SonnTag.

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Isset nich furchtbar?
Gerade heute stelle ich fest, dass mir die Sonnencreme ausgegangen ist. Tube leer.
Es ist Sonntag – und die Geschäfte haben zu.

Das Leben ist kein Ponyschlecken.

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Kack-Licht.

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Mein lieber Scholli,
als ich bei der morgendlichen Zeitungslektüre in einer Werbebeilage dieses tolle Angebot entdeckte, wäre mir   beinahe mein Frühstücksbrötchen aus dem Gesicht gefallen:

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Wirklich einmal ein Angebot, das im wahren Wortsinne so richtig  „für´n Arsch“ ist.

Vor meinem geistigen Auge erscheinen Farbmischungen, wie man aus der für das Malen wichtige Farbenlehre kennt, wenn „warme“ Farben zusammenkommen. Besonders bei „Bremsspuren“ in der Schüssel.
Und endlich nun zeigt sich in allen Nächten ein stets strahlender „Vollmond“ auf dem Thron, zwar geteilt, dafür aber in herrlich leuchtenden Farben.

Viel Spaß dann auch beim Batteriewechsel – und:
Hände waschen nicht vergessen!

Bissi Tage!

Lo


Hier gibt es noch mehr von diesen Thron-Leuchtern!
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Allet schwatt!

Vedelli,
wenne von hier aussem Ruhrgebiet biss, dann kennze ja den Spruch
:
„Du biss auf Kohle geboren.“

Ja gut, da is ja auch wat dran: egal, wo Du hier geboren biss: ein paar hundert Meter darunter is eben Kohle gewesen. Richtich schwatte Kohle.

Und Du konntest als Ruhrgebietler hinkommen, wohin Du willz: überall hamse Dich ein bissken bedauert, weil Du ja aussem tiefschwatten Kohlenpott kamst. Da, wo vonne qualmende Schlote allet duster war, und allet schwatt vor lauter Kohlendreck, und wo sich schon der halbe Pütt auffer Wäsche niederliess, wenn se mal kurz draußen auffer Leine hing.

Und dat Schwatte vonner Kohle
, dat hatten wir auch dann noch lange an uns kleben, als et schon längst kaum noch Zechen bei uns gab und der Himmel über dem Pott schon schön Blau und die Luft sauber war.

Schwatt, dat waren im September 1966 auch die Trauerfahnen der Bergleute. Ich happet damals erlebt, als die Kumpel vonner Zeche Graf Bismarck in Gelsenkirchen-Erle durch die Straßen zogen, weil man den Pütt dichtgemacht hat, der den ganzen Stadtteil ernährte. Der Stadtteil war schwarz geflaggt. Traurig war das damals.
Deckel drauf. Zappenduster. Schwatt.

Verdelli, gezz is dat schon über 50 Jahre her.
Dat Ruhrgebiet is nich mehr trist und grau. Aus dem schwatten Kohlenpott is so´n richtich töften Kessel Buntet geworden. Mit richtich viel Grün. Und dat meiste Blau hier, dat kommt längst nich mehr von Schalke.
Nö. Dat ist hier der Himmel.

Ja, sogar die stinkende Köttelbecke und die olle schwatte Emscher, die gibt et mich mehr.
Dat heisst, et gibt sie schon, aber die ist gezz unter Tage.
Und gezz kannze die Wäsche ruhich nach draussen auffe Leine hängen.

So, und gezz könnte man doch meinen, datt die Welt hier bei uns so richtich schön in Ordnung ist, wo dat Schwatte alle weg ist.

Is aber nich: gezz schwappt wat neuet Schwattet über uns:

Schwatte Woche, schwatten Freitach, schwattet Shopping, allet schwatt, schwatt, schwatt.

Ich sehe schwarz

Gezz ma ährlich – Hand auffet Herz:
dat ham wir nich verdient oder?

Ich seh schon schwatt!
Bissi Tage!

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Wat is ein Luftkotelett?

Hömma!
Gezz krisse wat zum Raten:
Wat ist ein Luftkotelett?
So viel verrate ich vorweg: et is nix zum Essen.

Na?
Kommsse nich drauf? Ich verrate es am Schluss.

