich!
Sowatt bleibt auch bei so ´ner coolen Klamottentrulla nich inne Kleider stecken, wenn se länger nich beachtet wird!

Hier, diese ist noch gar nich richtich wach:

Dat ist ja schon schlimm – aber wat ich im nächsten Laden sehen musste,
dat macht mich gezz doch sprachlos.

Den Puppen hier, denen fehlt doch wat! Die haben keinen Mund!

Dat erste, wat ich dachte, war: kann dat sein, datt die Klamottentrullas die wahren Mutanten sind, weilse sich – heimlich nachts, wenn allet zu is – an die mundlosen Gesichter der Menschen angepasst haben?
Kann sowatt auch mit uns passieren, datt wir irgendwann vergessen, datt unsere Mitmenschen Münder haben und ein Lächeln besitzen?
Unsere Kleinkinder kennen dat ja fast schon gar nich anders, als datt inne Öffentlichkeit keine Schnute mehr zu sehen is.
Aber dann happich mich damit getröstet, datt sowat, wie dat mittem Mutieren gar nich geht, weil: womit sollten wir unser Currywurst genießen, oder übere Politiker oder dat Wetter meckern, oder küssen, als mittem Mund?

Komisch, wat einem manchmal so durch den Kopp geht.
Ja, und den Konsum happich dann aber auch noch angekurbelt: drei T-Shirts für´n Sommer.
Und et ist noch Geld übrich.
Krich ich auch noch irgendwie weg.
Da bin ich sicher.

Bissi Tage – und bleibt gesund!

 


*Patte = Ruhrdeutsch für Portemonnaie
Lexikon der Ruhrgebietssprache

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Gucken: ZDF-info „Revier im Umbruch“. Lesen: „Bundesland 17“

Wat ganz aktuellet !

Am Freitag (4.6.21) strahlte ZDFinfo die Reportage
„Ruhrpott – Revier im Umbruch“
aus.
Das Video  (44 min) ist aber noch verfügbar bis 03.06.2023 .

Es geht um die Region zwischen Dortmund und Duisburg, also die Region, die mit Kohle, Stahl und ihren Menschen „das deutsche Wirtschaftswunder nach dem Krieg erst möglich gemacht hat“ – um Stagnation und letztendlich um die Frage, wie es wohl weitergeht mit dem Ruhrgebiet.

Und genau diese Frage stellten sich auch kreative Menschen „vonne Ruhr“ und brachten ihre Ideen und Visionen über die Zukunft des Ruhrgebietes zu Papier.

Dem Ausspruch des hoch geschätzten früheren Bundeskanzlers Helmut Schmidt „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“ zum Trotz, gingen die Autoren mit ihren Visionen nicht zum Arzt, sondern zu Werner Boschmann (Verlag Vonne Ruhr“), der ihre Gedanken und Ideen um die Zukunft des Ruhrgebietes zwischen zwei hübsche Buchdeckel packte.
Und alle waren sich einig: der Pott wird zum Bundesland No. 17 – und es wird Emscherland heißen!


Hier noch einmal die Buch-Empfehlung:

Mein lieber Scholli: dat is gar nicht so einfach!
Dieses tolle Buch kann man nicht erklären: man muss es in die Hand nehmen und sich genüsslich entführen lassen in die Zeit von 2020 bis 2051, der vergangenen Zukunft unseres Ruhrgebietes auf seinem spannenden, erfolgreichen Weg zum Bundesland 17 namens Emscherland.

Kann zu Lächeln und Erstaunen führen. Zugegeben: ich habe mitschreiben dürfen. Hat großen Spaß gemacht, mit Phantasie und Augenzwinkern unser Ruhrgebiet zum 17. Bundesland werden zu lassen.

