Wat Krupp in Essen…

Ein Ausspruch, den man hier im Ruhrgebiet oft hört:
„Wat Krupp in Essen, dat sind wir im Trinken.“
Natürlich wird hier auch gedacht.
Wir sprechen nur nicht drüber.

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Ćevapčići gegen Fromage

Mich als Unwissenden in Sachen FußballWM freut es schon einmal, dass sich zumindest kulinarisch zwei schmackhafte Nationen im Finale gegenüberstehen: Ćevapčići gegen Fromage.

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Zugegeben: die belgischen Pommes frites und Waffeln sind auch nicht zu verachten,  aber was die Menschen auf der britischen Insel sich da freiwillig in den Mund schieben….
Das kann ja nur zu einem „Brechs it!“ führen.

Mein Tipp für Sonntag abend?

Ich würde ´nen Tisch beim „Yugo“ reservieren, den Grillteller mit Ćevapčići oder Ražnjići  bestellen, und das Spielende abwarten. Und egal, wie das Spiel ausgeht: Julischka und Sljivovic gehen am Sonntag „aufs Haus“!
Wetten?

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Devotionalien-Finale im Baumarkt

Als ich vor wenigen Tagen den Baumarkt meines Vertrauens betrat, bot sich mir in der Gartenabteilung, nicht weit von den Gartenzwergen entfernt, dieses Gesamtkunstwerk:

Die schwarz-rot-goldenen Andachtsgegenstände der erhofften Fussballkirchentage sind schon in die Inventur 2018 eingezählt und in Schrumpf-Folie zum Einstampfen verpackt. Sie wurden von der Gemeinschaft der Fußballgläubigen nicht gekauft, weil die frohe Botschaft ausblieb, das erhoffte Knocking on the heavens Tor der eigenen Fussballgötter auf dem heiligen Rasen nicht mehr möglich ist, die wenigen Abendmahle mit Bier und Chips nicht die erhoffte Wunderwirkung erbrachten.
Oder ist es eher umgekehrt?
Wenn nur jeder die wunderbringenden Fähnchen, Wimpel, Panini-Andachtsbildchen, Nationalfarben-Schminke, Gartenzwerge, Autoflaggen, Tröten, Armbändchen usw. in reicher Anzahl gekauft hätte, wäre dann vielleicht alles ganz anders gekommen?

Das weiss vermutlich nur der Himmel….

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Rheini, Elbi, Maini? Wieso Ruhri?

Zugegeben, mich juckt es hin und wieder, Beiträge in dem von mir empfundenen Ruhrdeutsch abzufassen, wobei ich mich bemühe, recht nah den Jargon zu treffen, den ich von Kindesbeinen an in mich aufgesogen habe.

Wenn ich von „dem von mir empfundenen“ Jargon schreibe, dann mit der zugestandenen Einschränkung, dass es DAS Ruhrdeutsch nicht gibt. Es klingt im eher westfälisch gefärbten Dortmund oder Gelsenkirchen schon wieder etwas anders als im niederrheinisch geprägten Duisburg oder Oberhausen.

Kinder, wat haben wir uns damals beömmelt, als der großartige Jürgen von der Manger in seiner Rolle als Schwiegermuttermörder Adolf Tegtmeier das Ruhrgebietsdeutsch berühmt machte. Und alle Welt um uns herum glaubte nun, man würde hier so reden wie Adolf Tegtmeier, der die Sprache des Ruhrgebietlers sehr deutlich überzeichnete.

„Und dann sprang dat Pferd
mit dat linke Bein
über unser Omma ihren Hühnerstall
sein Dach.“

Gezz mal ährlich: so spricht hier niemand. Na gut, vielleicht ein bissken ähnlich.
Aber auch nur ein klitzekleinet bissken. Und dat mag ich. Sogar richtig gern.

Wat ich aber wirklich nicht mag, ist der vor einigen Jahren von vermutlich sparsam behirnten Kreativen in die Welt gesetzte Begriff  RUHRI, mit dem die vermutlich tumben und kohlenstaubvernebelten Bewohner des Ruhrgebiets gemeint sein sollen.

RUHRI, eine Wortschöpfung, der zur Verstärkung der Respektlosigkeit gern auch noch ein DEM vorangestellt wird: „Dem Ruhri sein Revier. Dem Ruhri sein Kanal. Dem Ruhri seine Tauben. Dem Ruhri sein Pütt… und wo weiter.

Und 2010 gab es eine Kampagne, die sich DEM RUHRI SEINE KAMPAGNE nannte, mit Plakaten, auf denen dann der „Ruhri“ mit „alle ihm seine Klischees“ zu sehen war.

Auch, wenn nun die letzte Zeche dicht gemacht hat und die meisten hier längst nichts mehr mit Pütt und Kohle zu tun haben, so sind die Menschen des Ruhrgebiets für mich mit Respekt gern Kumpel – aber keine „Ruhris“, die man als grammatikalisch unterbelichtet darstellt.

