Schulterbruch und Winterkirschen.

Gestern lag wieder dat wöchentliche Verschenkblättchen im Briefkasten. Datt der Inhalt überwiegend aus Anzeigenwerbung und kiloschweren Werbebeilagen besteht, über die sich dat Blatt finanziert, stört auch nicht.  Man muss et ja nicht lesen.  Und wenne mal  wat zu tapezieren hass, dann hasse richtich wat für zum Unterlegen und Abkleben oder auch für zum Einpacken, wenne mal umziehen muss. Früher hättste das ganze Papier auch noch gut für zum Verfeuern gebrauchen können, gezz nich mehr. Wer hat schon ´n Kohleofen?

Apropos Kohle. Irgendwie hasse immer dat Gefühl, datte ewich auf Deubelkommraus verkohlst wirss. Aber auch von dieset harmlose Gratisblättchen. Da musse nich allet glauben, wat da drinsteht.

Hier zum Beispiel – stand gestern drin:

 Schomma vorweg: dat muss man nich glauben. Dat wird immer wieder behauptet. Is aber nix dran.
Na gut, immerhin wurde ich kostenfrei bekrückt. 😉

Aber et gibt ja auch Leute, die kaufen sich ihre tägliche Dosis Bekrücktwerden anne Bude. Für richtiget Geld! Und dann wundern se sich, wenn se sowatt zu lesen kriegen:

Blatt

Ja, und heute gab et vonne BILD wohl wat ganz Besonderet im Angebot:

Schulterbruch Kohlenspott

 Peter Kraus zeigt seinen Schulterbruch?
Gezz ma ährlich: wer will denn sowat gruseliget sehen?

Wenn dat Schule macht, dann kann et sein, datt morgen ein anderer Promi seinen Nagelpilz zeigt und übermorgen ein Politiker seine berufsbedingten Winterkirschen* vom vielen Sitzen.
Oder hat dat gezz wat mit Helloween zu tun?

Peter, mir kraust vor dir!

Bissi Tage!

 


*Winterkirschen andere Bezeichnung für Hämorrhoiden

 

 

 

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Herbstfall.

HEADER HERBST

Gezz is Herbst. Merkt man am Wetter.
Gezz fallen Blätter.
Und unser Omma auch.
Auffen Bauch.
Gezz musse sich berappeln.

Scheiss nasse Blätter vonne Pappeln!


Angesteckt durch einen Blogbeitrag von La-Mamma mit ihrem Sinn für´s Blödeln und den darauf folgenden Reimbeitrag des ebenfalls von mir geschätzten und gern gelesenen Blog-Kollegen Nömix wollte ich auch einfach einmal etwas Dichterisches dahinblödeln.  Muss auch mal sein.

Bissi Tage 😉

 

 

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Land in Sicht?

Header sommerland

Weit weg im Gesternland lebt ein armer, seltsamer Mann, der ein paar zwielichtige Gesellen um sich schart, mit denen er gemeinsam davon träumt, dass die Welt nicht bunt, sondern lieber braun sei und genau so kleinkariert, wie seine Lieblingsjacke. Er träumt auch, ein König zu sein und ein Land und ein Volk zu besitzen, das ihm aber wohl, wenn es je existierte, irgendwie und irgendwann einmal abhanden gekommen sein muss, vermuten die Menschen, weil er so spricht:

„Wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen“

Und die Menschen fragen sich verwundert: „Von welchem Land und von welchem Volk spricht der arme Mann?“ Kann man ein Land irgendwo zurückholen? Ist es untergegangen? Wo liegt dieses Land? Spricht er von Atlantis?  Was ist mit diesen Menschen, diesem Volk? Ist der arme Mann aus dem Gesternland vielleicht doch der Messias, der sein auserwähltes Wahlvolk ins Gauland führt und der Zimmermann aus Nazareth war gar nicht echt?

Sachdienliche Hinweise bitte an Ihre nächste Nervenheilanstalt oder das zuständige Tollhaus in Berlin.

 

 

 

 

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Farbenlehre.

Passend zum Tage.

Braun.jpg (Small)

Gestern gefunden am Rande des historischen Stadtkerns von Langenberg/Velbert im Rheinland.
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Sonntag ist Waltag. Wälen geen!

Liebe Bürger,
am Sonntag ist Waltag.
Die Bürger meiner Stadt (die Stadt, in der die Ober hausen) werden in unserer Fussgängerzone mit diesem Plakat der SPD daran erinnert, wälen zu geen.
Die örtliche SPD ist so arm, dass es selbst nicht mehr für alle Buchstaben reicht.

20170921_172459

Ich spende ein „h“

Bissi Tage!

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Hilft für gegen alles, oder was?

