Männerlast.

Männerlast.

Lo Hand

Schwer ist die Last
die er mühsam hinter sich herzieht.
Der Schweiss rinnt ihm über die Stirn
und durchnässt sein Hemd.
Sein Blut pulsiert, lässt seine Adern schwillen.

Schwer ist die Last.
Jeder Schritt fällt ihm schwer.
Und der Blick scheint verschleiert.
Schwindel. Taumeln.
Unwirklich, die Welt.
Als ob der Boden unter ihm schwankt.

Schwer ist die Last.
Immer noch.
Und es ist warm.
Ihn dürstet.
Und sein Weg ist noch lange nicht zuende.
Ein müder prüfender Blick nach hinten
zeigt ihm, dass nichts von seiner Fracht verloren ist.
Es wäre auch zu schade
um das Bier in seinem Vatertags-Bollerwagen.


Lo Lange


Dieses ist ein recycelter Beitrag aus dem Vorjahr
und der Aktualität wegen (sehr hoher Feiertag für echte Männer)
noch einmal hervorgeholt worden.
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7 Kommentare zu Männerlast.

  1. Herr Ösi sagt:

    Die Männerlast, sie ist sehr schwer
    die Last, kommt einfach so daher
    tut auf den Rücken mächtig drücken
    nein, sie kann uns nicht entzücken
    nur einer, der er wirklich weiß
    kann Schluss machen mit diesem Scheiß
    tut ruhig, gemütlich und hält Rast
    und wirft sie ab, die schwere Last

    (Bauernregel, Herr Ösi, um 2017)

    • Lo sagt:

      Ein wirklich richtig schöner Sport
      für Männer ist der Biertransport.
      Wird dieser Sport dem Mann zu schwer,
      dann trinkt er einfach alles leer.

  2. Heinrich sagt:

    Lieber Lo,
    ich bin erschüttert.
    [zitat]sehr hoher Feiertag für echte Männer)[/zitat]
    Durch Sie muss ich nun erfahren, dass ich kein echter Mann bin.
    Aber darauf kommt es nun auch nicht mehr an.

    Durch Ihr Gedicht habe ich allerdings auch erfahren, wie unendlich schwer echte Männer es haben. Außer dem schweren Männerschnupfen scheint es ja noch ganz andere Probleme zu geben, mit schwerer Last, Taumel und Schweiß.

    Ich bin gerade dabei, mich wieder zu beruhigen. Mann muss es eben so nehmen, wie es kommt oder geht. Und überhaupt!

    Gruß Heinrich

    • Lo sagt:

      Mein lieber Heinrich,
      dieser Feiertag wird von Männern begangen, die den Mut haben, nach der Zechtour wieder zu ihren Frauen nach Hause zu torkeln. Für viele ein wahres Himmelfahrtskommando.
      Daran nicht teilzunehmen, bedeutet nicht, dass man kein echter Mann ist.
      Ganz im Gegenteil: es hat etwas von Widerstandsbewegung, von Mut zur Verweigerung an der Flasche, von weisem Erkennen der Sinnlosigkeit, sich vor einen Bollerwagen spannen zu lassen.
      Mit Ihnen sind wir schon Zwei!
      Liebe Grüße!

  3. Lieber Lo
    Der mit dem „wahren Himmelfahrtskommando“ ist gut … 😀

Nun Du!