Abschied vom Stammhalter

Es ist so traurig: unser geliebter Stammhalter hatte nur ein kurzes Leben.
Gerade einmal acht Jahre wurde er alt. Und nun wollte er einfach nicht mehr. 

Zugegeben: es war nicht nett von uns, dass wir ihn die meiste Zeit des Jahres in den Keller sperrten, obwohl er es dort stets trocken und warm hatte.
Und er durfte auch jedes Jahr zur Weihnachtszeit aus dem Keller ins Wohnzimmer zu uns kommen. Logisch. Als Stammhalter gehört man doch zur Familie.

Verbissen. Ja, das war er schon. Das hatte er aber nicht von uns.
Dabei hatte er nur drei Zähne. Und damit konnte er astrein zubeissen.

Aber er wollte nicht mehr. Es half auch kein gutes Zureden.
Er schwächelte, seine Zähne hielten nichts mehr.
Wir haben ihn behutsam in einen Karton gebettet und wieder in seinen Keller gebracht.
Und uns dann heimlich im Baumarkt um Nachwuchs bemüht:


der olle baumständer
„OH – STILLE MICH – DU FRÖHLICHE !“
schnoerkel

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4 Kommentare zu Abschied vom Stammhalter

  1. Und das, obwohl ihr einige der angeblich schönsten Tage des Jahres geteilt habt? Aber ich glaube, ich verstehe euch. Wir haben auch so einen, der das Wasser nicht mehr halten kann.

  2. Herr Ösi sagt:

    Wir halten eine Schweigeminute … 🙂
    Ein herrlicher Beitrag.

  3. Lo sagt:

    Der Neue ist auch schon wieder im Keller.
    😉

  4. steppenhund sagt:

    Wir haben mittlerweile drei eingepflanzt, wenn ich das Objekt richtig identifizert habe. Und der von 1991 ist mittlerweile größer als unser Haus.

Nun Du!