Mein erstes Auto.

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Das war mein erstes Auto.
Ein Opel P1 – Baujahr 1963.
Gekauft im Winter 1969 für 350 D-Mark inklusive Rost.
Fahren durfte ich ihn aber erst im Mai.
Nach der dritten, aber dafür erfolgreichen Fahrprüfung.

Wenn ich das Bild so betrachte, dann bemerke ich,
wie sich die Zeiten doch ganz schön verändert haben.

Und mit Erschrecken stelle ich fest,
dass ich mich in einigen Dingen persönlich überhaupt nicht weiterentwickelt habe.
Dass ich nicht mit der Zeit gehe.

Zum Beispiel halte ich immer noch brav bei ROT vor einer Ampel an.

Isso! Wat soll ich machen?
Dat war damals eben so.
Dat wurde einem so beigebracht.
Wirklich!
Dat steckt so drin.
Lebenslang.
Dat krich ich nich weg.

Kerl inne Kiste, dat macht mich nachdenklich….

Bissi Tage!

Lo

 

Siehe auch hier: Kellerschätzchen

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46 Kommentare zu Mein erstes Auto.

  1. Hab Dir einen Kommentar mit Bild per Mail geschickt, da ich es leider hier nicht hineinkopieren kann.

    • Hallo Lothar,
      habe mich sehr über den obigen Beitrag amüsiert. Besonders, dass Du immer noch bei Rot hältst.
      Dazu habe ich in den Tiefen der Archive auch noch ein Bild von Dir gefunden, aber leider kann ich es nicht in den Kommentar kopieren, deswegen mit dieser Mail.

      Gruß
      Werner Kastens

    • Lo sagt:

      Vielen Dank für das Bild,
      tja, was soll ich sagen: da stehe ich heute immer noch.
      Und halte.
      Das Schild.
      😉

  2. Lieber Lo, durfte man damals im Westen schon mit 18 Jahren allein Auto fahren oder musste man gar 21 sein? So wie heute schon mit 17 und Mama oder Papa auf dem Beifahrersitz, das ist ja eine Erfindung der Neuzeit.

    • Lo sagt:

      Liebe Clara,
      den Führerschein konnte man mit 18 machen, und dann auch ganz allein Autofahren. Das begleitende Fahren ist erst in diesem Jahrhundert erfunden worden 😉

    • Da kann ich jetzt ganz genau ausrechnen, wie viel Jahre du jünger bist als ich.

    • Lo sagt:

      Clara, Clara…
      Du kennst ja Tricks!
      😉

    • iGing sagt:

      Ich durfte schon mit 17 Auto fahren, mein Vater hat sich dafür extra Doppelpedale auf der rechten Seite einbauen lassen, mit denen er zur Not aushelfen konnte … vor allem beim Bremsen 😉 Dabei bin ich doch grade mal im selben Alter wie Lo, der Kohlenspötter.

    • Hallo, dann war es ja so etwas wie ein Fahrschulauto. Was anderes hat der Fahrlehrer ja auch nicht außer die Bremspedale und ein Kupplungspedal. Aber mit 18 reicht schon. wenn man sieht, was die jungen Fahrer heute teilweise für schwere Unfälle machen.

    • nömix sagt:

      Nein, der Fahrlehrer hat Bremse, Kupplung und Gaspedal, könnte also von der Beifahrerseite aus das Auto autark steuern. Aufs Bremspedal muss der Fahrlehrer selten treten, vorrangig dient es dazu es mit daruntergestelltem Fuß zu sich her zu ziehen, um die Bremskraft zu vermindern falls der Fahrschüler zu fest drauftritt wie es Anfängern oft passiert. (war selber mal Fahrschullehrer.)

    • iGing sagt:

      Kurz und gut: Mein Vater war (nicht nur mein) Fahrlehrer und den Fuss auf dem Bremspedal musste er sehr wohl hin und wieder betätigen, wenn der/die FahrschülerIn im dörflich-kleinstädtischen Geschwindigkeitsrausch eine rote Ampel zu übersehen sich zu getrauen im Begriff war.

