Wo bleibt meine Bratwurst?

Verdelli! Irgendwat stimmt hier bei uns nich.
Gezz bin ich zum dritten Mal geimpft – und wat is?
Nix.
Inner Ostzone, also in Thüringen, da klappt dat.
Da kricht man zum Dank dafür, datt man sich impfen lässt, ´ne Bratwurst.
Und hier? Nix.
Bei mir wären dat schon drei Bratwürste.
Ich bin ja beie BEK versichert. Also beie Bratwurst-Ersatzkasse.
Ich frach da mal: wenn die mir meine drei Bratwürste nich bewilligen,
dann happich mich ja völlich umsonz impfen lassen!!!

Als ich zu ersten Mal las, dass man Bratwürste als Anreiz zum Impfenlassen einsetzt, und damit sogar einen gewissen Erfolg verbuchen konnte, baute sich ein Bild vor mir auf:

Ich befinde mich auf einer Brücke, die über den Rhein-Herne-Kanal führt, als ich plötzlich da unten im Wasser einen Menschen hilflos strampeln sehe.
Sofort ist mir klar: der kann nicht schwimmen!
„Keine Angst! Ich komme zu Ihnen, und hole Sie da heraus!“, rufe ich ihm zu.
Doch bevor ich zu ins Wasser springe, winkt der ab und brüllt mir entgegen:
„Wat krich ich denn dafür, datt Sie mich retten dürfen? Haben´se wenigstens ´ne Bratwurst für mich?“
„Nee, hab ich nicht dabei!“, antworte ich.
„Tja,“ brüllt der Ertrinkende zu mir hoch, dann ham´se Pech gehabt“!

Und versinkt…

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Papiermangel, Bücherstau und ein volles Pfund für die Tonne.

Als ich am vergangenen Freitag mit einer Mitarbeiterin eines Buchverlages telefonierte, beklagte sie, dass viele Bücher, die gerade jetzt im letzten, für das Jahresgeschäft so wichtigen Quartal im Buchhandel zu finden sein müssten, noch gar nicht gedruckt werden konnten, weil es schlicht an Papier fehlt, auch an Pappe für die Buchdeckel. Und wenn etwas zu bekommen sei, dann zu hohen Preisen, weil die Nachfrage es zulässt, diese zu nehmen.

Am frühen Morgen darauf fischte ich, wie gewohnt meine Tageszeitung aus dem Briefkasten, die samstags immer etwas dicker daherkommt, zum einen wegen der zusätzlichen Wochenendseiten, zum anderen aber, weil sie prall gefüllt war mit vielen bunt und laut schreienden Werbebeilagen und Flyern, mit denen man mir klar zu machen versucht: „Wer günstig will, muss Penny!“ oder mich mit dem „Hammerpreis der Woche!“ locken will. Ich brauche aber kein Werkzeug. Und mich lockt auch kein „Knallerangebot“. Ich will morgens meine Ruhe haben.
Mittags kam auch noch die Gratis-Samstagszeitung, der bedruckte Anzeigenfriedhof mit hauchdünnem Alibi-Lokalteil, dafür aber gleichfalls dick bestückt mit den bekannten Flyern und Prospekten, unter anderem auch mit einem, der mich zum Sparen durch Trinken auffordern will.

Ich hab mir nun einfach einmal den Stapel der bunten Flyer dieses einen Samstags genommen, und ihn auf die Waage gelegt: 686 Gramm!
Also mehr, als ein „Vollet Pfund“ bunt bedrucktes Papier mit sehr kurzlebigem Informationsgehalt für die (bestenfalls Altpapier-) Tonne!
686 Gramm pro Haushalt an einem Samstag.

Und dann fragte ich mich, wie viele Bücher man wohl aus mehr als einem vollen Pfund Papier herstellen könnte. Ich nahm mir einfach zwei zufällig griffbereite Ruhrgebietsbücher (ertappe mich soeben beim vermutlich ungewollten Productplacement…) – und was zeigt die Waage?  584 Gramm!