So, wie es vermutlich in jeder anderen Sprachlandschaft Begriffe gibt, die man nur dort kennt, besitzen auch wir hier im Ruhrgebiet recht lustige Wortschöpfungen, die aber nach und nach verloren gehen. Sprache lebt und verändert sich.

Das, was man heute als Ruhrdeutsch bezeichnet, trug bis bis in den Sechzigern den Stempel der einfachen, bildungsfernen Sprache der „Malocher“.

Jürgen von Manger machte mit seiner unvergessenen Figur des Adolf Tegtmeier das Kohlenpott-Deutsch erst im Hörfunk, später dann über das Fernsehen bekannt. Allerdings stark überzeichnet. Trotzdem herrlich, auch für uns hier im Pott. Vermutlich glaubt seither jeder, der nicht aus dem Ruhrgebiet stammt, dass wohl alle Menschen hier so stark „tegtmeiern“.

Hömma Wortblase

Wer mehr darüber erfahren, oder sich gar aktiv an der Schaffung eines Ruhrgebiet-Wörterbuches beteiligen möchte, dem sei diese kleine Auswahl an Links empfohlen:

Mitmach-Wörterbuch des Rheinlands und des Ruhrgebietesdiese

Du kennst ein typisches Wort aussem Pott? Hier mitmachen!

Die Westfälische Rundschau bietet hier Anzahl an Videos zum Thema Ruhrdeutsch mit dem Titel „Weisse Bescheid?“ an.

Musse ma reingucken, dann weisse richtich Bescheid!

Ach ja! Dat Luftkotelett!

Ein Luftkotelett, dat is ein ganz dünner Mensch. Vielleicht besser bekannt als Schmachtlappen oder Spargeltarzan.

Gezz weisse Bescheid! 😉

Bissi Tage!😎

 

 

 


Asterix und der Komiker aus der Thunfischdose.

 

 

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Asterix und der Komiker aus der Thunfischdose.

Header thunfisch

Vor einigen Tagen lieh mir ein guter Freund einen Asterix-Band mit dem Titel „Tour de Ruhr“ zum Lesen aus, weil er weiss, wie gern ich Ruhrgebietsgeschichten mag.

Die Besonderheit dieses Asterix-Bandes sollte die „mundartliche Übersetzung“ ins Ruhrdeutsch sein. Zitat:

„Ein Klassiker von Comedian und Sprachfachmann Hennes Bender in typischer Pottsprache neu erzählt.“

Ich habe es aufrichtig versucht, diesen Band zu lesen, doch schon bei der dritten Seite stellte sich bei mir ein Unbehagen, vermischt mit Fremdschämen und ansteigendem Wütendwerden ein.

Wer diesem Komiker den Auftrag gab, Asterix-Bände ins Ruhrdeutsch zu „übersetzen“, kann von der Sprache an der Ruhr nur so viel Ahnung haben, wie eine Kuh vom elektrischen Bananenschäler. So jemand glaubt sicher auch, dass es bei Tchibo Kaffe gibt.

Beispiele? Gern.

„Hömma, die Römers wolln unsa schönet Revier zubaun und aus unsahm Wald einen sogannten „Landschaftspark“ machen. Dat ganze nennt sich dann „Strukturwandel“ und soll dazu führn dat sich unsere Kumpels dem römischen Imperium freiwillich ergehm tun.

„Wat wäre wenn man dat legendäre Ahmteuer „Tour de France“ einfach mah frech und kackendreist anne Ruhr verlegen tun täte? Dann wird aus Paris Oberhausen, aus Lyon Hattingen und aussem Mittelmeer mah ehmt der Baldeneysee.
Untawechs sammeln Asterix und Obelix die typischen Leckereien vonnet Revier wie Currywurst, Panhas, Döner und Datteln (aus Datteln) und tun auch noh neben den römischen Pannemänners auch noch nette Kumpels treffen tun.“

Das tut beim Leseversuch schon weh.
Man kann nur vermuten, dass der großartige „Übersetzer und Sprachfachmann“ als kleines Kind einmal in eine Thunfischdose gefallen ist, und seitdem „so sprechen und schreiben tut“.