Neugierig? Stöbert doch mal rein.
Bissi Tage! Lo

Siebzehn spannende Erfolgsgeschichten über die Zeit von 2020 bis 2051 des Werden des ehemaligen Ruhrgebietes zum Bundesland 17

„Fürwahr keine Sage, keine Erdichtung, sondern der Beginn einer einzigartigen Entwicklung. Die manche sogar als „Revolution“ bezeichnen. Die am 1. Mai 2021 mit dem „Sternmarsch auf Schnöseldorf“ begann: Weit mehr als 200 000 von uns zogen recht friedlich vor den damaligen Landtag und forderten Freiheit und Selbstbestimmung.
Seitdem hat die Emscher viel Wasser gesehen, und es ist an der Zeit, die Erfolgsgeschichten der letzten drei Jahrzehnte (Februar 2020 bis April 2051) zu erzählen. Selbstbewusst, ehrlich, unabhängig.“


Bundesland 17 Start 1

Atlantis rückwärts Neuerscheinung

Atlantis rückwärts
Bundesland 17 (ehemals unser Ruhrgebiet)
gebunden mit Schutzumschlag
Lesebändchen
144 Seiten
14,90 Euro
ISBN 978-3-948566-03-6

Gibt es im Buchhandel und hier:

Bücher vonne Ruhr / Verlag Henselowsky Boschmann


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Aussem Pott.

„Hömma, Du glaubss gar nich, wat ich mich freu´!
Unser Erna lispelt nich mehr!
Erna, sach ma Baum!“
Baum!
„Siehsse?“

Mehr „aussem Pott“ gibt es hier >> „Feiertach is, wenn Aldi zu hat.“

Also: bissi Tage!

 


Und alles über das wunderbare Ruhrdeutsch ist hier zu finden:

Von Aalskuhle bis Zimtzicke – Das Lexikon der Ruhrgebietssprache.

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Männerlast.

 

Männerlast.

Lo Hand

Schwer ist die Last
die er mühsam hinter sich herzieht.
Schweiss rinnt ihm über die Stirn.
Durchnässt sein Hemd.
Sein Blut pulsiert, lässt seine Adern schwellen.

Schwer ist die Last.
Jeder Schritt fällt ihm schwer.
Sein Blick scheint verschleiert.
Schwindel. Taumeln.
Unwirklich, die Welt.
Als ob der Boden unter ihm schwankt.

Schwer ist die Last.
Immer noch.
Und es ist warm.
Ihn dürstet.
Und sein Weg ist noch lange nicht zuende.
Ein müder prüfender Blick nach hinten
zeigt ihm, dass nichts von seiner Fracht verloren ist.
Es wäre auch zu schade
um das Bier in seinem Vatertags-Bollerwagen.


Lothar Lange



Dieses ist ein recycelter Beitrag aus den Vorjahren,
der des hohen Feiertags für echte Männer wegen
noch einmal hervorgeholt wurde.

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Kippenschnipper

Wer Kippen in die Gegend schnippt,
und so die Landschaft arg versippt,
dem haut was deftig auf die Rippen
und stopft ihm obendrein die Kippen
zum Fraß in seine Raucherlippen!
 Lo.


Dabei gab es einmal eine Zeit, in der eine weggeworfene Zigarettenkippe nicht lange auf der Strasse liegen blieb.  Ich habe noch bildhafte Kindheitserinnerungen daran, wie Erwachsene, meist Männer, auf der Straße permanent auf dem Bürgersteigen oder an den Bordsteinkantenrändern nach weggeworfenen Zigarettenkippen Ausschau hielten. War eine Kippe gefunden, verschwand sie sogleich in der Tasche. Und weil Filterzigaretten noch nicht so in Mode waren, war sicher, dass jede gefundene Kippe noch Resttabak enthielt, aus dem sich neue Zigaretten – notfalls mit Zeitungspapier – drehen liessen.

Wir Kinder haben das, meist durch Größere angestiftet, dann auch schon mal ausprobiert, aber so richtig „lecker“ war das nicht. Um aber dick damit angeben zu können, „auch schomma eine gepafft“ zu haben, reichte es aus.

Lange her….

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Von der Melonia übers SPIEGELei zum Kohlenspott.