584 Gramm, über 100 g leichter! Aber mit Inhalten, die deutlich mehr hergeben, als nur Hammer, Knaller, Sauf & Spare, sondern Lies, Entspanne & Genieße.

Man liest sich!
Bissi Tage!

Lothar Lange Kohlenspott

 

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15 Jahre Gelsenkirchener Geschichten!

Irgendjemand gab mir 2007 den Tipp,
doch einmal im Internet bei den Gelsenkirchener Geschichten nachzuschauen:
dort würde ganz viel über Gelsenkirchen zu finden sein, vielleicht wäre das was für mich….

22. September 2007
Ich tippe www.gelsenkirchener-geschichten.de in die Tastatur.
Ich konnte doch nicht ahnen….

… dass ich dort in den darauffolgenden Jahren ein gutes Stück meiner Lebenszeit verbringen werde.
Und das auch noch mit nie nachlassender Begeisterung!

… dass ich dort mit meinem Schaffensdrang – vom Schreiben, Gestalten, Sprechen, Erzählen, Dichten, Reimen, Verbreiten von Nonsens, vom Radio-Live-Gespräch bei WDR5 bis hin zur traurigen Pflicht des Haltens einer Trauerrede für einen verstorbenen lieben Users an die richtige Adresse geraten bin.

…dass ich dort so viele interessante Menschen kennenlernen werde: schräge Vögel, Künstler, Musiker, sympathisch Verrückte, Politiker, Schriftsteller, Maler, Wortbegabte, Misanthropen, Philanthropen, Verstrahlte, Liebenswerte, Nervensägen, Schauspieler, Ballettmeister, Bergleute, Fußballer, Fotografen, Karikaturisten, Journalisten, und gaaanz viele einfach nur sympathische Menschen ohne Amt, ohne Titel, aber mit Würde und dem Spaß daran, ihre persönlichen Gelsenkirchener Geschichten zu erzählen, ihre Bilder und ihre Erinnerungen zu teilen.

…dass mir die Gelsenkirchener Geschichten auf Jahre meine Brücke zu meinen Wurzeln werden würden.

…dass ich – über 14 Jahre nach meinem ersten Kontakt zu den GG – heute, am 24. November 2021
nicht die richtigen Worte finden werde, für alles Danke zu sagen, obwohl ich ja sonst ´ne große Klappe habe.

Danke.
Lo

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Schnelle Zeit verlangsamen? Das geht.

Verdelli,
seit Aldi im September mit Spekulatius die Vorweihnachtszeit eingeläutet hat, rast die Zeit noch schneller.
Und gefühlt seit der Uhrumstellung durch´s frühere Dunkelwerden sowieso.
Ich wundere mich, wie schnell Tage, Wochen und Monate an mir vorbeirauschen.

Wobei es Orte gibt, an denen man dieses Tempo rapide drosseln kann.
Zahnartzstühle sind solche wundersamen Orte.
Setzt man sich drauf, können sich schon wenige Minuten qualvoll wie Stunden langziehen.
Vielleicht eine Möglichkeit, langsamer zu altern?

Ich weiss nicht – so ohne Zähne wirkt auch eine glatte Gesichtshaut nur wenig jugendlich.
Da bekommt man nachher nur so komische Komplimente, wie:
Oh, toll, Deine Haut: wie ein siebzehnjähriger Pfirsich!“

In Oberbayern fotografierte ich vor einiger Zeit
eine Lüftlmalerei mit diesem weisen Spruch:


 

 

 

 

 

 

 

 

Genießen wir unsere Zeit!
Aber dalli!

Bissi Tage!
Lo

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Herbstgeflüster

Still ist es,
und herbstlich draussen.
Doch da!
Vom Laptop her – ein Rauschen!
. . .
Sein Lüfter will wohl mit mir plauschen.

Lothar Lange
Gestern dicht. Heute Dichter.