Wer so recht keinen Spaß an seiner Gesundheit hat, weil ihm etwas zum Jammern fehlt, der hat es ja gottlob sehr einfach, diesen bedauernswerten Zustand ganz rasch durch die Lektüre bunter Klatschmagazine zu beenden, weil sich schon kurz nach dem Durchblättern eines dieser Hefte mindestens 23 Krankheitssymptome bemerkbar machen und der Gang zum Arzt endlich angetreten werden kann.

krank-TV

Bloggerfreund  Trithemius würzt das Ende seines seines aktuellen Beitrags  mit einem wunderbar hierzu passenden Beispiel von verunglückter Werbung, zit.: „aus der Abteilung  >>Texten ohne Denken<<“  🙂

Gezeigt wird ein Päckchen Schnupptücher, eine gern gereichte Gratisgabe an treue Apothekenkunden, hier mit einem Werbeaufdruck, der ein Plus bei Halsschmerzen verspricht. Und wer möchte das nicht?

Und weil es ja auch Patienten gibt, die mit ihren bisherigen Tropfen gegen Gelenk- und Rückschmerzen unzufrieden sind, gibt es ganz aktuell eine Lösung: die Tropfen für Tropfen gegen die genannten Erkrankungen.

Und nicht nur das: diese Tropfen schenken Betroffenen auch Hoffnung.
Vermutlich auf die Wirkung.

Tropfen gegen für was

Oder handelt es sich um Tropfen, die anderen Tropfen gegen Gelenk- und Rückenschmerzen helfen? Und in welcher Reihenfolge nimmt man nun die Tropfen ein? Erst die Tropfen gegen und dann die Tropfen für….?

Oder bekommt man von den Tropfen für Gelenk- und Rückenschmerzen dann auch die gewünschten Gelenk- und Rückenschmerzen?
Ich armer Tropf verstehe nun überhaupt nix mehr. Zuerst tat mir vor Lachen der Bauch weh, aber nun bekomme ich vom Grübeln leichte Kopfschmerzen.

Ich glaub´ – ich muss zum Arzt.

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So, Sommer: gezz hasse Feierabend!

Header Sommerhäuser Loog

So, Sommer: gezz hasse Feierabend!
Dat Fernsehprogramm kommt aussem Winterschlaf zurück. Die wiederholten Wiederholungen werden für den nächsten Sommer wiederholt eingemottet.

Behagliche Textilien legen sich endlich wieder mollig und blickschützend um dat sonnengebräunte Wellfleisch und der Grill kommt in´n Keller.
Dank geschlossener Schuhe kann auch dat lästige Hornhautfeilen bis zum Frühjahr auf ein Minimum reduziert werden. Die Mauken haben Pflegepause.

Gezz wird et wieder muckelig. Pullover- und Kuscheldeckenzeit mit Tee.
Et bleibt wieder länger dunkel, die Laubsauger erwachen und erfreuen uns stimmungvoll von früh bis spät mit kakophonischen Klängen.

Der Wein wechselt von Weiß und kühl auf Rot und wohltemperiert.

Und bei ALDI gibt et pünktlich zum September wieder Spekulatius, Dominosteine und Christstollen.. Wat noch fehlt, ist der Weihnachtsbaumverkäufer anne Ecke, gleich neben dem Glühweinstand. Aber gut Ding will ja Weile haben. Kommt allet noch.

Na?
Wie war der Sommer?

Mein Sommer war recht vielseitig: tolle Radtouren mit einem lieben „rad-erfahrenen“ Nachbarn, der mir meine Heimat, das Ruhrgebiet auf diese Weise so viel näherbrachte. Ich lernte verborgene Wege und schöne Plätze zu entdeckten, die man als Autofahrer niemals zu sehen bekommt. Heimatkunde zum Anfassen. Toll.
Dat Ruhrgebiet ist schön. Wirklich.

Bergwandern in Südtirol an murmelnden Waalwegen entlang, Klettern durch seilgesicherte Scharten,  Genießen der Südtiroler Küche (Kaiserschmarrn!!!), Erleben von gewaltigen Gewittern in den Bergen, Kuhglockengeläut, Seilbahnen und abenteuerlichen Hüttenklos.

Wer mich kennt, weiss, datt ich ´n Tick für unser Nachbarland, die Niederlande habe. Et ist für mich stets sehr verlockend, mal eben rüberzufahren,
Einer der Gründe: heerlijke frietjes! Lekker! Dieset Mal in Maastrich. Diese Stadt ist wunderschön und hat durch seine Lage direkt an Belgien grenzend ein ganz besonderet, eher schon französischet Flair. Na ja, und eben die heerlike frietjes 😉

Ein sehr freudiger familiärer Anlass führte uns dann bis vorgestern nach Ostfriesland auf die wunderschöne, autofreie Nordseeinsel Langeoog, die wir seit über 27 Jahren mindestens einmal im Jahr aufsuchen, und zwar meist zu ganz ruhigen Zeiten, in denen andere schon längst bibbernd hinterm Ofen hocken: im späten Herbst, im Winter oder als Karnevalsflüchtlinge an den dollen Tagen. Dieses Mal also im September: blauer Himmel, steife Brise, ´n Stück Fisch op´n Teller und ein friesisches Bier im Glas: wat mutt – dat mutt. Watt will man Meer? Na, gut: am vergangenen Freitag hat es geschüttet. Na und?

