Petra Reski: Als ich einmal in den Canale Grande fiel.

Ich war nur einmal in Venedig, und auch nur für einen Tag im winterkalten März 1977. Ein Tagesausflug mit dem Bus vom Skiort Campitello.
Unweit der Rialtobrücke kaufte ich mir bei einem fliegenden Händler eine Jeans, die ich in einer engen und eisigkalten Telefonzelle gegenüber anzuprobieren versuchte. Erst später, zurück im Hotel in Campitello bemerkte ich, dass das rechte Hosenbein absolut schief geschnitten war. Die Buxe war im wahrsten Wortsinne nich mal wat für´n Arsch.
Sfortuna! Pech gehabt.

Jetzt war ich wieder dort: mit dem Kopf – oder besser mit der Nase in diesem wirklich herrlich lebendig geschriebenen Buch von Petra Reski

„Als ich einmal in den Canale Grande fiel“

Als Leser fühlte ich mich eingeladen, diese Stadt mit den Augen, dem Lebensgefühl, der Stimmung und den Sorgen derer zu erlesen, die in ihr leben, und die sich mit Herzblut noch als echte Venezianer sehen.

Von der Wahl der richtigen Gummistiefel bei Hochwasser, korrupten Politikern, einem unsinnigen geldfressenden Sperrwerkbau namens M.O.S.E., einem Opernarien singenden Fischer, dem Overtourism und  Kreuzfahrtschiffen mit ihren schlimmen Folgen für die Lagune, vom Ausverkauf von Wohnraum, Vertreibung der Bewohner….. vom wirklichen Leben in dieser Stadt.
Am liebsten hätte ich es an einem Stück durchgelesen.
Absolute Empfehlung! Vero!

Als ich einmal in den Canale Grande fiel
Petra Reski
Droemer-Verlag
272 Seiten
ISBN: 978-3-426-27846-8


Das ist mir wichtig: wenn ich hier hin und wieder ein Buch beschreibe, das mir gefällt, so geschieht dieses stes ohne wirtschaftliches Interesse meinerseits, ohne Beeinflussung meiner Meinung und grundsätzlich ohne Gegenleistung, ausser vielleicht, dass die Freude der Autoren/ der Autorin/nen darüber mein ach so altes Herz erfreut. Alles klar?

Bissi Tage! 🙂
Lo.

 

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