Männerlast.

 

Männerlast.

Lo Hand

Schwer ist die Last
die er mühsam hinter sich herzieht.
Schweiss rinnt ihm über die Stirn
und durchnässt sein Hemd.
Sein Blut pulsiert, lässt seine Adern schwellen.

Schwer ist die Last.
Jeder Schritt fällt ihm schwer.
Sein Blick scheint verschleiert.
Schwindel. Taumeln.
Unwirklich, die Welt.
Als ob der Boden unter ihm schwankt.

Schwer ist die Last.
Immer noch.
Und es ist warm.
Ihn dürstet.
Und sein Weg ist noch lange nicht zuende.
Ein müder prüfender Blick nach hinten
zeigt ihm, dass nichts von seiner Fracht verloren ist.
Es wäre auch zu schade
um das Bier in seinem Vatertags-Bollerwagen.


Lo Lange


Dieses ist ein recycelter Beitrag aus dem Vorjahr
und der Aktualität wegen (sehr hoher Feiertag für echte Männer)
noch einmal hervorgeholt worden.

 

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7 Kommentare zu Männerlast.

  1. Anonymous sagt:

    davon sieht man doch kaum noch welche.
    … das bier schmeckt umso besser, desto mehr man sich vorher anstrengte.

  2. Ein echtes Lo-Gedicht. Anfangs dachte ich an Kohlebergbau und bekam schon Mitleid mit dem Mann, das sich dann aber ganz schnell verflüchtigte.

  3. Sehr schön, passend zum heutigen Tag.
    Herzliche Grüsse

  4. Herr Ösi sagt:

    Bier kaufen
    Kinder taufen
    mit dem Bollerwagen laufen
    Frau weggelaufen?
    womöglich schiefgelaufen
    ein erschöpftes Schnaufen

    endlich darf er sich besaufen … 😉

    • Lo sagt:

      Die Kumpels getroffen.
      Das Bier ausgesoffen.
      Vom Kater betroffen.
      Das Ende bleibt offen.

Nun Du!