    • iGing sagt:

      Nun gut, mein Vater war (nicht nur mein) Fahrlehrer, und das Bremspedal musste er sehr wohl hin und wieder mal betätigen, wenn Gefahr in Verzug war und Fräulein [sic!] Fahrschülerin ihre Reaktionsfähigkeit noch nicht ausreichend unter Beweis gestellt hatte.

    • Ich kann mich an eine Situation in der Fahrschule erinnern. Meine Heimatstadt Görlitz ist ja wirklich überschaubar. Die zwei größten Straßen waren Einbahnstraßen, natürlich in entgegengesetzte Richtung. Als Fußgänger hatte mich das nie interessiert.
      Der Fahrlehrer hat mich bis zum Verbotsschild fahren lassen und ist dann voll auf die Klötzer gegangen. – Fand ich ein wenig fies 🙂

  3. banactee sagt:

    In Italien wird man gesteinigt, wenn man an Zebrastreifen mit dem Auto anhält. Automarke egal!

  4. nömix sagt:

    Lieber Kollege,
    ich schätze solche nostalgischen Blogbeiträge sehr, wollen wir bitte damit weitermachen! ; )
    (hatte übrigens seinerzeit selber auch schon mal einen Opel ; )
    (hier ein Beitrag über meine Fahrprüfung anno Schnee.)

    • Lo sagt:

      Oh, lieber Kollege Nömix:
      ein Opel Diplomat!
      Hut ab!
      (Hierzulande wurde dem typischen Opelfahrer meist ein Hut angedichtet.)

  5. geile kiste. die hatte wenigstens noch charakter. aber was das mit dem stehenbleiben vor einer roten ampel zu tun habe, kapiere ich nicht.

    • Lo sagt:

      Es soll bedeuten, dass ich manchmal das Gefühl habe, zu einer belächelten Minderheit zu zählen, wenn ich mich an die vor langer Zeit erlernten, und vermutlich heute noch gültigen Verkehrsregeln halte, wie zum Beispiel das Anhalten vor einer roten Ampel. Vielleicht habe ich aber auch gar nicht mitbekommen, dass es diese Regel gar nicht mehr gibt.

    • hielten sich die menschen früher wirklich mehr dran? das halte ich für ein gerücht.
      vielleicht liegt deine beobachtung daran, dass es heute autos gibt, die schneller als das licht fahren…

    • Lo sagt:

      Licht kann nicht fahren.

    • oje, du wirfst mein gesamtes physikverständnis über den haufen.

    • Lo sagt:

      Obwohl: sind die heutigen Autos nicht mit automatischem „Tagfahrlicht“ ausgestattet?
      Dann frage ich mich: was macht das Licht nachts?
      Ah! Ich hab´s: das steht dann.
      Man nennt es dann Standlicht.

    • man merkt, du hast studiert…
      vielleicht gibt es ja eine viel simplere erklärung für deine beobachtung, dass so viele menschen rote ampeln einfach ignorieren. womöglich grassiert die rot-grün-blindheit.

  6. Anonymous sagt:

    Ich glaube so einen könnten wir auch im Fuhrpark gehabt haben. Meine Großeltern hatten allerlei von dem, was heute als Oldtimer gilt im Fuhrpark und interessierten sich speziell für Opel. Leider landeten einige davon in der Isar, damit der Gerichtsvollzieher nicht dran kam 🙁 Die Gerüchteküche spricht auch von einem schönen Admiral im Rhein-Herne-Kanal, aber das kann mir niemand bestätigen.

  7. Anonymous sagt:

    Wieso bin ich schon wieder anonym obwohl eingeloggt? Gibbet doch nich‘! dergl

  8. GEW – ist das Kennzeichen von der Gewerkschaft, lieber Lo? Dann ist doch klar, warum du bei Rot halten musst: Ihr im Pott streikt doch so gerne.

