Mit Currywurst auf den Tetraeder.

Verdelli, is dat warm, oder?
Gut, wenn gezz November wär, dann wäre dat Wetter für die Jahreszeit en bissken zu warm. Aber für´n Juni isset o.k. – et ist ja schließlich Sommer, und da muss man mit rechnen, datt ganz Deutschland eis- und schneefrei is. Außer auffe Zugspitze und in Bottrop.

In Bottrop is gezz Schnee, aber drinnen, eingesperrt in einer Halle für zum Skilaufen. Is ja wichtich, datt man im Sommer skilaufen kann. Genau so wichtich, wie frische Erdbeeren im Winter.

Wie komm ich drauf? Ach ja, gestern musste mein Fahrrad wieder an die Luft. Dat Ziel war dat (hier im Pott sacht man aber der oder den) Tetraeder Bottrop, von dem man einen phantastischen Blick über fast dat gesamte Ruhrgebiet hat. Auch auf die Bottroper Skihalle, hinter der aber alle paar Minuten eine riesige Feuerflamme in den Himmel bullert. Da kannze Fire & Ice gucken – und dat für umsonst.

Die Halde hochzufahren, da kocht Dir bei dem Wetter aber so richtich dat Kaffewasser inner Buxe. Dat kostet Energie – und die krisse natürlich am besten, wenne viel trinkst – ja, und von Currywurst.
Doof is nur, datt ich vonne Currywurst so ein Durst hatte, datt mir plötzlich dat Mineralwasser oben auffer Halde ausging.
Wat soll ich sagen? Gezz weiss ich, wat so´n richtigen Durst is.

Und dat Currysoße für´n Flüssigkeitsausgleich wohl nich mitzählt.

Aber, auffen Tetraeder, dat müsst Ihr mal machen.
Lohnt sich.
Tipp: viel trinken!

Bissi Tage!
Lo

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Turbulenzen am Gepäckband.

„Meine Damen und Herren, hier spricht Ihr Kapitän: vor uns liegt eine Schlechtwetterfront und wir erwarten einige Turbulenzen. Der Bordservice wurde soeben eingestellt. Bitte begeben Sie sich auf Ihre Plätze und bleiben Sie angeschnallt – es wird etwas schütteln.“

Draußen ist es stockdunkel. Es wird still im Flieger. Die junge Frau neben mir hat sichtbar Flugangst, greift die Hand ihres Partners und schließt die Augen. Als die Maschine zu wackeln beginnt, atmet sie heftiger, dann weint sie still. Die Turbulenzen wollen auch nach über zwei Stunden kein Ende nehmen.
Der Kapitän meldet sich noch einmal aus dem Cockpit und bedauert, nicht höher steigen zu dürfen, da ihm wegen des anderen Flugverkehrs keine Erlaubnis hierfür erteilt wurde.

Ich bin auch kein Held, lenke mich aber mit Lesen ab. Das geht ganz gut, doch wenn die Maschine heftiger durchgeschüttelt wird, erfasst mein Verstand in diesen Momenten nicht den Sinn der gedruckten Zeilen und ich gebe zu, mich dann auch machtlos der Situation ausgeliefert zu fühlen, zu hoffen, dass es auch dieses Mal wieder gutgehen wird.

Es bleibt weiterhin still im Flieger. Kaum jemand spricht. Nur ein kleiner Säugling schreit sich sein Stimmchen ohne Pause heiser. Vermutlich der Druck auf seine kleinen Ohren. Auf den Deckenmonitoren flimmert irgendein amerikanischer Kinofilm. Tonlos für die Passagiere ohne Ohrstöpsel, die aber trotzdem hinschauen, vermutlich, um sich von ihrer Angst abzulenken. Endlich fliegt die Maschine wieder ruhiger. Der Landeanflug auf Düsseldorf wird angekündigt, der Sinkflug eingeleitet. Gespräche werden wieder aufgenommen. Die Erleichterung ist deutlich spürbar.
Landung. Sanft. Die Maschine bremst mit Schubumkehr ihr hohes Tempo rasch herunter.