Verdelli! Da hat Bloggerfreund Jules van der Ley  ja ein dollet Brett losgetreten!

“Eine Sammlung historischer Bloggeschichten”
A U F R U F !
Schreibe deine eigene Bloggeschichte, erkläre den Namen deines Blogs, zeige deinen ersten Blogeintrag und verlinke zu meinem Aufruf! Ich werde die Links zu den historischen Bloggeschichten unter diesem Beitrag hier sammeln und bin gespannt auf deine Geschichte.

Das ist wieder einmal eine wunderschöne Idee, mit der Jules – nicht zum ersten Mal – die Bloggergemeinde zu aktivem Tun anstiftet:

„Schreibe deine eigene Bloggeschichte!“

Ich kann mich gar nicht dagegen wehren, dass sich spontan meine Erinnerungsmaschine in Gang setzt: plötzlich tauchen Bilder auf von klobigen Computern, FloppyDisks, Disketten und PC-Halbwissen-besitzenden Freunden, die mir halfen, zu begreifen, wie man mit einem Computer umgeht, und mich erleben ließen, was ich wieder einmal falsch gemacht habe.
Die größte Stütze jedoch bei allem, was mir den Eintritt in die Welt des Internets leichter machte, war mein Sohn. Und das ist auch bis heute noch so. Ich schweife ab.

Im Jahr 2000 hatte ich noch nichts vom Bloggen gehört: wer damals etwas auf sich hielt, hatte eine eigene „Homepage“.
Das ewige Kind und der unverbesserliche Klassenclown in mir, die beiden wollten auch so etwas: eine eigene „Homepage“, mit der ich die Welt bespaßen kann.
Und weil ich beruflich tagtäglich mit der Begutachtung von Versicherungs-Schadenfällen zu tun hatte, aus denen sich oftmals die kuriosesten Geschichten ergaben, erfand ich MELONIA, die verrückteste Versicherung der Welt.

So hieß meine Webseite, und sie war angefüllt mit den skurrilsten, verrücktesten Geschichten und Bildern und passenden Texten rund um die Dinge, die Menschen so zustoßen können. Makaber, albern, lustig, ironisch – abgefahren.
Meine MELONIA wurde rasch bekannt und hatte täglich sehr viele Zugriffe, worüber ich mich wie ein Kind freuen konnte.

Sie wurde sogar einmal zu einem Thema bei einer Radio-Show des Berliner Senders RADIO EINS. Der Sender wurde auf MELONIA aufmerksam und verabredete mit mir einen lustigen Live-Sendebeitrag für den 16. März 2002:

Man kann ihn hier noch nachhören:

Die Fernseh-Illustrierte TV-Total brachte im Juli 2003 einen Print-Artikel über meine MELONIA – und ich war stolz wie Oskar.


Das Gestalten der Website war jedoch immer etwas kompliziert und ziemlich zeitaufwändig. Die Zeit dafür fehlte mir oft, denn ich hatte ja immerhin Verantwortung für meinen eigenen Betrieb und die Mitarbeiter – und natürlich für meine Familie.

In der Zeit um 2005 kam mir der Begriff BLOG immer häufiger zu Ohren, und dass es sich hierbei wohl um eine Art öffentlichen Tagebuch handelt.

Im Sommer 2005 stieß ich auf TWODAY.net
Mir gefiel es, dass das Gestalten und Posten von Beiträgen dort viel einfacher als bei einer „Homepage“ war – und – dass ich sofort Reaktionen in Form von Kommentaren erhielt. Toll! Denn bei der bisherigen Website waren ja nur Gästebucheinträge möglich.

Die Melonia sollte es auch nicht mehr sein, sondern etwas, was meinem Hang zu Nonsens und Wortspielereien nahekommt. Eulenspiegelei? Nö. SPIEGELei !
Jau! Das war´s!
Und somit schrieb ich meinen ersten Beitrag als Blogger am 8. Dezenber 2005.

