Was kostet ein Knaller?

Verdelli,  weil ich nicht weiss, was so eine SmartWatch alles kann, habe ich mich auch bisher nicht für so einen Osnik interessiert. Ich trage seit vielen Jahren eine einfache, aber schöne und zuverlässige „Pilotenuhr“, die es einmal an der Tankstelle für Tankpunkte plus Zuzahlung zu erwerben gab.

Aber gezz macht mir mein Mobilfunkanbieter ein Angebot, das mich vielleicht schwach werden lässt:

Knallerwatch

Tja, gezz muss ich nur noch herausfinden, wat so ein Knaller ungefähr kostet.

Silvester ist ja vorbei, doch bei azoman gibt es 12 Knaller zu € 5,19, nur leider nicht einzeln.

Doof, wat soll ich dann mit 12 Smart-Watches?

Ich lass´et bleiben.  Ich brauch´ auch keine Uhr, die allet kann.

Bissi Tage!

 

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Wir haben uns getrennt.

Irgendwann musste es ja so kommen. Ich spürte es schon eine ganze Weile. Irgendwann lag ich nachts wach und plötzlich kam mir nur noch das Wort „Trennung“ in den Sinn. Dann wieder Zweifel. Immerhin waren wir Jahrzehnte zusammen, haben alles, aber auch wirklich alles gemeinsam erlebt. Eigentlich waren wir nie getrennt.

Vielleicht war das ein Fehler, aber so einfach trennt man sich doch nicht. Nur, weil man nicht immer aneinander denkt? Weil man sich so sehr aneinander gewöhnt hat, so sehr miteinander verwachsen ist, dass man den anderen gar nicht mehr richtig wahrnimmt?

Gemeinsamkeiten?
Ja, die hatten wir: gutes Essen! Wir liebten es, zu essen.
Wir aßen immer gemeinsam. Mit Leidenschaft.
Aber sonst? Viel mehr war da nicht.

Leidenschaft? Nein.
Leiden! Ja.
Ich litt zusehends.
Nicht heftig, aber spürbar genug, unsere Partnerschaft in Frage zu stellen: hat es noch Sinn, zusammenzubleiben?

Aber hätte es denn einen Sinn, gemeinsam alt zu werden, wenn immer nur einer, nämlich ich, zu leiden hat?
Nein.
Sollte ich Rücksicht darauf nehmen, dass die Welt heute den kitschigen Tag der Liebenden, der Blumen, Herzen und Luftballons begeht?
Trennt man sich an so einem Tag?
JAWOLL! Erst recht an so einem Tag, verdammt noch mal!

Heute mittag haben wir uns getrennt.

Mein Weisheitszahn oben links und ich sind nicht mehr zusammen.
Der Trennungsschmerz war nur von kurzer Dauer.
Das Leben geht weiter.

Bissi Tage!
Lo

Header Zahnarzt 3

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Blutbad? Japan hackt seine Bürger!


Verdelli, da fehlen einem die Worte:
als ob es nicht schon genug Krisen auf der Welt gibt!

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Quelle: FAZ online

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Quelle: Heise online

Quelle: Spiegel.de

 

 
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Bühne frei!

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Hand aufs Herz: ist nicht eigentlich jeder, der „blogt“ ein wenig auch ein Selbstdarsteller?

Jeder auf seine Art?
Wer hier dabei ist, findet sich als Hauptdarsteller und Zuschauer zugleich in einem kleinen Theater wieder, das 24 Stunden geöffnet ist und bei dem auch das anonyme Publikum eingeladen ist, sofort selbst vom Zuschauer zum Darsteller zu werden.

Und weil jeder mitmachen darf, machen auch welche mit, die vielleicht zunächst auch nur zufällig einmal vorbeigekommen sind: Nette, Spinner, Neider, Besserwisser, Sympathische, (Ein-)Gebildete, Neugierige.
Also der ganze große Tiergarten Thalias, der Muse des Theaters und der Komödie.