Endlich wieder am Boden.
Durchatmen. Vereinzelt wird applaudiert und trotz der Durchsage, bis zum Stillstand der Maschine doch angeschnallt zu bleiben, ist ein Öffnungskonzert klickender Gurtverschlüsse zu vernehmen, obwohl wir immer noch rollen.
Raus aus dem Flieger, durch den Schlauch des „Fingers“ ins Flughafengebäude.

Der Run auf das Gepäckband beginnt..
Während noch vor wenigen Minuten die meisten der Mitflieger kurz davor standen, sich vor lauter Schiss um ihr Leben einen saftigen Klecks in die Buxe zu machen, kleinlaut und leise, vielleicht sogar demütig an ihren Gott gebetet haben, sind sie am Gepäckband nicht mehr wiederzuerkennen, denn plötzlich übernimmt das alte Neanderthaler Stammhirn das Kommando.

Jeder drängt und sucht sich eine günstig Stelle, von der aus er sofort erkennen kann, dass sein Koffer ankommt. Die Smartphones, die schon im im Flieger nach der Landung vom Flugmodus befreit, gezückt: „Ich bin gerade gelandet. Ja, nee -aber dat Band läuft noch nich!“
Das Band steht. Eigentlich logisch, denn der Flieger muss ja erst entladen werden.
„Mann, wat dauert dat wieder! Sind die am streiken?“
Nörgeln und meckern steigert sich, bis das Band dann endlich anläuft.
Auf dem schwarzen Gummi machen zunächst nur vereinzelte Gepäckstücke ihre Runde.
Es kommt nun Bewegung in den Pulk der Koffergierigen.

Und ich warte.
Auf den einen Satz, der immer kommt. Immer.
Wetten, dat meiner wieder der Letzte is? Pass auf, dat isso! Wetten?
Ich höre ihn und fühle mich wieder einmal bestätigt.
„Mooment, ich muss hier eben durch! Da kommt meiner!“, schiebt sich jemand mit Schmackes von hinten nach vorn.
Die Lücke schließt sich sofort hinter ihm.
Er wuchtet seinen Koffer vom Band und hat redlich Mühe, mit seiner Beute wieder durch die sofort nachgerückten Drängler zurückzukommen.

Gerade noch Schiss vor dem Absturz, jetzt wieder Ungeduld, Hauen und Stechen wegen der paar Minuten Lebenszeit, die es braucht, bis die Koffer aus dem Flieger aufs Band zu seinem Eigentümer kommen. Krank.

Dat sind für mich die wahren Turbulenzen.

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twoday-news!

Liebe Gemeinde,
da der Patient bis dato vom Recht seines angekündigten Ablebens noch keinen gebrauch gemacht hat, konnte auch der für heute Nacht geplante Leichenschmaus nicht stattfinden.

Soeben erreicht uns dieser aktuelle Hinweis:

twoday suppe

Wir bitten um Beachtung.

Spiegelei ist weiterhin aus.
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twoday or not twoday

twoday or not

Dass es heute so heiß ist, liegt nicht nur allein am Sommerwetter, sondern auch an der extrem hohen Temperatur in der twoday-Gerüchteküche, die sich gleich neben dem Geredeschuppen befindet.

Hier soll heute Nacht ein besonderes Gerücht aufgrund des großen Erfolges im Vormonat noch einmal ordentlich aufgewärmt werden: das vermutlich letzte Mitternachtssüppchen von twoday.net – und danach soll der Herd aller Wahrscheinlichkeit, vermutlich und eventuell, vielleicht wohl sogar möglicherweise abgeschaltet werden.