Ehrlich: so spricht hier im Ruhrgebiet niemand.
Niemand?
Doch. Einer.
Ihm widme ich gern ein Gedicht aus meiner ersten Fibel:

Täte ich eine Tute haben,
täte ich mit der Tute so lange tuten,
bis die Tute
nicht mehr tuten täte!

Schon die alten Ägypter fragten sich:
Tut Ench Amon – was Nofre täte?
Vermutlich nicht.
Aber Hennes Bender, der tut es.
Vom Tuten versteht er was.

Fazit: diese Asterix-„Übersetzung“
– tut weh
– tut den Ruhrgebietler ärgern, weil:
– so tut man hier nicht sprechen.

Kaufen? Nö.
Musse nich tun.

Header thunfisch

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Die Umstellung.

Header Korken

 
Heute Nacht stelle ich von Weiß- auf Rotwein um.
Da kommt mir die zusätzliche Stunde morgen früh sehr gelegen.

weissrotwein kohlenspott

Bei der Auswahl des Rebensaftes passe ich gut auf.
Letztes Jahr bin ich morgens mit dem falschen Wein aufgestanden.
😉

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In Hostel Veritas. Übernachtungstipp für´s Ruhrgebiet.

Wer das Ruhrgebiet kennen lernen möchte, und nach einer günstigen und trotzdem einmalig stimmungsvollen, urigen Übernachtungsmöglichkeit sucht, der ist im Oberhausener In Hostel Veritas, nahe dem CentrO und der Turbinenhalle bestens aufgehoben.

Aber guckt selbst:

IN HOSTEL VERITAS – Oberhausen

und hier gibt et Bilderkes davon:   Bilderkes vonnet Hostel Veritas 🙂

Und die Presse schreibt über diese tolle Behausung:
Die Presse über „IN HOSTEL VERITAS“

Veritas Toilettenschild

Ich mag diesen Ort besonders.
Auch zum sonntäglichen „Spätstück“ = statt Frühstück.
Einfach mal hinfahren, gucken, auch nur mal so, draussen oder im Wintergarten.
Riläcksen 😉

Bissi Tage!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das ist ja der Hammer!

Header Hammer Kohlenspott

 

Ich glaube, mein Mobilfunkanbieter will mich veräppeln.
Er bietet mir ein Äppel-EiBrett zu einem „Hammerpreis“ von „nur“ 385 € an.

Hammerpreis Angebot

Nun habe ich ohnehin nix mit elektronischen Äppels wat am Hut: wenn schon Äppel, dann Golden Delicious, Braeburn, Cox Orange oder Elstar – oder so´n leckeren Appelstrudel mit dicker Vanillesauce.

Das Hammerpreis-Angebot machte mich stutzig,
denn ich habe schon lange keinen Hammer mehr gekauft. Sollen die Klopper tatsächlich mittlerweile so teuer geworden sein? Habe ich da ungeahnt wertvolle Preziosen in meinem Werkzeugkasten? Sollte ich mich vielleicht bei „Bares für Wahres“ melden, und denen mal meinen Hammer zeigen?  Besser erst mal nicht…

Und so schaute ich bei Hammazon, dem vermutlich größten Hammer-Fachgeschäft der Welt nach:

Hammerpreise small

Ja, und was sehe ich? So´n Hammer bekommt man schon für sehr wenige Euro.

Eigentlich müsste ich meinen Mobilfunkanbieter wörtlich nehmen und ihn auf Herausgabe eines Eierbretts zum realen Hammerpreis von wenigen €uro drängen. Aber ich will so´n Dingen gar nicht.

Ich sach nur: selig sind die Bekloppten, die auf so einen Schwindel hereinfallen – die brauchen keinen Hammer.
Oder vielleicht doch: um sich dat Hammerpreis-Eierbrett anne Stirn zu nageln..

Bissi Tage!
😉

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Heimat. Heimat?

header bürkeborke

„Nach Hause gehen“, dieser Beitrag auf  Manfred Voitas Blog über ein Buch gleichen Titels hat mich ein wenig nachdenklich gemacht.

Nach Hause gehen?

Zugegeben: was haben wir uns früher als kleine „Köttel“ im Chor mit den Erwachsenen immer beömmelt über die vielen älteren Menschen bei uns im Ruhrgebiet, die gefühlt ohne Unterlass wehmütig von ihrer „Hääimat“ sprachen, die sie verlassen mussten.

