Kölle und gegrillte Matrosen.

Genau so habe ich mir die Zeit, in der ich nun nicht mehr „anne Schüppe“ muss, vorgestellt: das Wetter ist schön, Neugier, gute Laune und Unternehmungslust vorhanden, Benzin im Tank: ideale Voraussetzung, um spontan erweiterte Heimatkunde zu betreiben.

Diesmal Kölle. Ich kannte bisher nur diese riesige alte katholische Kirche, die man irgendwann einmal neben den Hauptbahnhof gebaut hat, die Hohe Straße, den WDR, ein bischen Rheinufer, etwas Altstadt und die Weihnachtsmärkte, wenn es so richtig „schubbich“ kalt ist.
Und es hat sich gelohnt, mit viel Zeit mehr von dieser Stadt zu entdecken: die vielen kleinen Nebenstrassen, Gassen, das Gewusel der vielen Touristen, oder die Kranhäuser, von denen ich immer glaubte, sie würden über das Wasser des Rheins hinausragen, was aber nicht der Fall ist.

Dass die Kölner jeck sind, habe ich ja schon gewusst, aber das hier hat mich besonders beeindruckt: der MATROSENGRILL, gleich beim Schokoladenmuseum.

20190907 KÖLLE KOHLENSPOTT (1)

Ein schöne und gastfreundliche Geste: man denkt in Köln auch an die vielen hungrigen Touristen aus dem fernen Kannibalien, die sich sicher über einen lecker knusprig gegrillten Matrosen freuen.

Ein schöner Kurzbesuch mit vielen neuen Erkenntnissen. Eine davon war die, dass man auf dem „Alder Maat“ dafür bestraft wird, wenn man statt des dort üblichen dünnen Hilfsbieres ein Glas Mineralwasser bestellt: € 4,40 !
Gut, der Strohhalm und die vielen dicken Eiswürfel waren im Preis inbegriffen.
Aber, wie sagt der Kölner?

Mer muss och jünne künne.

Viva Colonia!

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3 Antworten zu Kölle und gegrillte Matrosen.

  1. iGing sagt:

    Die Eistüte da oben auf der Gebäudekante – echt Spitze!

    Aber die große Kirche hat mir auch noch nie gefallen, die nimmt den ganzen Platz weg und einem die Sicht.

    (Stelle gerade fest: Auf dem Tablet funktioniert’s 😉 )

  2. Heinrich sagt:

    Danke für die Warnung, lieber Lo!
    Aber ich weiß von Fritz Graßhoff, dass nicht nur Ole Pinelle gifig war (es verreckte jede Qualle, wenn er ins Wasser spie) , sondern auch die neuzeitlichen Matrosen voll von Plastik und Alk sind.
    Ich würde also Matrosen weder roh noch gegrillt verzehren!
    Und ich sage Ihnen eines: Auch wenn das nur € 4,40 gekostet hat, war da garantiert nicht NUR Mineralwasser drin! 😉
    Gruß Heinrich

  3. Herr Ösi sagt:

    Diejenigen, denen der Matrose zu salzig schmeckt, können im Schokoladenmuseum nachbessern … 😉

Nun Du!