Ich bin kein Ruhri.

Oder hat schon jemand etwas über Rheinis, Elbis, Mainis, Leinis, und Werris gehört?

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Mit Currywurst auf den Tetraeder.

Verdelli, is dat warm, oder?
Gut, wenn gezz November wär, dann wäre dat Wetter für die Jahreszeit en bissken zu warm. Aber für´n Juni isset o.k. – et ist ja schließlich Sommer, und da muss man mit rechnen, datt ganz Deutschland eis- und schneefrei is. Außer auffe Zugspitze und in Bottrop.

In Bottrop is gezz Schnee, aber drinnen, eingesperrt in einer Halle für zum Skilaufen. Is ja wichtich, datt man im Sommer skilaufen kann. Genau so wichtich, wie frische Erdbeeren im Winter.

Wie komm ich drauf? Ach ja, gestern musste mein Fahrrad wieder an die Luft. Dat Ziel war dat (hier im Pott sacht man aber der oder den) Tetraeder Bottrop, von dem man einen phantastischen Blick über fast dat gesamte Ruhrgebiet hat. Auch auf die Bottroper Skihalle, hinter der aber alle paar Minuten eine riesige Feuerflamme in den Himmel bullert. Da kannze Fire & Ice gucken – und dat für umsonst.

Die Halde hochzufahren, da kocht Dir bei dem Wetter aber so richtich dat Kaffewasser inner Buxe. Dat kostet Energie – und die krisse natürlich am besten, wenne viel trinkst – ja, und von Currywurst.
Doof is nur, datt ich vonne Currywurst so ein Durst hatte, datt mir plötzlich dat Mineralwasser oben auffer Halde ausging.
Wat soll ich sagen? Gezz weiss ich, wat so´n richtigen Durst is.

Und dat Currysoße für´n Flüssigkeitsausgleich wohl nich mitzählt.

Aber, auffen Tetraeder, dat müsst Ihr mal machen.
Lohnt sich.
Tipp: viel trinken!

Bissi Tage!
Lo

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Turbulenzen am Gepäckband.

„Meine Damen und Herren, hier spricht Ihr Kapitän: vor uns liegt eine Schlechtwetterfront und wir erwarten einige Turbulenzen. Der Bordservice wurde soeben eingestellt. Bitte begeben Sie sich auf Ihre Plätze und bleiben Sie angeschnallt – es wird etwas schütteln.“

Draußen ist es stockdunkel. Es wird still im Flieger. Die junge Frau neben mir hat sichtbar Flugangst, greift die Hand ihres Partners und schließt die Augen. Als die Maschine zu wackeln beginnt, atmet sie heftiger, dann weint sie still. Die Turbulenzen wollen auch nach über zwei Stunden kein Ende nehmen.
Der Kapitän meldet sich noch einmal aus dem Cockpit und bedauert, nicht höher steigen zu dürfen, da ihm wegen des anderen Flugverkehrs keine Erlaubnis hierfür erteilt wurde.

Ich bin auch kein Held, lenke mich aber mit Lesen ab. Das geht ganz gut, doch wenn die Maschine heftiger durchgeschüttelt wird, erfasst mein Verstand in diesen Momenten nicht den Sinn der gedruckten Zeilen und ich gebe zu, mich dann auch machtlos der Situation ausgeliefert zu fühlen, zu hoffen, dass es auch dieses Mal wieder gutgehen wird.

Es bleibt weiterhin still im Flieger. Kaum jemand spricht. Nur ein kleiner Säugling schreit sich sein Stimmchen ohne Pause heiser. Vermutlich der Druck auf seine kleinen Ohren. Auf den Deckenmonitoren flimmert irgendein amerikanischer Kinofilm. Tonlos für die Passagiere ohne Ohrstöpsel, die aber trotzdem hinschauen, vermutlich, um sich von ihrer Angst abzulenken. Endlich fliegt die Maschine wieder ruhiger. Der Landeanflug auf Düsseldorf wird angekündigt, der Sinkflug eingeleitet. Gespräche werden wieder aufgenommen. Die Erleichterung ist deutlich spürbar.
Landung. Sanft. Die Maschine bremst mit Schubumkehr ihr hohes Tempo rasch herunter.

Endlich wieder am Boden.
Durchatmen. Vereinzelt wird applaudiert und trotz der Durchsage, bis zum Stillstand der Maschine doch angeschnallt zu bleiben, ist ein Öffnungskonzert klickender Gurtverschlüsse zu vernehmen, obwohl wir immer noch rollen.
Raus aus dem Flieger, durch den Schlauch des „Fingers“ ins Flughafengebäude.