    • Lo sagt:

      Das ist ja doll, lieber Jules: diese Frage stellte mir vor einiger Zeit auch jemand aus der Lehrerschaft. GEW. Nein, es war einfach nur ein zufällig zugeteiltes, mein erstes Kennzeichen.
      Streiken? Ich war beruflich „selbst und ständig“, da hätte ich mich selbst bestreiken müssen 😉

  9. Heinrich sagt:

    [zitat]Wenn ich das Bild so betrachte, dann bemerke ich,
    wie sich die Zeiten doch ganz schön verändert haben.[/zitat]

    Lieber Lo,
    da frage ich mich zunächst, was an den heutigen Zeiten SCHÖNER ist als damals, als eine Autokarosserie noch Charakter hatte, der nicht einmal vom Rost verdeckt werden konnte.

    Mein erstes Auto war ein R4 mit Revolverschaltung. So habe ich wenigsten einmal im Leben einen Revolver besessen, ohne den Wilden Westen besuchen zu müssen. Aber der NR-Westen ist ja auch wunderschön!
    Achja – dort ist es nun schöner – von schwarz auf grün umlackiert – der Pott. 😉
    Gruß Heinrich

  10. eimaeckel sagt:

    Also das ist genau der Opel Rekord, den mein Vater als erstes (natürlich gebrauchtes) Auto gekauft hat. Himmelblau mit weißem Verdeck und großer Panoramascheibe. Lenkradschaltung? Woran ich mich gut erinnere, war, dass wir als Kinder prima mit dem Vierfarbkuli auf die weißen PVC-Sitzbezüge malen konnten, dass die Kiste bei Hitze nach Plastik stank, bis ich kotzen musste und dass mich mein Vater auf der Motorhaube plaziert hat, um ein Foto zu machen, in kurzen Lederhosen, die die Kinder praktischerweise alle hatten.

  11. dergl sagt:

    Dann stimmt entweder das Gerücht nicht oder der Admiral ist vielleicht wieder aufgetaucht.

  12. Anonymous sagt:

    An die falsche Stelle hat das System es auch gesetzt, es sollte unter Los „Admirale können schwimmen“.

  13. juergen61 sagt:

    Na das war noch ein echter Opel…nicht das was sich heute so nennt…und bei Rot halten ist old school, da wärst du in Hamburg ein echtes Verkehrshindernis und würdest Auffahrunfälle ohne Ende provozieren 🙂
    LG Jürgen

    • Lo sagt:

      Vielleicht halten ältere Menschen so gern an der roten Ampel, weil ihnen der Arzt Rotlicht empfiehlt, welches jedoch nicht von der Krankenkasse übernommen wird.

  14. juergen61 sagt:

    Können die auch nicht übernehmen weil sie kostenmässig schon voll in Anspruch genommen werden..von denen die bei Rot weiterfahren und denen die bei Rot halten…übrigends ist auch das Blinken in Hamburg abgeschafft, es sei denn der Notfallblinker wenn du für 3 Stunden zum Kaffeetrinken den Fuss-Radweg zugeparkt hast…

  15. Sehr schönes Auto, lieber Lo!
    Ich hatte in der Fahrschule einen Unfall. Wollte noch bei gelb durchfahren – aber mein Fahrlehrer machte eine Vollbremsung, sodass das Auto hinter mir voll in uns reindonnerte. Der Fahrer davon wollte nämlich auch noch durch.

    • Lo sagt:

      Prima, das hat sich für den Fahrlehrer dann aber wirklich gelohnt:
      Heckschaden auf Gutachterbasis und Nutzungsausfall.
      Du wirst ihm unvergesslich geblieben sein. 😉

  16. Herr Ösi sagt:

    Ein sehr schönes Auto. Mein erster war ein Opel Kadett, Baujahr 1968, im Vergleich dazu form- und schmucklos …

  17. Iggy sagt:

    Als meine Nichte mir vor 30 Jahren ihr Autochen lieh, übersah ich generös jede rote Ampel – weil ich mich nach Jahren im öffentlichen Verkehr nicht mehr auf so Nichtigkeiten konzentrieren wollte oder konnte. Seitdem habe ich den Autoverkehr eingestellt. Ist besser so. 😉
    Aber schönes Teil, schön eckig. Ich liebe ja eher die rundlichen: Der erste war ein VW-Cabrio, der zweite ein Karmann, british racing green. Der dritte ein Opel. No comment dazu. Danach hatte ich die Nase voll von Autos. 😉

Nun Du!