 >>>  HEUTE NOCH EINMAL ALLE GERÜCHTE ZUM MITNEHMEN!  <<<

Wohl bekomm´s!  😉


Hier noch ein Hinweis aus der Küche:
Spiegelei ist leider aus.
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So geht Knöllchen!

SCHEISSE!

Zugegeben: dat is ein hartet Wort für sonne geschmeidige weiche Masse.
Aber wenne se am Schuh kleben hass, dann is die Kacke aber am dampfen, also, wenn se noch so richtich darmwarm is. Und dann krisse Mördergelüste auf allet, wat vier Beine hat, wobei Du gezz aber nich ungerecht werden darfs, weil et ja bekannt is, datte in so einem Fall dat wirkliche Arschloch von dem Hund am anderen Ende vonne Hundeleine suchen muss.

Egal, oppe Dich gezz über Hundedreck, Kippen, Kaugummi und Müll auffe Straße oder über stinkende Pinkelecken beklagst: am liebsten hätteste gezz so´n ollen respektablen Schutzmann inne Nähe, der sich solche Übeltäter schnappt und ordentlich bestraft.
Ordnung, Gehorsam, Zackzack! Jawoll!

Vor wenigen Wochen fand ich in Essen-Werden auf der Brehminsel dieset schöne Schild:

Knölleken 1

Knölleken Setails

Der Park auf der Brehminsel (schön gelegen inne Ruhr!) war auch piccobello!
Ja, dat is doch mal wat, wat mein altet Herz erfreut.
Gezz würd´ ich nur mal gern wissen, ob dat mit den Knöllekes auch konsequent verfolgt wird, denn dann wär dat auch ein richtich gutet Beispiel für andere Städte.

Bissi Tage – und: bleibt sauber!

🙂

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Stille Nacht.

Verdelli!
Von südkoreanischen Autokorsos ist bisher nix zu vernehmen.
Die Nacht wird still.

Töfte.
🙂

Südkorea Corso.png

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Sunny side up. Up, up and away…

Header abflug-spiegelei

Sunny side up, so nennt man ein Spiegelei, wenn die „sonnige Seite“ – das Gelbe – nicht durch Umdrehen mitgebacken wird, sondern schön leuchtend oben bleibt.

In beinahe 13 Jahren haute ich mit sonnigem Spaß 763 Beiträge in die Pfanne meines SPIEGELei-Blogs bei Twoday,  laut Wikipedia „eine der größten deutschsprachigen  Weblog-Plattformen und eine der größten deutschsprachigen Weblog-Community“, die nun ihren treuen Usern, die verunsichert längst nach einer neuen Heimat suchten, nach längerem freudlosem Dahinvegetieren den eigenen Freitod für den 31.Juni 2018 ankündigte, sich wohl aber aus Angst vorm Sterben bis dato noch nicht den Stecker zu ziehen getraute.

Viele User verharren noch, täglich nachschauend, ob Twoday noch lebt, ja vielleicht doch nicht für immer schließt.
Ich habe mich entschieden, selbst zu bestimmen, wann ich das letzte Spiegelei in die Pfanne kloppe. 

Nämlich: gezz!

Spiegelei Schluss

SPIEGELei ist ab sofort Geschichte.

Längst habe ich mich hier bei WordPress mit meinem KOHLENSPOTT, dank großartiger technischer Unterstützung (Dankeschön, lieber Neon!) eingelebt, erlebe eine wachsende, sympathische Community mit bereits vertrauten und neu hinzukommenden Bloggern – und hab Spaß…

Also: up up and away, SPIEGELei!
War ´ne tolle Zeit.

Lo

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Darf ich dat?

Gezz mal Hand aufs Herz: wer kennt dat nich?

Auch wenn sie selten sind, aber et gibt Tage, an denen könnte man sich glatt vergessen, ja, da kennt man sich selber nich. Isset nich so?