Und je grauer meine Haare Jahre später wurden, um so grüner wurden auch mir die Erinnerungen an meine Kindheit und den Ort, in dem ich meine ersten 26 Lebensjahre verbrachte.

Und mit den Erinnerungen wuchs auch in mir der Wunsch,
einfach einmal wieder hinzufahren, durch die alten Straßen zu gehen, Klingelschilder auf alten Häusern nach Namen von damals abzusuchen, vielleicht Gerüche und Geräusche, die mir einmal vertraut waren, wiederzufinden, hoffend, alten Weggefährten von damals zu begegnen, deren Gesichter ich vielleicht trotz der vielen Jahre dazwischen noch erkenne.

Was habe ich doch für ein Glück, dass ich jederzeit an meinen Kindheitsort fahren kann, weil er gerade einmal knapp dreißig Kilometer von hier entfernt ist. Und manchmal mache ich das, fahre über die A42 nach Buer-Erle und hole mir etwas von Damals ins Heute.

Für die, die einst aus Masuren oder Ostpreußen oder anderswo her hier im Ruhrgebiet strandeten, wäre das nicht so einfach: zu weit, zu beschwerlich, zu lange her.  Viele davon sind nicht mehr.

Und es tut mir heute aufrichtig Leid, mich damals über sie und ihre Wehmut „beömmelt“ zu haben. Weil ich heute ihre Sehnsucht nach ihren Orten und der Zeit, in der sie das Leben – vielleicht ein ganz anders gedachtes – noch vor sich hatten, gut verstehe.

Podcast: „Von Kartoffeln und dicken Duppas“

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„BOR!“ Das abenteuerliche Leben der Ruhrgebietler. Buchempfehlung.

„BOR!“

„Bor!“ oder auch Boah!“ oder Boah ey!= Ausdrücke des Erstaunens bei uns im Pott.

Bor Buchtitel

Foto: Verlag Henselowsky & Boschmann

 

Geschichten über das abenteuerliche Leben der Ruhrgebietler

Tote Hose. Viel Arbeit, wenig Brot. Woanders ist auch … ?
Ja, datt hätt’se wohl gerne! Ja, gepfiffen!
Laberköppe, die so etwas behaupten, sollten verknackt werden.
Ruhrgebiet kennt keinen grauen Alltag.
Das Leben ist bunt, abwechslungsreich wie nirgendwo anders.

Dieses Buch erzählt:
– Von Wirt Willi Kupschak, bei dem man keinen Deckel machen durfte.
– Von der Wallfahrt mit Wundern und dem Samstag in der Wanne.
– Von Otto Muskulus im Zirkus und Charlotte im Sommer.
– Von Sprungtürmen und Pissbecken.
– Vom ersten Schultag bei Fräulein Osterfeld und dem ewigen Leben im Stau.
– Und wie man bei uns erfolgreich Abenteuer angelt.

Inhalt:
Abenteuerangeln
Friedhelm Wessel, Die Wallfahrt der Betschwestern
Manfred Hoese, Nich am Bär packen …
Hubertus A. Janssen, Rhein-Herne-Kanal
Friedhelm Wessel, Auf den Deckel
Hans Müller, Malocher
Thomas Althoff, Mein erster Schultag mit Fräulein Osterfeld
Peter Allekotte, Camping und mehr
Lothar Lange, Freibad Grimberg
Werner von Welheim, Bundesland, oh Ruhrgebiet
Friedhelm Wessel, Olympischer Dreikampf obere Goethestraße
Helmut Spiegel, Und alles, was aus Essen kommt, dat süpt, dat süpt
Influencer anne Bude
Friedhelm Wessel, Badetag
Sigi Domke, Autofahren im Ruhrgebiet
Hubertus A. Janssen, Charlotte im Sommer
Klischees und Friedhöfe nicht vergessen
Heinz Georg Schmenk, Reisen bildet

https://www.vonneruhr.de/bor.html 

Amazon: BOR! Das abenteuerliche Leben der Ruhrgebietler

Lesung am 17. Oktober 2018 in der Galerie Schollbrockhaus Herne


GUCK MAL:
Manchmal auch in Unterbuxe! Lesung.

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