Der Run auf das Gepäckband beginnt..
Während noch vor wenigen Minuten die meisten der Mitflieger kurz davor standen, sich vor lauter Schiss um ihr Leben einen saftigen Klecks in die Buxe zu machen, kleinlaut und leise, vielleicht sogar demütig an ihren Gott gebetet haben, sind sie am Gepäckband nicht mehr wiederzuerkennen, denn plötzlich übernimmt das alte Neanderthaler Stammhirn das Kommando.

Jeder drängt und sucht sich eine günstig Stelle, von der aus er sofort erkennen kann, dass sein Koffer ankommt. Die Smartphones, die schon im im Flieger nach der Landung vom Flugmodus befreit, gezückt: „Ich bin gerade gelandet. Ja, nee -aber dat Band läuft noch nich!“
Das Band steht. Eigentlich logisch, denn der Flieger muss ja erst entladen werden.
„Mann, wat dauert dat wieder! Sind die am streiken?“
Nörgeln und meckern steigert sich, bis das Band dann endlich anläuft.
Auf dem schwarzen Gummi machen zunächst nur vereinzelte Gepäckstücke ihre Runde.
Es kommt nun Bewegung in den Pulk der Koffergierigen.

Und ich warte.
Auf den einen Satz, der immer kommt. Immer.
Wetten, dat meiner wieder der Letzte is? Pass auf, dat isso! Wetten?
Ich höre ihn und fühle mich wieder einmal bestätigt.
„Mooment, ich muss hier eben durch! Da kommt meiner!“, schiebt sich jemand mit Schmackes von hinten nach vorn.
Die Lücke schließt sich sofort hinter ihm.
Er wuchtet seinen Koffer vom Band und hat redlich Mühe, mit seiner Beute wieder durch die sofort nachgerückten Drängler zurückzukommen.

Gerade noch Schiss vor dem Absturz, jetzt wieder Ungeduld, Hauen und Stechen wegen der paar Minuten Lebenszeit, die es braucht, bis die Koffer aus dem Flieger aufs Band zu seinem Eigentümer kommen. Krank.

Dat sind für mich die wahren Turbulenzen.

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twoday-news!

Liebe Gemeinde,
da der Patient bis dato vom Recht seines angekündigten Ablebens noch keinen gebrauch gemacht hat, konnte auch der für heute Nacht geplante Leichenschmaus nicht stattfinden.

Soeben erreicht uns dieser aktuelle Hinweis:

twoday suppe

Wir bitten um Beachtung.

Spiegelei ist weiterhin aus.
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twoday or not twoday

twoday or not

Dass es heute so heiß ist, liegt nicht nur allein am Sommerwetter, sondern auch an der extrem hohen Temperatur in der twoday-Gerüchteküche, die sich gleich neben dem Geredeschuppen befindet.

Hier soll heute Nacht ein besonderes Gerücht aufgrund des großen Erfolges im Vormonat noch einmal ordentlich aufgewärmt werden: das vermutlich letzte Mitternachtssüppchen von twoday.net – und danach soll der Herd aller Wahrscheinlichkeit, vermutlich und eventuell, vielleicht wohl sogar möglicherweise abgeschaltet werden.

 >>>  HEUTE NOCH EINMAL ALLE GERÜCHTE ZUM MITNEHMEN!  <<<

Wohl bekomm´s!  😉


Hier noch ein Hinweis aus der Küche:
Spiegelei ist leider aus.
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So geht Knöllchen!

SCHEISSE!

Zugegeben: dat is ein hartet Wort für sonne geschmeidige weiche Masse.
Aber wenne se am Schuh kleben hass, dann is die Kacke aber am dampfen, also, wenn se noch so richtich darmwarm is. Und dann krisse Mördergelüste auf allet, wat vier Beine hat, wobei Du gezz aber nich ungerecht werden darfs, weil et ja bekannt is, datte in so einem Fall dat wirkliche Arschloch von dem Hund am anderen Ende vonne Hundeleine suchen muss.

Egal, oppe Dich gezz über Hundedreck, Kippen, Kaugummi und Müll auffe Straße oder über stinkende Pinkelecken beklagst: am liebsten hätteste gezz so´n ollen respektablen Schutzmann inne Nähe, der sich solche Übeltäter schnappt und ordentlich bestraft.
Ordnung, Gehorsam, Zackzack! Jawoll!

Vor wenigen Wochen fand ich in Essen-Werden auf der Brehminsel dieset schöne Schild:

Knölleken 1

Knölleken Setails

Der Park auf der Brehminsel (schön gelegen inne Ruhr!) war auch piccobello!
Ja, dat is doch mal wat, wat mein altet Herz erfreut.
Gezz würd´ ich nur mal gern wissen, ob dat mit den Knöllekes auch konsequent verfolgt wird, denn dann wär dat auch ein richtich gutet Beispiel für andere Städte.

Bissi Tage – und: bleibt sauber!

🙂

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Stille Nacht.

Verdelli!
Von südkoreanischen Autokorsos ist bisher nix zu vernehmen.
Die Nacht wird still.

Töfte.
🙂

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