Und gezz kommt der Haken der neuen DSGVO:

Darf ich so einfach, ohne mir vorher in einem Selbstgespräch die Erlaubnis dazu eingeholt zu haben, in meinen Personalausweis gucken, um zu erfahren, wer ich bin?
Und ist diese Zusage schriftlich zu dokumentieren und zu unterzeichnen?
Aber mit welchem Namen, wenn ich diesen doch erst nach der Einsichtnahme in den Personalausweis erfahre?

Verdelli, is dat kompliziert, am Schluß muss ich mich noch selbst abmahnen.

 

LO Frisian ID

 

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Begeistert!

Mein lieber Scholli,
wohin man auch blickt, überall machen sich neue Geister breit:

„Neuer Geist im Ruhr-Revier“
„Neuer Geist in Irland“
„Neuer Geist auf der Koreanischen Halbinsel“
„Neuer Geist in alten Mauern“
„Neuer Geist durch Frauen in der Führung“
„Neuer Geist des Kapitalismus“
„Neuer Geist in alten Klassenzimmern“
„Neuer Geist unter den Frauen Berlins“
„Neuer Geist bei den Bayern“
„Neuer Geist in der FDP“

Und ab Mittwoch sogar in Oberhausen!
Auf der Sterkrader Kirmes!

Neue Geister Kirmes Sterkrade


Ich bin ja eher für Himbeergeist.

Muss auch nicht neu sein.
Je älter, umso besser…

Bissi Tage!

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Budapest. Gulasch, Paprika & ein belügendes Ministerium

Herader Budapest Elisabethbrücke Lo

Vor wenigen Tagen trieb ich mich für ein paar Tage in Budapest herum, um mich davon zu überzeugen, ob die Klischees über die ungarische Hauptstadt wirklich zutreffen. Und was soll ich sagen? Ja!

Fast alle Budapester spielten auf Geigen ungarische „Zigeunermusik“ von Franz Liszt,  zu der wunderschöne dunkelhaarige Frauen in ihren bunten Piroschka-Trachten auf den Straßen tanzten.

Schnurrbärtige Hirten ritten auf ihren kleinen Pferdchen durch Budapest, Paprikaschnüre baumelten vor beinahe jeder Hauswand, außer vor dem Parlament und an den Donaubrücken.

Die ganze Stadt roch nach Salami und Gulasch, oftmals auch nach Pálinka, diesem hochprozentigen Schnaps aus Aprikosen oder Pflaumen, der nach einem kräftigen Gulasch, das aber hier Pörkölt genannt wird, gern getrunken wird.

Sprachlich fühlte ich mich, wie auf einem fremden Planeten, denn Ungarisch scheint eine der schwersten Sprachen der Welt zu sein. Selbst nach einer ganzen Flasche Tokajer, den man in Budapest zum Frühstück trinkt, schaffte ich es nicht, köszönet (danke), oder „ha volna szíves“ (für bitte) auszusprechen.

Ich verstand nur vasútállomás (Bahnhof). Und wer laut Rendőrség! ruft, hat gleich die Polizei am Hals, denn Rendőrség ist die Polizei.


Ach ja: und fast alle Budapester Männer trugen Budapester!

Nein, damit ist kein Personenentransport gemeint, dafür gibt es ja die Straßenbahn und die struppigen ungarischen Hirtenpferdchen.
Budapester sind edle handgefertigte Herrenschuhe, für die man schon einen ganz schönen Batzen an ungarischen Florinten ausgeben muss, um sie tragen zu dürfen.

Zugegeben: einiges von dem, was ich hier über Budapest geschrieben habe, ist absichtlich geflunkert und erlogen.

Wahr ist, dass Budapest eine wirklich schöne und besuchenswerte Stadt ist.

Wahr ist auch, dass es hier ein Belüg-Ministerium gibt. Ja. Wirklich!

Hier der Beweis:

Budapest Belügt 2

Viszlát, Budapest!
oder wie man bei uns sagt:

Bissi Tage!


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