Tipp: „Monsieur Paillot aus dem Nirgendwo“ am 7. April 2022 in Oberhausen!

Ich schrieb ja bereits mit aufrichtiger Begeisterung über dieses Buch, dessen Inhalt sich ja mit einem tatsächlich im Jahr 1794 geschriebenen – und nun wiederentdeckten Tagebuch eines wohlhabenden Gerbermeisters über seine Eindrücke und Erlebnisse auf seiner Flucht aus Frankreich ins Rheinland (und heutige Ruhrgebiet) befasst.
Dieses mittlerweile 228 Jahre alte Tagebuch ist ein wahrer Schatz: es lässt uns durch ein weit geöffnetes Zeitfenster in herrlich lebendiger Erzählweise auf unsere Umgebung und das Leben in der Zeit um 1794 schauen.

Der Bottroper Werner Boschmann hat es (wieder-)entdeckt, und der Oberhausener Historiker Prof. Werner Bergmann hat es im Buch „Monsieur Paillot im Nirgendwo“ eingeordnet und kommentiert.

Gerbermeister Paillot aus Condé möchte seinen wohlhabenden Kopf nicht verlieren und flieht 1794 angesichts der näherrückenden französischen Revolutionstruppen mit seiner Familie zunächst ins Rheinland und anschließend nach Westfalen.
Monsieur ist schwer neugierig, schaut ganz genau hin.
Einiges ist ihm suspekt, zum Beispiel Pumpernickel und die Unterkünfte; anderes dort im Nirgendwo überrascht ihn, ja – Dorffeste und Wacholderschnaps nötigen ihm sogar ein ganz klein wenig Bewunderung ab.

Monsieur Paillot hat während seines einjährigen Exils ein Tagebuch geschrieben, das von seinem Enkel René Paillot 1909 veröffentlicht wurde.

Was der Flüchtling Paillot an Rhein und Ruhr so alles erlebt hat,
darüber berichten die beiden Herausgeber Werner Boschmann und der Oberhausener Historiker Prof. Werner Bergmann
am Donnerstag, dem 7. April 2022, von 18.00 bis 19.30 Uhr
in der Volkshochschule Oberhausen
im Bert-Brecht-Bildungszentrum, Raum 330
Langemarkstr. 19-21 · Oberhausen-Mitte

Die Veranstaltung ist entgeltfrei.
Anmeldung unter Tel. 0208-825-2385 ist erwünscht
.
Zurzeit gilt die 3G-Coronaregel.


Das ist mir wichtig: wenn ich hier hin und wieder über ein Buch schreibe, das mir gefällt, so geschieht dieses stes ohne wirtschaftliches Interesse meinerseits, ohne Beeinflussung meiner Meinung und grundsätzlich ohne Gegenleistung, ausser vielleicht, dass die Freude der Autoren/ der Autorin/nen darüber mein ach so altes Herz erfreut.
Dat isso.
Lothar Lange

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