Ich merkte recht schnell: das ist mein Medium – das macht Spaß!
Es entwickelte sich bei Twoday eine wunderbare Blogger-Gemeinschaft, an der ich teilhaben durfte. Kontakte zu Menschen, die mir mit der Zeit durch ihre Beiträge oder Kommentare sympathisch wurden:
Gemeinschaftliche Wort- und Gedankenspiele, Dichten, Blödeln – aber auch Tragisches, wie 2013 der Tod von  Bloggerfreundin Eugene Faust, die wir alle sehr mochten, oder die seit Juli 2014 bis heute andauernde Stille im Blog von Bubi40, der uns mit Bibelzitaten zum ketzerischen Reimen verführte, dessen letzter Blogeintrag „Unkraut vergeht nicht“  zum Titel hatte….

Die große Sorge, als unsere „Bloggerheimat Twoday“ nur noch dahindümpelte und im Mai 2018 endgültig abgeschaltet werden sollte, veranlasste viele Blogger, ins Exil zu flüchten, sich eine neue „Heimat“ zu suchen – so auch ich.
Dank der fachkundigen Hilfe und des tollen selbstlosen Einsatzes von Neon (NEONWILDERNESS), der uns eine tragende Brücke zum Übersetzen mit all unserem aufgeschriebenen Hab und Gut zum rettenden WordPress-Ufer baute, ging nichts verloren – und ein großer Teil der alten „Community“ fand sich auch an neuer Stelle wieder.
Neon werkelt auch bis heute noch weiter in den Tiefen des Twoday-Maschinenraums und kümmert sich darum, dass der gute alte Blogdampfer nicht untergeht.

Mein persönlicher Wechsel zu WordPress (Mai 2018) führte auch zu einer neuen Idee mit einem neuen Namen: als Kind des Ruhrgebiets und aktiv Mitwirkender der Gelsenkirchener Geschichten sollte mein neuer Blog – neben dem wichtigen Nonsens! – mit meiner Heimat zu tun haben: Kunst, Kultur, Kohle: KOHLENSPOTT eben. Mein Revier. Mit Dat und Wat und Hömma!

Und das Schönste dabei: ganz viele der mir in den Jahren vertraut gewordenen mitschreibenden Menschen sind dabei nicht verlorengegangen. Und es sind Neue hinzugekommen. Einfach schön.

Bissi Tage!

 

Ach ja: ein herzliches DANKESCHÖN an Jules für diese Idee!

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Filmemacher Adolf Winkelmann wird 75 – und ein Buch

Heute wird der Dortmunder Regisseur Adolf Winkelmann  75 Jahre jung.

Die Ruhrbarone widmen ihm hierzu einen wirklich lesenswerten Beitrag:
RUHRBARONE: „Der die Bilder das Fliegen lehrt“

Passend zu diesem Datum erschien vor wenigen Tagen Adolf Winkelmanns neues Buch
„Die Bilder, der Boschmann und ich“

„Winkelmanns Gespäche mit Boschmann eröffnen einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen der Filmemacherei. Sie erzählen ein Künstlerleben im Kohlenpott….“

Ich hab es mir bestellt – und hätte es beinahe in einem Rutsch durchgelesen, weil mich schon seit frühester Kindheit alles, was mit Filmen, Drehen und Schauspielerei fasziniert und anzieht. Vermutlich darin begründet, dass ich als Kind direkt neben einem Kino aufwuchs, später durch glückliche Umstände bei Dreharbeiten in Berlin und den Pinewood-Studios in London Filmluft schnuppern durfte.

Mit dem Buch „Die Bilder, der Boschmann und ich“ wird der Leser Zeuge von Gesprächen zwischen dem Dortmunder Filmemacher Adolf Winkelmann und dem Bottroper Buchverleger Werner Boschmann.