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„Wenn der Mutter mal wat passiert…“

Verdelli:
heute bekam ich unfreiwillig beim Einkaufen einen Gesprächsfetzen mit:
„Mein Mann sacht, wenn der Mutter mal wat passiert, dann will er ihre Wohnung verkaufen…“

Und spontan kommt mir so in den Sinn, was wohl wäre,
wenn der Mutter wirklich mal wat passiert,
datt ihr zum Beispiel vielleicht beim Backen ein Ei oder gar die ganze Schüssel aus der Hand fällt,
oder sie den Bus verpasst, oder sie ihr Portemonnaie verliert?

Muss sie dann ausziehen?
Dat is doch herzlos, oder?

Meint
Lo

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Zeitumstellung ohne Stuhlgang.

Wat denn nu? Zeiger eine Stunde vor oder zurück?
Für diese Frage gibt es ja bekanntlich die Stuhlgang-Lösung:

Im Frühjahr stellen Strassen-Cafébetreiber ihre Stühle VORS Cafe,
im Herbst ZURÜCK in den Innenbereich.

Ich habe keine Caféhaus-Stühle.
Und so helfe mir auf meine Weise,
indem ich beim Wegtrinken meines Weinvorrates sehr genau darauf achte,
dass ich am Abend des 30. Oktober die letzte Weissweinflasche leere.
Wenn anderntags nur noch Rotwein da ist, weiss ich, dass dieses der Tag ist,
an dem ich meine Uhren um eine Stunde zurückstellen muss.
Falls ich keinen Kater habe.

Sach ich doch: et geht auch ohne Stuhlgang.

Bissi Tage!
Lo

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Bilder aus Kohlenstaub mit Gedichten aus der Tiefe. Ein Buch.

Vor einigen Jahren stand ich in der Mülheimer Wolfsburg , in der es immer wieder wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst zu betrachten gibt, erstmalig vor Bildern, die „mit Kohlenstaub gemalt“ waren. Landschaften, Schatten, Wesen, Stimmungen – von zartem Grau bis Schwarz: beeindruckend.

Irgendwann vergaß ich diese Bilder, bis ich in diesem Jahr auf den Blog der Künstlerin Marlies Blauth stieß, auf dem ich ähnliche Landschaftsbilder aus Kohlenstaub wiederfand und durch gegenseitiges Kommentieren erfuhr, dass es aktuell ein druckfrisches Buch von ihr gibt – mit Kohlenstaub-Bildern, begleitet von zarten wie kraftvollen Gedichten, die die Menschen und Landschaften aus der Zeit des Ruhrgebiets ihrer Kindheit, aber auch Gegenwart und Sehnsucht – ohne zu verklären – zum Inhalt haben. Erinnerungen, wie diese:

Das Büdchen
liegt am Weg
zwischen Zauberwelt und Alltäglichkeit –
Na, Ihr Ströppkes? lacht der Mann
der zwei Flaschen Export kauft
und, ach, noch ´ne Dose Sauerkraut dazu
während wir beraten:
dreißig Pfennige … lieber ein Wassereis
und zwei Nappos
oder eine gemischte Tüte
in der zum Schluss immer
ein Himbeergelee kleben bleibt
mit Papiergeschmack –

Solche Gedichte machen Bilder: Nappo! Klar, das war doch dieser kleine rautenförmige Nougatblock, der zäh an den Zähnen kleben blieb. Ob es den noch gibt? Erinnerungen…

In einem anderen Gedicht finden sich Kaninchenstall, Zinkbadewanne und Wirsing wieder. Und schon bin an Gerüche aus längst vergangener Zeit erinnert.