Und die Gage? Fließt reichlich.
In Form von Kommentaren, Zustimmung, flüchtigen Bekanntschaften zu Gleichgesinnten, Bereicherung an merkenswerten, pfiffigen Formulierungen.

Nicht zu vergessen: der Applaus.
Ich habe mich ja freiwillig auf diese Bühne begeben, will ehrlich sein: vielleicht auch des Applauses wegen!

Aber auch Dramen sind hier zu finden.
Wieviele „Mitspieler“ hier nicht nur ihre Unterleibserlebnisse, sondern auch ihre Liebes- und Lebensschmerzen frei und offen, sich verwundbar machend präsentieren!

Schnell wäre man geneigt, solche traurigen Veröffentlichungen als „Jammerzirkel“ zu verurteilen. Dabei, denke ich, kann es auch gut sein, wenn auf diese Art jemand in kritischen Situationen mithilfe des Bloggens ein Ventil für sich und seine Nöte findet und in besten Fall auf Mitspürende, Tröstende und Lebenshelfer trifft.

Ich mag besonders gern pfiffige, humorvolle Dialoge.
Das Spiel mit Worten. Jux, Satire, Nonsens, Schabernack.
Aber auch Tiefe,
Von allem also etwas.

In diesem Sinne:
Der Vorhang bleibt offen – the show must go on.
Ich spiele gern mit.

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Wer kennt die Adresse?

Als ich den Supermarkt verlasse, erblicke ich dieses Auto, das vermutlich gewollt so unübersehbar dort vor dem Portal abgestellt wurde, und lese seine Botschaft.

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Au fein, nachdem sich die Menscheit seit eh und je auf der Suche nach dem Glück befindet, freut man sich ja, endlich dem Ende allen Suchens ein Stück nähergekommen zu sein. Zumindest weiß man nun, dass das Glück ein Zuhause hat.

Schön, zu wissen.
Jetzt brauchen wir nur noch die Adresse.

Sachdienliche Hinweise…..

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„Wiedersehen“ mit Giorgio Moroder.

Ich hatte es fast schon vergessen. Vergessen, dass ich vor mehr als vier Jahrzehnten davon träumte, einmal „reich, berühmt und glücklich“ zu werden.
Die Haare lang, und schon allein dafür von der älteren Generation als „Gammler“ betitelt, die Zukunft ungewiss, die Träume bunt wie meine Blümchen-Latzhose aus der Flower-Powerzeit, nach der kaufmännischen Einzelhandelslehre ein ungeliebter Job in der Schlaraffia-Matratzenfabrik in Wattenscheid, die erste Liebe, das erste Auto für 350.- Mark. Und immer ein bisschen Schiss vor der Zukunft.

Und weil es sich um 1969 herum ergab, dass ich bei einem kleinen Discjockey-Wettbewerb in Gelsenkirchen-Bismarck als Sieger hervorging und gefragt wurde, ob ich nicht Lust hätte, wochenends Platten aufzulegen und Leute zu bespaßen, verdiente ich mir so in gutes Stückchen Geld nebenher, bekam Kontakte zu andere DJs der „Szene“, wurde Mitglied der DDO (der Deutschen Disjockey-Organisation) und bediente später auch die Mischpulte anderer Diskotheken in der Umgebung, so auch für eine gute Zeit im angesagten „FlashLight“ (ehemals Corso) in Gelsenkirchen, in dem zu meiner Freude regelmäßig die seinerzeit aktuellen Stars auftraten: Shocking Blue (Venus), Medicine Head, Peter Rubin, Casey Jones, Adam & Eve, und viele, viele andere.

