Auch wieder schön gewesen!
Am Donnerstag, 3. September gab es in der wunderbaren Sterkrader Buchhandlung Wiebus im Rahmen des „Sterkrader Lesesommers“ eine Lese-und Diskussionsrunde mit Verleger Werner Boschmann, Filmemacher Adolf Winkelmann, Jens Dirksen (ehem. Kulturchef WAZ) dem Autor Lothar Gräfingholt (Autor), und meiner bescheidenen Wenigkeit.
Überschrift: „Crashkurs Ruhrgebiet“, der Titel des wirklich kurzweiligen Buches über die Geschichte, Kultur und Mentalität des Reviers, über das Bloggerfreund Lutz Prauser in seinem „Zwetschgenmann-Blog hier: Mediatipps (Teil 59): „Crashkurs Ruhrgebiet“ und ich vor einiger Zeit unter: Festhalten! Hier kommt der Crashkurs Ruhrgebiet! bereits schrieben, und für das ich gerne die Werbetrommel rühre, auch auf die Gefahr hin, mich verdächtig zu machen, weil ich doch an dem Buch mitschreiben durfte. *)
„Das Ruhrgebiet ist die aufregendste Region in Deutschland, wahrscheinlich sogar auf der ganzen Welt. Leider hat sich das noch nicht überall rumgesprochen. Hier hilft nur eins: Beweise auf den Tisch – in einem „Crashkurs Ruhrgebiet“. Mit klassischen Themen wie Kulinarik, Literatur-vor-Ort und Schauspielhäuser. Mit Doppelsinnigem wie Strippenzieher, Ewigkeitskosten und Glasscherbenviertel. Mit Umstrittenem wie Gebietsreformen, Kulturhauptstadt und Strukturwandel. Mit Delikatessen wie Däten, Pottericks und Kanzlerkandidatenworte.“

Das Buchgeschäft Wiebus in Oberhausen-Sterkrade gehört für mich, wie viele andere kleine inhabergeführte Buchläden im Ruhrgebiet auch, zu den Orten, an denen so ein Lese- oder Diskussionsabend immer etwas ganz Besonderem ist.
Die hohen Regale, gefüllt mit unzähligen Büchern, dazu der Duft von Papier und alten Buchseiten, schaffen eine Atmosphäre, die zugleich warm, intim und durchaus auch ein wenig nostalgisch ist.
Dazu das Publikum: Menschen, die wirklich zuhören, die sich auf Worte und Geschichten einlassen, wie denen, sehr lebendig vorgetragenen von Filmemacher Adolf Winkelmann über das Entstehen seiner berühmten fliegenden Bilder im Dortmunder U, oder dessen Ruhrgebiets-Filme, wie „Junges Licht“, „Die Abfahrer“.
Oder den herrlichen „Dönnekes“ aus Bottrop, über Taubenschlag und das Büchermachen von Verleger Werner Boschmann, über Kulturförderung oder „Das Collier der Kanzlerin“ (Buch) von Lothar Gräfingholt, oder von Kulturredakteur Jens Dirksen über das Zeitungsmachen, als auch seinen frischen Erlebnissen als neuer ehrenamtlicher Bügerbusfahrer am dörflichen Rande des Ruhrgebietes, und den meinigen über Gelsenkirchener Geschichten , oder den humorvollen, leider aussterbenden ostpreussischem Dialekt.
Und dann ist da noch Bella – eine Hündin, die längst zum Inventar gehört. Von den Stammkunden geliebt, bewegt sie sich selbstverständlich zwischen Regalen und Menschen. Vielleicht ist sie ja die beste Mitarbeiterin des ganzen Ladens: immer da, immer freundlich und ganz ohne Worte ein Teil dieser besonderen Atmosphäre.
Wir sind uns sicher: Bella hat unser Buch schon gelesen.
Nee, war schön.
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