Und Kohlenstaub? Der Keller meiner Kindheit war schwarz davon, auch die Wohnung, die mit Kohle beheizt wurde. Irgendwo war immer Kohlenstaub. Dass einmal jemand damit stimmungsvolle Bilder malt, darauf wären wir nicht im Traum gekommen, obwohl – mit unseren schwarzen Kinderhänden nach dem Stapeln von Briketts haben wir sicher so manche Wand beschmiert. Unsere Gesichter sowieso. Vielleicht sogar kunstvoll. Hat damals nur niemand als solche erkannt. Und schon denke ich an Bergmannseife…

Marlies Blauth ist mit ihrem Kohlenstaub-Bilder-Gedichte-Buch eine schöne Mischung gelungen: etwas zum Hinschauen, zum Interpretieren, zum Nachdenken, zum Erinnern, zum In-dieHand-nehmen.

ISBN: 3745511026 /EAN: 9783745511024
Gedichte und Zeichnungen. Mit 43 farbigen Abbildungen.
21,1cm x 25,3cm x 1,2cm € 24,50
Athena-Verlag Oberhausen / September 2021 – kartoniert – 100 Seiten

Das Rezensionsexemplar wurde mir von der Autorin Marlies Blauth zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung hat es nicht beeinflusst.

Fotos: Lothar Lange

Marlies Blauth
Künstlerin und Autorin, wurde 1957 in Dortmund geboren, wo sie auch ihre Kindheit und Jugend verbrachte.
Nach ihrem Studium (Kunst und Biologie für das Lehramt, Kommunikationsdesign mit Diplomabschluss) war sie über viele Jahre Lehrbeauftragte an der Universität Wuppertal, bis heute ist sie als Bildende Künstlerin tätig. Seit 1988 zeigt sie ihre Arbeiten in Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen, vorwiegend im Raum Nordrhein-Westfalen (Galerien, Museen, Kirchen). Ihr experimentelles Werk ist zwischen Malerei und Grafik angesiedelt; soweit technisch möglich, verbindet sie beinahe alles mit allem (beispielsweise Linoldruck mit Malerei oder Fotografie mit Zeichnung). Mit ihren Kohlenstaub-Bildern hat sie sich von teilweise komplizierten Verfahren eine Zeit lang verabschiedet, indem sie – fast spartanisch- ein so alltägliches wie vergessenes Material künstlerisch einsetzt. Immer wieder arbeitet sie daran, eine neue oder zumindest noch wenig bekannte Ästhetikzu entwickeln.
Seit 2006 veröffentlicht sie gleichzeitig literarische Texte, vor allem Lyrik. Ihre Texte sind in vielen Anthologien zu finden, beispielsweise in bisher zehn Versnetze-Ausgaben. 2015 erschien ihr erster Gedichtband „zarte takte“ (Nord Park Verlag Wuppertal), 2017 ihr zweiter „Dornröschenhaus“ (AthenaVerlag Oberhausen), sowie 2021 „Bilder aus Kohlenstaub“ Gedichte & Zeichnungen (ebenfalls Athena Verlag Oberhausen)
Sie ist Mitglied bei verschiedenen künstlerischen und literarischen Verbänden, so etwa der GEDOK,dem VS und dem LiteraturRaum Dortmund-Ruhr.
Marlies Blauth lebt seit einigen Jahren in Meerbusch bei Düsseldorf.
Blog: www.kunst-marlies-blauth.blogspot.com

Das ist mir wichtig: wenn ich hier hin und wieder ein Buch beschreibe, das mir gefällt, so geschieht dieses stes ohne wirtschaftliches Interesse meinerseits, ohne Beeinflussung meiner Meinung und grundsätzlich ohne Gegenleistung, ausser vielleicht, dass die Freude der Autoren/ der Autorin/nen darüber mein ach so altes Herz erfreut. Alles klar?

Bissi Tage! 🙂
Lo.

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Die Schwarzfüße – Sommer 1946 Ruhrgebiet – ein Jugendbuch für Große.

Verdelli – ich, dessen Kindheit doch schon sehr weit zurückliegt, hätte nicht gedacht, dass mich die Geschichte eines Jugendbuches derart gefangen nimmt, dass ich mich nach dem Lesen der letzten Seite so fühle, wie nach einem Kinobesuch: von der Handlung betäubt und berührt zugleich.
Im Kino bleibe ich bei Filmen, die mich beeindruckt haben, gern noch so lange still auf meinem Platz, bis der komplette Abspann durchgelaufen ist und der Vorhang sich geschlossen hat.

