Kellerschätzchen aus ´nem alten Koffer

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Eigentlich wollte ich nur in den Keller, um ein paar ältere Bücher für den öffentlichen Bücherschrank herauszusuchen. Dabei „entdeckte“ ich meinen uralten Lederkoffer, den ich stets gern mit gebräuchlichen Dingen aus den 50ern befülle, um ihn dann so bestückt zu meinen nostalgischen Lesungen über die Zeit der Pettycoats und des Wirtschaftwunders mitzunehmen und damit die Zuhörer mit diesen alten Dingen zum Anschauen und Befühlen zu beglücken versuche. Das können alte Filmprogramme, Blechspielzeug, eine alte HörZu von 1955 und viele andere Gebrauchsgegenstände sein,  aus der Zeit, die man heute „Damals“ nennt…

Überrascht war ich aber, als ich zwischen den mir bekannten Erinnerungsstücken unseren alten VW-Käfer-„Zündschlüssel“ und ein 1-DM-Stück in den Ritzen fand.

Und schon tauchen Bilder auf: wie zuverlässig doch dieses Auto war – bei jedem Wetter, selbst im eiskalten Winter stand der Käfer auf der Straße und sprang sofort brav an.  Etwa vierzig Jahre ist er nun schon Autohimmel. Dass es den Schlüssel noch gibt, war mir nicht bewusst. Ein wahres Kellerschätzchen.

Wie schön…

Bissi Tage!

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17 Antworten zu Kellerschätzchen aus ´nem alten Koffer

  1. Parkplatz vor der Kneipe? Oh wie geil!

    • Lo sagt:

      Das ist nicht unser Käfer, der auf dem Foto ist viel zu „modern“…aber dort rechts von der Kneipe bin ich aufgewachsen. Das passte gerade so schön. 😉

  2. Das Auto taucht bestimmt auch noch auf! ???

  3. Natürlich vor einer Gaststätte geparkt.
    Tolle Zeitungsseiten. Die HÖR ZU war auch bei uns die Fernsehzeitung. Und meine Eltern standen auch auf „Mecki“, die hatten sogar so ein Puppenpärchen davon. Kann mir einer sagen, woher dieser „Meckiismus“ 😉 kam?

    In meiner Heimatstadt, Norddeutschland, gab es früher auch eine Gaststätte, die hieß „Unter den Buchen“ oder so ähnlich. Dort trafen sich die älteren Schüler nach (und während 😉 ) der Berufschule. Es hieß aber immer nur „Bis nachher im DAB“, denn dort stand auch Dortmunder Actien Bier draußen dran. 🙂

  4. hanneweb sagt:

    Das sind wieder richtig tolle Schätze aus alter Zeit!
    Der VW Käfer war mein erstes eigene Auto, wie damals wahrscheinlich bei den meisten, musste unbedingt rot sein und war mächtig stolz darauf.?
    Ein Nachbar von uns pflegt einige dieser alten Schätze, einen Käfer und einen vw karmann ghia, womit er auch immer bei Oldtimer- Veranstaltungen vertreten ist.
    Liebe Grüße von Hanne

  5. Mitzi Irsaj sagt:

    Ein Schatzkoffer! Eine Mark könnte ich in den Schubladen auch noch finden. Vielleicht sogar eine aus den 50igern.

  6. nömix sagt:

    In den 60er-Jahren fuhren wir sechsköpfige Familie, Eltern und vier Kinder samt Gepäck!, jährlich mit unserem VW-Käfer an die Adria in den Urlaub. Die Südautobahn gab es damals noch nicht, die gesamte Reise führte auf Landstraßen über Berg & Tal bis nach Italien. Zwar gab es seinerzeit noch kein Tempolimit in Österreich, doch war die Höchstgeschwindigkeit des VW-Käfer per Fliehkraftregler auf maximal 115 km/h begrenzt, und über Semmering und Ostalpenhauptkamm bei Tarvis gings schwerbeladen bergauf oft nur im ersten Gang. Eins der Kinder musste in der Koffermulde hinter der Rücksitzbank sitzen.
    In Österreich wurde der VW-Käfer übrigens „Bugl“ (=Buckel) genannt oder „Blechscherzl“ („Scherzl“, österr. = der Anschnitt vom Brotlaib)
    Ein Kuriosum am Käfer war der Fahrtrichtungsanzeiger („Winker“), der anstelle eines Blinklichts aus der B-Säule hervorklappte:

    http://noemix.wordpress.com/2010/01/28/wir-blaettern-im-fotoalbum-6162140/#comment-13199

    (Warum der Käfer hinten mittig zwei Auspuffendrohre hatte, wurde so erklärt: damit er sich im Pannenfall daran aufheben und wie eine Schubkarre davonschieben ließ 😉

    • Lo sagt:

      Ja, der gute alte Käfer. An den „Winker“ erinnere ich mich noch sehr gut. Auch, an die kleine Blumenvase am Armaturenbrett….

  7. ich habe weder keller noch dachboden. höchstens in mir drin – und das reicht völlig.

  8. eimaeckel sagt:

    VW und Deutschmark. Wie solide das alles mal war.

  9. quersatzein sagt:

    Wie schön! Tja, der Schlüssel zur Freude kann auch mal ein alter VW-Käfer-Schlüssel sein.
    Er passt wunderbar zu deinen anderen alten Schätzchen.
    Wir hatten in meiner Jugend auch so einen langlebigen Käfer: sandgrau!
    Lieben Gruss zum Wochenbeginn,
    Brigitte

  10. Herr Ösi sagt:

    Lieber Lo,
    bitte nochmal genau nachschauen. Es würde mich nicht wundern, befänden sich noch einige Petticoats in dem Koffer … 😉

  11. fraufrogg sagt:

    Ach, diese guten, alten Autos von damals. Meine Eltern hatten eine Diane 4. Damit sind wir dann auch mal über die Alpen gefahren, den Gotthard hoch im ersten Gang oder so. Später habe ich einmal einen VW Lupo, Baujahr etwa 2000, über den Lukmanier gezwungen. Ich sage gezwungen, weil er ziemlich zäh zu steuern war. Ein Krampf bei jeder Haarnadelkurve. Köstliche Erinnerung.

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