Und Giorgio Moroder. So komme ich nun  auch zum „Wiedersehen“
Es dürfte 1970 gewesen sein. Neben anspruchsvollerem Soul war es auch die Hoch-Zeit der Bubblegum Music.
Von „Yummy Yummy Yummy“ bis „Sugar Sugar“

Giorgio Moroder, heute ein Weltstar,  landete als „Giorgio“ mit seinem Titel  Looky,-Looky einen absoluten Hit, trat bei uns auf – ich moderierte seinen Auftritt, führte das Interview, und es blieb im Anschluss daran noch reichlich Zeit, mit diesem sympathischen Menschen, der später zur Musiklegende werden sollte, ausgezeichnet mit drei Oscars und vier Grammys, zu plaudern.

Als ich gestern erfuhr, dass Giorgio Moroder bei „Lanz“ zu Gast sein würde, war ich sehr auf ihn gespannt. Ich schaue die Sendung selten, aber hier hat sich für mich das Einschalten aus reiner Nostalgie gelohnt. Giorgio Moroder kam sehr sympathisch herüber (wir tragen beide mittlerweile die gleiche Haarfarbe…), und ich war erinnert an einen Abend vor beinahe fünf Jahrzehnten mit ihm.

Die Folge war, nach langer Zeit wieder einmal das alte Fotoalbum herauszukramen, und darin zu blättern.
Wie sagt man? Wenn die Haare grau werden, werden die Erinnerungen grün.
Isso!

Bissi Tage.

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Et wird schubbich.

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Während Montag noch feierlich der Tag der Jogginghose  begangen wurde, kommt sofort danach wieder die muckelige dicke lange Unterbuxe aus der Mottenkiste an die Sonne.

Gezz kommt der Winter auch zu uns, und vielleicht auch mit ein bissken Schnee, damit der (neue) Rodelschlitten, der seit vier Jahren unbenutzt im Keller steht, erstmalig zu seinem bestimmungsgemäßen Einsatz kommen kann.

Und wem et gezz zu kalt ist, dem stimme ich nur bedingt zu: für Juli wäre et mir gezz auch ein bissken zu frisch. Is aber Januar. Musse durch…

Tipp: steifen Grog trinken.
Spezialmischung: vier Viertel Rum – und der Rest Wasser.

Bissi Tage!

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Zum Tag der Jogginghose 2019

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So, liebe Nation, damit niemand sagt, er sei nicht rechtzeitig informiert worden: am Montag, den 21. Januar begeht die Welt den  TAG DER JOGGINGHOSE 2019

An diesem Tag, weltweit als „International Sweatpants Day“ bekannt, zeigt sich Frau / Mann /  Kind von Welt den ganzen Feiertag über in diesem wunderbar bequemen Freizeit-Beinkleid. Auch – und besonders – in der Öffentlichkeit.

 Wer eine Jogginghose trägt,
hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

Karl Lagerfeld

Die Meinung des Modeschöpfers sollte niemanden davon abhalten, diesen Tag würdig in bequemer Kleidung zu begehen.
Zu Ehren dieses Tages widme ich ich allen Jogginghosenträger/innen der Welt dieses Gedicht:


Der Jogginghose Sinn.

Der Nutzen einer Jogginghose?
Sie dämpft den Schall und das Getose
von Winden, den warmen und den leisen,
die müffelnd das Gesäß umkreisen.
Sie hält mit Gasen, frisch vom Darm,
viel länger die Gebeine warm.

Schön dicht umschliesst ihr Gummizug
und schützt den Mann vor kaltem Zug,
die Knochen und auch sein Gemächt:
die Manneskraft bleibt ungeschwächt.

Dank Gummizug steigen auch Gase
nicht gleich hinauf bis in die Nase,
jedoch, zieht man die Hose aus,
haut´s einen um vor lauter Graus.

Doch mancher liebt die eignen Gase,
und wünscht, er hätte noch ´ne Nase,
um seinen Duft sich wegzuschnuppern.
Notfalls hilft auch, ihn einzutuppern.
So´n Furz hält länger in der Dose
als in der besten Jogginghose.

Mit ihr kann man auch unverholen
Kartoffeln aussem Keller holen,
sich auch mit ihr aufs Sofa legen,
man könnt mit ihr sich auch bewegen,
schön joggen – und recht sportlich sein,
doch das tritt sicher selten ein.