Es ist toll, den beiden „zuzulesen“: ihr herrlich humorvolle und sympathisch ironie-angehauchtes Frage- und Antwortspiel erinnerte mich zwischendurch ein wenig an die legendären Frontal-Moderatoren Hauser & Kienzle: ein reines Lesevergnügen, bei dem Adolf Winkelmann am Beispiel seiner Ruhrgebietsfilme „Die Abfahrer“ oder „Jede Menge Kohle“ einen tollen Blick hinter die Kulissen des Filmemachens von der frühen Phase der Idee bis hin zu den eigentlichen Dreharbeiten mit all ihren technischen oder manchmal auch menschlich begründeten Unvorhergesehenheiten gewährt.
Spannend. Zum Dranbleiben.

Ich habe mir den Spaß gemacht, das Buch erst einmal bis zur Seite 56 zu lesen, weil ich bis dahin nun alles über das „Making of“ des Abfahrer-Films erfahren habe. Mit diesem „Wissen“ schaute ich mir den Film an – und entdeckte Dinge, die ich ohne das Buch nicht hätte sehen können. Beispielsweise das Tageslicht, das durch das Führerhaus des geklauten Möbelllasters schien. Nun kenne ich den Grund dafür. Mehr verrate ich nicht.

Kurzum: die Art und Weise, wie Werner Boschmann und Adolf Winkelmann hier miteinander Gespräche führen – und Winkelmanns kursiv gesetzte Gedanken sind absolut vergnüglich – dazu die Geschichte über das Werden der „Fliegenden Bilder“ auf dem Dortmunder U, und viele Fotos machen dieses Buch absolut rund.

Es hätte auch heissen können:  „Noch Fragen, Boschmann?“

Lothar Lange


KLICK! > Hier mehr über das Buch, dem Werner Boschmann, wie zu allen „Büchern vonne Ruhr“ gern einen schönen Leinenbeutel dazulegt:

Adolf Winkelmann
Die Bilder, der Boschmann und ich
176 Seiten · gebunden mit Schutzumschlag · mit vielen Fotos · 14,90 €
ISBN 978-3-948566-06-7

Winkelmanns Gespäche mit Boschmann eröffnen einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen der Filmemacherei. Sie erzählen ein Künstlerleben im Kohlenpott, von den kindlichen Anfängen bei der Wandergruppe des Helmholtz-Gymnasiums in Dortmund bis in die Karpaten, nach Moskau
und New York.

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Meckerwetter.

Es sprach der Bock zur Ziege:
„Ich glaube, Du, ich kriege
´nen Koller bei dem Wetter!“

Da sprach die Ziege zum Bock:
„Mensch Oller, Dein Gemecker,
dat macht mich echt bekloppt.“

 


Verdelli, ich glaube, dat Wetter is kaputt.
Gut, wenn man ´ne Couch hat, denn:
Dat beste Wetter is immer noch auffe Couch.

Bissi Tage!

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Der Dachhase.

Der Dachhase

Ein Blick nach oben – zum Kamin:
wie kommt der Hase nur dahin?
Hat der nicht heuer ´nen Termin?
Er muss doch durch die Lande zieh´n.
Mit bunten Eiern und Geschenken
die kleinen Menschen zu bedenken.

„Herr Lampe! Woll´n Sie nicht bald starten?“
„Nein, mein Herr – ich muss noch warten.
Ich wart´ hier auf den Nikolaus,
der trägt mit mir die Eier aus.
Er hilft mir heut´ mit seinem Schlitten
ich musste ihn darum sehr bitten,
man sagt, es käm noch Winterwetter,
da hilft er mir – er ist ein Netter!
Dann brauch ich nicht so arg zu frieren.
Will Weihnachten mich revanchieren,
und dann sehr gern ihm assistieren.“

„Herr Hase, das ist allerbest!
Ich wünsch´ein frohes Osterfest!“

Lothar Lange. 2021


 

Ganz lieben Dank an Brigitte Fuchs  für´s Nutzendürfen des schönen Dachhasenfotos, das auch auf ihrem lesenswerten Lyrik-Blog „Quersatzein“ zu finden ist.


 

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