Und nu? Nu ist gut. Et war ein toller, erlebnisreicher Sommer.
Nun kann der Herbst kommen.

Ich freu´mich drauf.

Lo

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Funk im Schlappen.

Na sowatt!
Als ich vor ein paar Tagen den großen Büromarkt meines Vertrauens betrete,
piepst es an der Eingangschleuse – und datt, obwohl ich noch gar nix geklaut habe!

 Ich versuche es noch einmal: raus – und wieder rein in den Laden:
und es piepst!. Richtig schrill.
Schon gilt mir die uneingeschränkte Aufmerksamkeit des Ladenpersonals
und dazu auch die der Kundschaft, die sich ´nen Ladendiebstahlkrimi „in echt“ erhofft.

Gottlob bin ich dort als (zahlender!) Stammkunde bekannt.Der Marktleiter kommt verständnisvoll lächelnd auf mich zu und fragt mich:
„Tragen Sie vielleicht Floyd-Schuhe? Oder eine Jacke von Werry Geber?
Die haben nämlich Funkchips eingenäht, und darauf reagiert unsere Eingangsschleuse.“Nö. Sonne Jacke happich nich – aber ein Blick unter meine Schuhsohle: jau!
Dat gippt et nich!  Hömma! Meine Galoschen sind auf Sendung !!!
Und ich weiss nix davon!

Schlappenfunk Kohlenspott

Und dann erzählt er mir, datt viele Geschäfte anhand solcher verborgen eingenähter  RFID-Schnüffel-Chips den möglicherweise kaufkräftigen Kunden schon beim Reinkommen erkennen können.
Man kann sogar auslesen, wat der Kunde gerade an Markenkleidung trägt – und ihn somit dementsprechend hofieren, dat Geld aus der Buxentasche ziehen  „zielgerichtet“ beraten.

Ich glaub et nich:
Ich hab´Funk im Schlappen!

Und jeder kann sehen, datt ich meine Unterbuxe aussem Modehaus Charme & Anmut habe, mein Hemd vom Wühltisch bei Aldi, der Fleck auf meiner Krawatte von Heinz-Ketchup mit Ablaufdatum 01.04.2017 stammt – und datt auf meine Jacke noch drei Monatsraten bei der Kucki-Bank fällig sind, bis die mir endlich ganz allein gehört. Nicht die Bank. Die Jacke.
Verdelli! Nix is mehr geheim.

Fehlt nur noch, dat sich bald die GEZ bei mir meldet.
Schlappenfunk-Gebühren kassieren.
Obwohl: ich empfange ja nicht. Ich sende.
Also müsste ICH Rundfunkgebühren bekommen.

Verpassen Sie also nicht die nächste Sendung von Radio Kohlenspott.
Live aussem linken Schlappen!

Bissi Tage!
😉

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Stolpersteine: „Erinnerung polieren, damit sie nicht verblasst.“


Stolpersteine putzen als Geste des Respekts

Noch vor wenigen Tagen entdeckte ich im Prager Stadtteil Karlin diese Stolpersteine,wie man sie auch hierzulande seit vielen Jahren kennt.

Zum Vergrößern bitte anklicken.

Heute fand ich diesen frisch polierten Stolperstein auf der Straße, in der ich wohne:

LoLange Stolperstein poliert

In immer mehr Städten werden seit einiger Zeit die verlegten Stolpersteine
als Geste des Respekts
von Bürgern und Schulklassen gereinigt und blank poliert.

Motto: „Erinnerung polieren, damit sie nicht verblassen…“

Wohltuend, dass auch nach der Steinverlegung auf diese Weise
weiterhin das Andenken an die Opfer der NS-Zeit wachgehalten wird.

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Guck mal, wie der guckt.

Vorgestern führte mich der Weg zur Düsseldorfer City durch den schön angelegten Hofgarten, die grüne Lunge der Stadt, als ich mich beobachtet fühlte.

Richtig unfreundlich guckte mich dieser hölzerne Geselle an!

Antropo Ddorf Hofgarten

Ich hab dem überhaupt nichts getan!

Holzkopp, blöder!*)

Is doch wahr!
😉


 Nachtrag: *)

*) Sorry, Herr Baum! Tut mir Leid.
Die hochverehrten und geschätzten Kommentatoren empfinden Ihren „Gesichtsausdruck“ gar nicht als so grimmig und haben auch Erklärungen dazu geschrieben Vielleicht habe ich tatsächlich versehentlich auf Ihren Wurzeln gestanden oder ich stand Ihnen gar beim Flirten mit einer anderen Bäumin im Weg.  Schulligung! Und nix für ungut. 😉


  

Nun isser freundlich 🙂

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