So quäl´ ich mich bei Nacht und Tage
mit dieser einen großen Frage:
Was ist der Jogginghose Sinn?

Ich weiss es nicht.
Ich steck´ nicht drin.
_________________________________________
© Lothar Lange…
…gestern noch dicht.
Heute Dichter.


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Sorry. Ich bin Nicht-Bettnässer.

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Ein Mensch, der ins Bett pinkelt, ist ein Bettnässer.
Ich pinkle nicht ins Bett.
Ergo bin ich ein Nicht-Bettnässer.

Ich frage ich mich, was da sprachlich falsch läuft, wenn man Menschen,
die nicht rauchen, ganz selbstverständlich als „Nichtraucher“ bezeichnet.

Das stellt sich mir so dar, als sei Rauchen zuerst einmal das ganz Normale.
N i c h t   zu Rauchen scheint demnach eine Abweichung vom Normalen zu sein, für die der nichtrauchende Mensch eine Bezeichnung verdient: NICHTRAUCHER.

Als Nichtraucher genießt man allerdings besondere Aufmerksamkeit: da gibt es Nichtraucherabteile in Zügen und Nichtraucherzimmer in Hotels. Dabei könnte ich mir gut vorstellen, als Nichtbettnässer ein besonders gern gesehener Gast zu sein, doch die Frage: „Wünschen Sie ein Nichtbettnässerzimmer?“ wurde mir in Hotels nie gestellt.

Auch im Flieger wird meist besonders darauf hingewiesen, dass es sich um einen Nichtraucherflug handelt. Schade, vermutlich dürfen alle Nichtschwimmer, Nichtakademiker und Nichtmitglieder gar nicht mitfliegen.

Ich verrate mal was ganz privates: ich bin leidenschaftlicher Nicht-Hosenträger-Träger. Und Nicht-Nichtschwimmer.

Ach, ich bin so vieles nicht.

Wie auch immer, ich bleibe dabei:
Für mich ist ein Mensch, der raucht, ein Raucher. Basta.
Und ich? Ich bin ich – und kein Nichtraucher, nur, weil ich nicht rauche.
Ich bin auch kein Nichtmörder, nur, weil ich noch niemals jemanden um sein Leben gebracht habe.

Vielleicht bin aber auch nur ein nichtwissender Nichteingeweihter?

Bissi Tage!
Lo


P.S.:
Um nicht missverstanden zu werden: ich habe nichts gegen Raucher
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Kellerschätzchen aus ´nem alten Koffer

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Eigentlich wollte ich nur in den Keller, um ein paar ältere Bücher für den öffentlichen Bücherschrank herauszusuchen. Dabei „entdeckte“ ich meinen uralten Lederkoffer, den ich stets gern mit gebräuchlichen Dingen aus den 50ern befülle, um ihn dann so bestückt zu meinen nostalgischen Lesungen über die Zeit der Pettycoats und des Wirtschaftwunders mitzunehmen und damit die Zuhörer mit diesen alten Dingen zum Anschauen und Befühlen zu beglücken versuche. Das können alte Filmprogramme, Blechspielzeug, eine alte HörZu von 1955 und viele andere Gebrauchsgegenstände sein,  aus der Zeit, die man heute „Damals“ nennt…

Überrascht war ich aber, als ich zwischen den mir bekannten Erinnerungsstücken unseren alten VW-Käfer-„Zündschlüssel“ und ein 1-DM-Stück in den Ritzen fand.

Und schon tauchen Bilder auf: wie zuverlässig doch dieses Auto war – bei jedem Wetter, selbst im eiskalten Winter stand der Käfer auf der Straße und sprang sofort brav an.  Etwa vierzig Jahre ist er nun schon Autohimmel. Dass es den Schlüssel noch gibt, war mir nicht bewusst. Ein wahres Kellerschätzchen.

Wie schön…

Bissi Tage!

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