Hier ist es ein Buch, das mich nach dem Lesen noch eine Weile stillsein ließ.
Ein Jugendbuch. „Die Schwarzfüße“ von Jo Pestum

Ein Jugendbuch?
Ja – und zwar eines, das vermutlich für uns „Große“ geschrieben wurde. Für uns, die als Kinder im zerstörten Nachkriegs-Ruhrgebiet aufwuchsen, zwischen Indianerspielen, Trümmern und Kohldampf.

Es handelt von sechs Jungen, die 1946 in den Trümmern des Ruhrgebietes einen Indianerstamm „Die Schwarzfüße“ gründen, von Mutproben, wie dem Sprung von der Karnaper Kanalbrücke, vom Klauen einer Schreibmaschine in der Druckerei Giradet, vom Steinekloppen für ein Fahrrad oder dem Kohlenklauen für etwas Milchpulver und Fischkonserven. Vom ewigen Kohldampf, von Hamsterfahrten, dem Kampf gegen die wilden Jungs der Ulmenhofbanditen aus der Nachbarschaft, vom Schwungbein-Erwin mit der Quetschkommode, von Kriegsheimkehrern, Schwarzmarkt und dem ersten Schwärmen für ein mandeläugiges Mädchen mit X-Beinen.

„Vieles in dieser Geschichte, die im Sommer 1946 handelt, ist erfunden, vieles hat sich wirklich so zugetragen. Die Schwarzfüße, die schöne X-Bein-Gemme, den Schieber Fettauge Marqurdt, den dünnen Heimkehrer Käse-Rudi: die hat es tatsächlich gegeben. (…) In der Erinnerung an die Abenteurer aus jenen wilden Tagen widme ich dieses Buch den Abenteurern von heute – in der Hoffnung, dass es sie gibt…“,

… schrieb Jo Pestum in seinem Vorwort dieses wunderbaren Romans. Jo Pestum, geboren 1936 in Essen, verstarb 2020

Jo Pestum
Die Schwarzfüße
Mit einem Nachwort von Dirk Hallenberger
192 Seiten · gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen
14,90 € · ISBN 978-3-948566-10-4
Erschienen September 2021

Hier oder im Buchhandel erhältlich:
Verlag Henselowsky Boschmann – Bücher vonne Ruhr

Ein wunderbares Buch „vonne Ruhr“, so lebendig und authentisch geschrieben, dass mir beim Lesen viele Bilder und Begebenheiten aus meiner Kindheit wieder präsent wurden.
Schöner als Kino.
Meine aufrichtige Empfehlung.

Bissi Tage – man liest sich.
Lo.


Das ist mir wichtig: wenn ich hier hin und wieder über ein Buch schreibe, das mir gefällt, so geschieht dieses stes ohne wirtschaftliches Interesse meinerseits, ohne Beeinflussung meiner Meinung und grundsätzlich ohne Gegenleistung, ausser vielleicht, dass die Freude der Autoren/ der Autorin/nen darüber mein ach so altes Herz erfreut. Dat isso!   🙂

 

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Wann küsst sie mich endlich?

Für den Fall, dass mich die Muse einmal plötzlich überfällt und mich küsst, bin ich allerbestens vorbereitet:
auf meiner Staffelei wartet eine weiße Leinwand schon seit längerer Zeit auf diesen amourös-leidenschaftlichen Augenblick, Pinsel und die Farben liegen griff- und mischbereit daneben.
Doch Frau Muse ziert sich.

In der Zwischenzeit malt mir die Sonne immer wieder etwas aufs weiße Tuch.
Heute sogar etwas, passend zum frühen Spekulatius-Angebot, vorweihnachtliches.

So, Frau Muse – wat ist nu mit Küssen?
Ich wär‘ soweit…

Lo

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